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Ölpreisentwicklung: Hier die Gewinner und Verlierer

Starke Konjunkturdaten aus China haben den deutschen Leitindex DAX heute in den ersten Handelsstunden kräftig nach oben getrieben. Das Tageshoch lag bei rund 10.150 Punkten. Der sinkende Ölpreis und die schwache Eröffnung an den US-Börsen löschten dann jedoch das Plus aus. Am Ende notierte der DAX erneut unter der Marke von 10.000 Punkten.

Da die China-Karte heute nicht zog (dafür waren die Daten aus China zu gut), brachten die Bären (Börsen-Pessimisten) die Öl-Karte ins Spiel. Ein Negativ-Joker zieht im Januar 2016 immer.

Erstmals seit 12 Jahren ist der Ölpreis am gestrigen Dienstag kurzzeitig unter die Marke von 30 US-Dollar je Barrel (= 159 Liter) gefallen. Damit erleben wir aktuell ein Preisniveau, das wir nicht einmal im Zuge der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 erlebt haben.

Grund genug, Ihnen hier im „Schlussgong“ über die Entwicklung des Ölpreises und die Folgen des Ölpreisverfalls zu berichten.

Wer vom billigen Öl profitiert

Für viele deutsche Unternehmen und Konsumenten ist die Entwicklung des Ölpreises ein Grund zum Jubeln. Darunter fallen beispielsweise die Autofahrer, die weniger Geld für Sprit bezahlen müssen. Zu den Profiteuren des billigen Öls zählen aber auch zahlreiche Unternehmen, die aufgrund des Ölpreisverfalls günstiger produzieren können.


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Doch wo es Gewinner gibt, finden sich in der Regel auch Verlierer. Und diesen Verlierern möchte ich mich jetzt widmen.

Die Verlierer des Ölpreisverfalls

Zu den größten Verlierern des Ölpreisverfalls zählen die Ölförderländer, deren Staatsfinanzen zu einem großen Teil von Einnahmen aus dem Ölgeschäft abhängen. Das betrifft beispielsweise Länder wie Saudi-Arabien, Iran, Russland, Nigeria oder Venezuela.

Die genannten Länder brauchen für einen ausgeglichenen Haushalt zum Teil einen Ölpreis von rund 100 US-Dollar je Barrel. Daran können Sie sehr gut und einfach abschätzen, wie es aktuell um die Staatshaushalte einiger Ölförderländer bestellt ist. Nach Angaben der britischen Wirtschaftszeitung „Financial Times“ muss beispielsweise Russland die Staatsausgaben aufgrund des niedrigen Ölpreises um 10% kürzen.

Saudi-Arabien musste sich nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im zurückliegenden Jahr 2015 mit rund 20% seiner Wirtschaftsleistung verschulden, um die weggebrochenen Einnahmen aus dem Öl-Verkauf zu kompensieren – und im laufenden Jahr könnte es noch schlimmer kommen.

Weiterhin zählt die Fracking-Industrie zu den großen Verlierern des niedrigen Ölpreises. Beim sogenannten Fracking werden Öl und Schiefergas mit einer speziellen und teilweise umstrittenen Methode gefördert. Führend in diesem Bereich sind die USA, die mit der Öl-Förderung mittels der Fracking-Technologie auch zu einer Erhöhung des Öl-Angebots und damit auch zu sinkenden Ölpreisen beigetragen haben.

Die meisten Fracking-Unternehmen brauchen einen Ölpreis von mindestens 50 bis 70 US-Dollar, um dauerhaft überleben zu können. Daher spricht vieles dafür, dass Saudi-Arabien den Ölpreis aktuell mit Hilfe einer hohen Fördermenge niedrig hält, um die amerikanische Fracking-Konkurrenz zu schwächen und zumindest teilweise zu beseitigen.

Ob diese Rechnung am Ende aufgehen kann, wird sich zeigen – ich jedenfalls bin da eher skeptisch.

Wie es weitergehen könnte

Die Frage, wie sich der Ölpreis kurzfristig – also auf Sicht einiger Wochen oder Monate – weiterentwickeln wird, kann ich Ihnen nicht beantworten. Inzwischen gibt es sogar einige Analysten, die einen Ölpreis von 10 US-Dollar je Barrel voraussagen.

Auf Sicht von 2 bis 3 Jahren rechne ich jedoch damit, dass sich der Ölpreis wieder auf ein Niveau von 60 bis 70 US-Dollar zubewegen wird. Ich werde Sie hier im „Schlussgong“ über die aktuellen Entwicklungen informieren.

Mittelfristig sind Öl-Investments daher sehr spannend, aber zunächst sollten Sie eine Bodenbildung und eine erste Preis-Erholung abwarten. Solange sollten Sie neue Öl-Investments meiden.

13. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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