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Ölpreis: Analysieren ist besser als Hinnehmen

Wenn Sie Chartanalyse-Trends schon etwas länger lesen, dann kennen Sie meine Ansicht zu Marktkommentaren:

Die bemühen sich nahezu ausschließlich darum, Marktbewegungen „irgendwie“ zu begründen:

Das dient natürlich zum einen dem Selbsterhaltungszweck der veröffentlichenden Medien.

Zum anderen sind wir Menschen „so gestrickt“, dass wir immer für jede noch so kleine Bewegung an den Finanzmärkten eine „logische“ Erklärung benötigen.

Ich habe dafür heute wieder mal ein schönes Beispiel für Sie: In den einschlägigen Börsen-Medien konnten Sie am Morgen Schlagzeilen lesen, wonach die Abwärts-Bewegung des Ölpreises jetzt gestoppt sei.

Nun ja: Nur weil der Kurs des „schwarzen Goldes“, nach der tiefsten Notierung seit dem 20. September am Freitag, heute zunächst einmal freundlicher tendiert, schon das Ende der Abwärts-Bewegung seit Mitte Oktober auszurufen, ist dann vielleicht doch etwas voreilig.

Noch hanebüchener ist es in meinen Augen, die entlastenden Nachrichten in der Email-Affäre für die US-Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton vom Wochenende für den heutigen Ölpreis-Anstieg verantwortlich zu machen – nein, das ist kein Witz!

Sollte der Ölpreis denn nicht mächtig anziehen?

Aber wieso überhaupt Abwärts-Bewegung? Die „Organisation Erdöl fördernder Staaten“ (OPEC) hatte sich doch erst am 28. September auf eine Begrenzung der Fördermengen geeinigt.

Sie erinnern sich: Zuvor hatte es diverse fruchtlose Versuche gegeben, eine „vereinte Selbstbeschränkung“ unter den Ölförderern zu erreichen.

Auch hier waren die Börsenmedien seinerzeit sehr präsent:


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Sie machten daraus ein „Ereignis von historischer Bedeutung“ und begleiteten die Entscheidung mit teilweise euphorischen Kommentaren für den Ölpreis.

Klar: Irgendwie musste ja die damalige Aufwärts-Reaktion des „schwarzen Goldes“ von +6% begründet werden.

In den Charts stecken alle notwendigen Informationen

Statt mir Marktbewegungen von den Medien erläutern zu lassen, analysiere ich lieber die Charts. Denn die spiegeln die Preisbewegungen der Wertpapiere, Indizes oder Rohstoffe wider.

Und das reicht meiner Ansicht nach vollkommen aus! Denn: Jeder einzelne Kurs kommt ausschließlich aufgrund des gerade herrschenden Verhältnisses von Angebot und Nachfrage zustande.

Und diese wiederum sind das Ergebnis der Einschätzungen und der daraus resultierenden Handels-Entscheidungen der Marktteilnehmer – nicht mehr, nicht weniger!

Somit schlagen sich sämtliche Gründe für eine Bewegung im Kursverlauf eines Marktes nieder.

Wichtiger als eine Begründung ist eine Einschätzung

In meiner Analyse vom 29. September hatte ich bezüglich des Aufwärts-Potenzials beim Ölpreis die gleiche Meinung wie Goldman Sachs vertreten:

„Goldman Sachs-Analysten räumten in einer ersten Analyse dem Ölpreis ein Steigerungs-Potenzial von 7 – 10 USD ein. Wenn wir diesen Wert auf den Ölpreis von 46 USD am Dienstag-Abend aufschlagen, enden wir bei 53 USD – 56 USD je Barrel.

Das passt! Denn im Chart sehen Sie, dass bei genau 55 USD ein langfristiger Widerstand liegt. Ich sehe daher auch weiterhin wenig Aufwärts-Spielraum für den Ölpreis.“

Allerdings hatte ich Ihnen auch noch meine darüber hinausgehende Einschätzung mitgeteilt:

„Wahrscheinlich dürfte ein anhaltendes Pendeln zwischen dem genannten Widerstand und der Unterstützung um 42 USD sein. Denkbar ist auch eine Seitwärts-Bewegung zwischen einer weiteren Unterstützung bei 46 USD und 55 USD.“

Im nachfolgenden Chart finden Sie meine Prognosen weitgehend bestätigt:

brent-crude-oil-future-07-11-2016

Brent Crude Oil-Future: Seitwärts-Bewegung bleibt bestehen!

Fazit und Empfehlung

Auf der Oberseite war am 10. Oktober bei exakt 53,73 USD je Barrel für den Brent Crude Oil-Future „Ende der Fahnenstange“.

Die Marke von 55,00 USD wurde, wie schon beim Versuch im Juni, nicht einmal annähernd erreicht.

Am Freitag markierte der Ölpreis sein Tagestief bei 45,08 USD – das war exakt 1 US-Cent weniger, als beim Tief vom 20. September.

Insofern scheint sich nun bei 45,00 USD eine gute Unterstützung zu formieren. In der Tat könnte die jüngste „Talfahrt“ des Ölpreises also nun zum Erliegen gekommen sein.

Der Unterschied ist indes:

Während die Medien darauf zum Wochen-Auftakt lediglich „spekulieren“, hatte ich Ihnen aufgrund meiner Analyse diese Entwicklung schon vor 6 ½ Wochen vorausgesagt – und das ausschließlich mit Hilfe der Charttechnik.

Ergo: Analysieren ist besser, als die eigene Zeit für das Lesen einer hanebüchenen Erklärung zu verschwenden!

7. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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