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Übernahmewelle via Ölpreisverfall: Schlumberger mit Milliarden-Deal

Wenn Sie Investitionen in der Öl- und Gas-Branche getätigt haben, dann liegen Sie wahrscheinlich aktuell mit der Anlage im Minus. Die Kurse der großen Öl-Multis notieren allesamt auf einem Mehrjahrestief.

Die Aktie von Royal Dutch Shell ist vom Jahreshoch 37% zurückgekommen, die von BP 33% und die von ExxonMobile 31%. In der Ölfeld-Ausrüsterbranche knirscht es ebenfalls. Der starke Preisverfall des „Schwarzen Goldes“ sorgt natürlich für einen gehörigen Nachfrage-Dämpfer.

Stehen die Margen unter Druck, dann kommt es immer zu einer Marktbereinigung. Einige Unternehmen mit besonders ungünstigen Kostenstrukturen fallen heraus, andere schließen sich zusammen und wieder andere werden von größeren, finanzstarken Spielern geschluckt.

Warten auf die Konsolidierung könnte ein Ende haben

Seit Monaten wird daher auf eine Konsolidierung gewartet. Vereinzelt gab es schon Milliarden-Deals, doch eine große Übernahme-Welle blieb bisher aus.

Das wundert ein wenig, denn gerade die US-amerikanischen Schieferöl-Unternehmen stehen aufgrund vergleichsweise hoher Produktionskosten, Exportbeschränkungen und ungünstiger Ölpreis-Prognosen unter Druck.


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Doch so langsam deutet sich eine Übernahme-Welle in der Öl- und Gas-Branche an. Nach der BG Group-Übernahme durch Shell im Volumen von 70 Mrd. Dollar, folgt heute ein weiterer Deal jenseits der 10 Mrd. Dollar-Grenze: Der US-Ölfeld-Ausrüster Schlumberger sichert sich für 15 Mrd. Dollar den Branchen-Kollegen Cameron.

Schlumberger schließt zu Marktführer Halliburton auf

Von der Übernahme verspricht sich Schlumberger in erster Linie eine Steigerung der Effizienz. Gleich 900 Mio. Dollar Synergien soll die Übernahme nach nur 2 Jahren abgeworfen haben.

In verschiedenen Bereichen wird Schlumberger Marktführer und insgesamt die neue Nummer 2 hinter Halliburton, die sich im Vorjahr für 35 Mrd. Dollar Baker Hughes schnappten. Schlumberger-Vorsitzender Paal Kibsgaard hofft, dass der Markt die größere Innovationskraft und die höhere Effizienz würdigt, damit die Aktie besser abschneidet als der Markt.

Noch ist der Deal jedoch nicht durch. Wie immer nach Deal-Ankündigung fehlt noch die Zustimmung der Aktionäre und der Wettbewerbsbehörde.

56% Übernahme-Prämie für Cameron-Aktionäre

Es wird erwartet, dass der Deal problemlos über die Bühne geht. Große Zustimmung zum Übernahme-Plan wird es voraussichtlich von den Aktionären des Übernahme-Kandidaten geben.

Kein Wunder, denn die Prämie auf den gestrigen Schlusskurs beträgt 56,3%. Schlumberger bietet 14,44 Dollar Cash und 0,716 Aktien je Cameron-Anteilsschein.

Der rechnerische Gegenwert beläuft sich auf 66,36 Dollar je Aktie. Während unter den Cameron-Aktionären die Sektkorken knallen, sind die Schlumberger-Aktionäre noch nicht vollends vom Mehrwert des Deals überzeugt.

Trotz guter Marktstimmung und steigendem Ölpreis notiert das Papier vorbörslich 5% im Minus.

Im Übernahme-Geschäft können aus Verlusten über Nacht Gewinne werden

Die Übernahme gibt den Aktionären Hoffnung, die aktuell aufgrund der Ölpreisschwäche mit Öl- und Gas-Investments im Minus liegen. Cameron-Aktien verloren seit Mitte August fast 20%. Seit Herbst 2014 sogar gut 40%.

Jetzt ist dank der Übernahme aus dem deutlichen Minus doch noch ein Gewinn geworden. Und es ist zu erwarten, dass es in diesem und im nächsten Quartal noch deutlich mehr Deals in der Branche geben wird. Gut möglich, dass auch Sie positiv überrascht werden und Ihr Buchverlust über Nacht zu einem Gewinn wird.

26. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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