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Ölpreis-Steigerung eskaliert

Wenn Sie Autofahrer sind und jüngst an die Zapfsäulen fuhren, um zu tanken, dann dürfte Ihnen der Schreck in die Glieder gefahren sein.

Mit durchschnittlich 1,682 pro Liter ist Superbenzin (laut www.benzinpreis.de) so teuer wie nie zuvor.

Allein in den letzten 3 Wochen hat sich der Literpreis um 11 Cent verteuert. Das entspricht einer Preissteigerung um +7%.

Für eine Tankfüllung von 40 Litern, für die Sie am 1. Februar noch 62,88 Euro bezahlt haben, legen Sie aktuell 67,28 Euro auf den Tisch.

Der Preis-Anstieg beim Benzin ist nur der augenscheinliche Indikator, den wir als Autofahrer tagtäglich vor Augen gehalten bekommen. Er folgt im Wesentlichen dem Ölpreis.


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Und der ist ebenfalls kräftig gestiegen: Vom Tief bei 102,37 USD am 19. Dezember 2011 kletterte der Future für die Sorte Brent Crude Oil auf 113,90 USD pro Barrel (=Fass=159 Liter) Ende Januar. Seither ist er weiter gestiegen und erreichte gestern ein neues Jahreshoch bei 121,15 USD. 

Die beiden Preistreiber beim Öl

Dabei gibt es vor allem 2 große Einflussfaktoren: Die Flutung der Finanzmärkte mit Liquidität durch die Notenbanken, die bereits seit Weihnachten preistreibend war. Seit Ende Januar wirkt das von der Europäischen Union verabschiedete Öl-Embargo für den Iran zusätzlich auf den Ölpreis ein.

Mit diesem ab dem 1. Juli 2012 in Kraft tretenden Embargo soll der Iran im eskalierenden Atomstreit zum Einlenken bewegt werden. Der Iran antwortete am Wochenende mit einem sofortigen Öl-Lieferstopp für Großbritannien und Frankreich.

Mitte letzter Woche hatte es bereits Medienberichte über einen möglichen Stop der iranischen Öl-Lieferungen an 6 EU-Staaten (Niederlande, Griechenland, Portugal, Italien, Frankreich und Spanien) gegeben. Gut möglich, dass trotz Dementi seitens des Iran diese Pläne doch noch irgendwie umgesetzt werden.

Klare Kaufsignale beim Ölpreis

In meinem Börsendienst Momentum Trader schrieb ich meinen Lesern gestern zu diesem Thema:

„Wenn Sie auf den Chart des Brent-Oil Index schauen, den ich auch als Markteinflussfaktor im Momentum Trader Markt-Barometer beobachte, dann ist die Preisentwicklung mehr als bedenklich.

Mit fast 120 USD pro Fass notiert der Preis für Brent Oil nur noch rund 5 USD unter dem Vorjahreshoch und ist von dem im Juli 2008 erreichten Allzeithoch bei 145,65 USD (pinkfarbene Linien) nur noch 25 USD entfernt. Der Unterschied: Im Sommer 2008 bezahlten wir für den Liter Superbenzin für wenige Wochen bis zu 1,518 Euro (Durch­schnittswert).

Der Preisrutsch auf zeitweise unter 1,20 Euro pro Liter wirkte ab Anfang 2009 wie eine zusätzliche Konjunkturspritze. Dauerhafte Preise über 1,60 Euro pro Liter dürften daher jetzt wie eine Konjunkturbremse wirken.

Damit wird deutlich, welch hohem Risiko die Weltgemeinschaft durch die Liquiditäts-Überflutung der Notenbanken ausgesetzt wird … Durch externe Ereignisse wie den Lieferstopp des Iran oder möglicherweise sogar eine kriegerische Eskalation könnte der Ölpreis nun regelrecht explodieren.

Das kann die sich scheinbar gerade wieder stabilisierende Weltkonjunktur ganz und gar nicht gebrauchen. Und die ohnehin von der Schuldenkrise gebeutelten Euro-Länder erst recht nicht.

Der Entwicklung des Ölpreises muss daher in den kommenden Wochen ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt ohne Atempause ansteigenden Aktienmärkte.“

Meinen Lesern habe ich daher gestern einen ETF zum Kauf empfohlen, mit dem Sie von dem zu erwartenden Preisanstieg beim Öl profitieren.

21. Februar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.