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Ölpreis: Kein Preisanstieg in Sicht

Ein sollte es ein Befreiungsschlag werden – doch es endete im Desaster. Gestern haben sich die beiden wichtigen Ölförderländer Saudi-Arabien und Russland zusammengesetzt, um über Kürzungen der Ölproduktion zu beraten. Das Ergebnis ist enttäuschend. So soll die Produktion auf dem Niveau von Januar 2016 eingefroren werden.

Auf den ersten Blick hört sich das positiv an, denn so wird wohl vermieden, dass die Produktion weiter ausgebaut wird. Doch eins muss Ihnen dabei klar sein: Im Januar 2016 lag die Produktion so hoch wie noch nie. Trotz des niedrigen Preisniveaus wird derzeit gefördert was geht. Die Motivation dahinter ist von Land zu Land verschieden.

Nehmen wir nur die beiden Länder, die dort in Doha zusammen gesessen haben. Saudi-Arabien fördert massiv weiter Öl, weil es fürchtet, ansonsten Marktanteile auf dem Weltmarkt zu verlieren.


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Russland hingegen fördert so viel Öl wie möglich, weil es schlicht und einfach auf die Einnahmen aus dem Ölhandel angewiesen ist. Das Land steht gleich von zwei Seiten unter Druck. Denn der niedrige Ölpreis drückt die Einnahmen. Gleichzeitig schwächen auch die westlichen Sanktionen die russische Wirtschaft.

OPEC existiert noch – hat aber immer weniger Einfluss auf den Weltmarkt

Daher war es wohl jetzt auch so, dass keine der beiden Seiten bereit war, Produktionskürzungen zuzustimmen. Doch solange die Ölschwemme auf dem Markt anhält, solange wird es auch nichts mit steigenden Preisen. Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr, wie wenig Macht mittlerweile das ehemalige Ökartell OPEC hat. Faktisch existiert es noch. Doch die Einflussmöglichkeiten der großen ölexportierenden Länder sind mittlerweile deutlich gesunken.

Tatsächlich haben es die OPEC-Länder nicht geschafft, innerhalb der vergangenen Monate sich auf eine einheitliche fördert Drosselung zu einigen. Mittlerweile sind auch zu viele andere Länder am Weltmarkt mit aktiv. Das neueste Beispiel ist hier Iran.

Nach der Aufhebung der westlichen Sanktionen freut sich Iran überhaupt erst einmal wieder am Weltmarkt für Öl teilnehmen zu können. Erst vor wenigen Tagen erfolgte der erste offizielle Verkauf von Öl aus dem Iran. Dem Land wird es zunächst einmal um den Ausbau der Produktion gehen und weniger um Drosselung.

Insofern spielt auf dem Weltmarkt für Öl die unterschiedliche Ausrichtung der Ölförderländer eine wichtige Rolle. Solange es aber nicht zu einer einheitlichen Kürzung der Produktion kommt, werden wir wohl auch weiterhin niedrige Ölpreise haben.

Das ist positiv für uns als Autofahrer, aber wirtschaftlich gesehen insgesamt negativ, denn die Förderländer können solche Mindereinnahmen auch nur einen bestimmten Zeitraum aushalten.

17. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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