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Optionspreis der Puts explodiert: Ihr Erfolg am fallenden DAX

Der DAX hat seine Korrektur eingeleitet. Wenn sich mit der aktuellen Korrektur ein neuer Abwärtstrend etabliert, werden die Optionspreis von Put Optionen überproportional zulegen. Denn diese Optionspreise steigen dann aus zwei Gründen:

1. Optionspreis von Puts steigt, weil die Märkte fallen

Dieser erste Grund ist klar: Put Optionen legen im Optionspreis zu, wenn der zugrunde liegende Basiswert im Kurs fällt.

2. Optionspreis von Puts steit, weil die Unsicherheit zunimmt

Der 2. Grund, dass Optionspreise bei Puts steigen, wenn der Basiswert im Kurs fällt, ist nicht so offensichtlich. Der Grund ist mit der impliziten Volatilität begründet. Diese steigt, wenn die Unsicherheit der Anleger zunimmt.

Denn die Unsicherheit der Anleger nimmt bei fallenden Kursen stark zu. Und so kommt es dann zu steigenden Optionspreisen:

Optionspreise und implizite Volatilität

Jeder Optionspreis beinhaltet immer die Addition aus innerem Wert plus Zeitwert einer Option.

Ist eine Option „aus dem Geld“ (der Basispreis des Calls liegt über, beziehungsweise der Basispreis des Puts liegt unter dem Kurs des Basiswertes), ist der ganze Optionspreis reiner Zeitwert.

Zeitwert

Der Zeitwert bemisst sich nach den Chancen, die die Anleger einer Option bis zu ihrer Fälligkeit beimessen. Schwankt ein Basiswert stark, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Option in den Gewinn läuft, als wenn der Basiswert relativ schwankungsarm ist.

Durch die größeren Gewinnchancen werden Optionen teurer. Die erwartete Schwankungsbreite (Volatilität) wird bei Optionen durch real gehandelte Call und Put Optionen an den Terminbörsen errechnet und als „implizite Volatilität“ angegeben.

Typisch ist, dass Kurse sehr dynamisch fallen bis hin zum Crash, aber nur relativ langsam, dafür stetig steigen. Also nimmt die Schwankungsbreite bei fallenden Kursen zu.


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Damit erhöht sich die Unsicherheit der Anleger. Die implizite Volatilität nimmt zu. Der Optionspreis legt ebenfalls deutlich zu, alleine weil die implizite Volatilität höher geworden ist.

Beispielrechnung: Optionspreise und implizite Volatilität

Eine Beispielrechnung (Stand 25.01.2010) verdeutlicht das. Ich nehme dafür einen Put auf den DAX mit dieser Ausstattung:

DAX – Put – Dez.10 – 4.000 Punkte

DAX: 5650 Punkte

Implizite Volatilität: 33%

Optionspreis: 90 Euro

DAX: 5650 Punkte

Implizite Volatilität: 40%

Optionspreis: 160 Euro

Ich habe in den beiden Rechnungen lediglich den Wert der impliziten Volatilität verändert. Der Optionspreis hat aber rund 77% zugelegt.

Put Optionen mit doppelter Gewinnchance, wenn DAX weiter fällt

Die o.a. Beispielsrechnung macht deutlich, dass eine Put Option doppelt zulegt, wenn der Basiswert im Kurs fällt und gleichzeitig die implizite Volatilität steigt. Und das Steigen der impliziten Volatilität ist typisch bei fallenden Märkten.

Entscheidender Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen

Bei Optionen wird die implizite Volatilität anhand realer Umsätze von Put Optionen und Call Optionen von Terminbörsen berechnet.

Bei Optionsscheinen (von Emittenten herausgegeben) wird die implizite Volatilität seitens der emittierenden Bank willkürlich festgelegt. Die o.a. Rechnung zeigt, dass jeder Emittent die Kurse von Optionsscheinen manipulieren kann, wie er will.

Das ist ein absolutes K.o.-Kriterium für Optionsscheine. Und es ist ein unschlagbares Argument für Optionen.

Zum guten Schluss

Am 25.01.1903, also heute vor 107 Jahren, kam der britische Schriftsteller George Orwell zur Welt. In seinem düsteren Zukunftsroman 1984 beschreibt er die totale Überwachung durch den Staat. Hätte er die Datensammlungswut der heutigen Regierenden und auch Nacktscanner beschrieben, wäre er wohl ausgelacht worden.

Aber immerhin gilt heute bei uns auch Artikel 5 des Grundgesetzes:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. . . . Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

Herzliche Grüße vom als „Künstler“ anerkannten freien Autor

25. Januar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.