Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Ölpreissturz und Franken-Schock: Krisen kommen und gehen

Der deutsche Leitindex DAX hat sich heute bei 9.500 Punkten stabilisiert.

Noch immer regiert jedoch die Angst; die Angst vor einer China-Krise und die Angst vor den Folgen des Ölpreis-Sturzes.

In der aktuellen Situation werden wieder 2 typische Krisenmeinungen sichtbar:

1) Die aktuelle Krise ist schlimmer als frühere Krisen und

2) Früher war ohnehin alles besser.

So ist das mit den Medien

In den vergangenen Tagen ging es in der Börsen-Berichterstattung vorrangig um den Ölpreis-Verfall der vergangenen Wochen und Monate und darum, dass dieser aktuell einer der wesentlichen Gründe dafür sein soll, dass sich die weltweiten Börsen zuletzt auf Talfahrt befanden.

Mit anderen Worten: Derzeit bestimmt der Ölpreis-Schock oder die Ölpreis-Krise – je nachdem, welche Medien Sie verfolgen – die mediale Berichterstattung rund um das Thema Börse.

Denn: Der Ölpreis notiert erstmals seit Ende 2003 wieder unterhalb der Marke von 30 US-Dollar je Barrel. (Das ist ein Fass mit einem Volumen von 159 l.)


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Was das mit dem Franken-Schock zu tun hat? – Ganz einfach:

Genauso wie heute kaum noch jemand über den Franken-Schock spricht, der vor fast genau 1 Jahr die Börsen erschütterte (innerhalb von Minuten 2-stellige Kursverluste an der Schweizer Börse!), wird es in einigen Jahren auch mit dem Ölpreis-Schock oder der China-Angst sein.

Einige von Ihnen werden sich jetzt womöglich sogar fragen, was es mit dem Franken-Schock auf sich hatte.

Daher zunächst eine kurze Rückblende. Danach werde ich Ihnen aufzeigen, was sich seit dem Franken-Schock im vergangenen Jahr getan hat.

Hintergründe zum Franken-Schock

Bis Januar 2015 hat die Schweizer Notenbank (SNB) den Schweizer Franken im Verhältnis zum Euro künstlich nach unten gedrückt und so eine Aufwertung verhindert.

Konkret: Die SNB zurrte den Wechselkurs bei 1,20 Franken je € fest und hob diese Regelung völlig unerwartet am 15. Januar des vergangenen Jahres auf.

Es folgte ein sprunghafter Anstieg des Franken im Verhältnis zum Euro. Das war ein Schock für die Märkte und löste ein Schlachtfest an der Schweizer Börse aus.

Doch warum hatte die Schweizer Notenbank den Franken künstlich gedrückt? Sie wollte dadurch unter anderem die Schweizer Export-Wirtschaft und die Tourismus-Branche schützen.

Denn: Je stärker der Franken im Vergleich zum Euro, desto teurer werden Schweizer Waren und Dienstleistungen in der Euro-Zone.

Zudem verteuert der starke Franken seitdem den Urlaub in der Schweiz für diejenigen, die von außerhalb kommen.

Die Folgen des Franken-Schocks

Nachdem die SNB die Koppelung des Franken an den Euro (maximal 1,20 Franken je €) im Januar 2015 überraschend und von heute auf morgen aufgegeben hatte, legte der Frankenkurs zeitweise um bis zu 40% zu.

Der Franken wertete also um bis zu 40% auf im Vergleich zum Euro. Damit hat der Franken-Schock kurzfristig für erhebliche Turbulenzen an den weltweiten Börsen gesorgt.

Längerfristig (also auf Sicht der vergangenen 12 Monate) hat die Entkoppelung von Franken und Euro allerdings relativ geringe Spuren hinterlassen.

Denn der Franken hat in der Folge einen großen Teil dessen, was er unmittelbar nach der Entkoppelung zugelegt hat, wieder abgegeben.

Derzeit ist der Franken nur noch rund 10% mehr wert als vor der überraschenden Maßnahme der SNB vor einem Jahr, die als Franken-Schock die Schlagzeilen bestimmte.

Der Ölpreis-Schock wird ebenfalls bald seinen Schrecken verloren haben

Ähnlich wie der Franken-Schock, wird auch der aktuelle Ölpreis-Schock schon bald (zumindest einen Großteil) seines Schreckens verloren haben.

Ich gehe davon aus, dass in 1 bis 2 Jahren der Ölpreis-Schock in genauso weite Ferne gerückt sein wird wie der Franken-Schock aktuell – 1 Jahr nach dem Ausbruch.

Der Ölpreis wird wieder zulegen. Sie sollten mögliche negative Folgen des stark gefallenen Ölpreises daher nicht überbewerten und sich stattdessen über die aktuell positiven Folgen (beispielsweise den billigen Sprit) freuen.

18. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Rolf Morrien. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt