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Oracle-Aktie: SAP-Rivale meldet Milliarden-Deal

Der Kampf der beiden Erzrivalen SAP und dem US-Konzern Oracle geht in die nächste Runde. Mit einem milliardenschweren Zukauf will sich Oracle im sogenannten Cloud-Geschäft deutlich verstärken.

Das Geschäft, bei dem Daten und Dienste ins Internet verlagert werden, glänzt mit hohen Wachstumsraten und trieb auch zuletzt die Gewinne von dem Internet-Riesen Amazon spürbar an.

Der Aktienkurs reagierte auf die Meldung allerdings mit leichten Kursverlusten.

Oracle setzt auf Pionier der Cloud-Geschäfte

Mit dem geplanten Zukauf setzt Oracle auf einen der Pioniere im aussichtsreichen Cloud-Geschäf.

Netsuite wurde 1998 in San Mateo, Kalifornien, gegründet und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 741 Mio. Dollar. Gewinne konnte der Konzern bislang aber noch keine erzielen.

Unterm Strich fiel zuletzt sogar ein Verlust von 124,7 Mio. Dollar an. Dennoch scheint der Zukauf dem SAP-Rivalen einiges Wert zu sein. Immerhin legt Oracle eine Offerte von 9,3 Mrd. Dollar auf den Tisch.


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Firmen-Chef Larry Ellison profitiert in jedem Fall

Ein Blick in die Details der Übernahme-Pläne zeigt aber auch eine gewisse Brisanz des Deals. Denn der Firmen-Chef und Oracle-Gründer Larry Ellison ist zugleich größter Anteilseigner an Netsuite.

Über Firmen von ihm und seiner Familie gehören ihm 40% an dem Cloud-Unternehmen. Chef des 1998 gegründeten Netsuite ist zudem der ehemalige Oracle-Topmanager Zach Nelson.

Cloud-Geschäft soll es richten

Aber natürlich hat Firmen-Chef Ellison auch gute strategische Gründe für den Deal. Mit dem Deal will er das Cloud-Geschäft von Oracle ankurbeln.

Wie aus den jüngsten Quartals-Zahlen des Software-Herstellers hervorgeht, ist der Anteil des Cloud-Umsatzes am Gesamt-Umsatz mit 6% bislang noch sehr klein.

Da kommt Oracle Netsuite gerade recht. Denn der Konzern bietet sogenannte ERP- und CRM-Lösungen im „as-a-Service“-Modell an (Miete über die Cloud) und gilt als einer der Pioniere im Cloud-Geschäft.

Der Umsatz des in Kalifornien ansässigen Konzerns kletterte im letzten Geschäftsjahr immerhin um 33%. Gemäß dem Nachrichtendienst Bloomberg zählt der Software-Anbieter über 30.000 Kunden, ein Großteil davon sind kleine und mittlere Unternehmen.

Umsatz im Traditions-Geschäft schwächelt

Ein Blick in die jüngsten Quartals-Zahlen des Software-Giganten zeigt Ihnen dann auch, wo der Schuh drückt. So sank der Umsatz im vergangenen Quartal um 1% auf knapp 10,6 Mrd. Dollar.

Während die Erlöse mit Internet-Software-Diensten um 49% auf 859 Mio. Dollar kletterten, zeigte sich das Traditions-Geschäft schwach.

Die Einnahmen im immer noch dominierenden Geschäft mit Software-Lizenzen gingen nämlich um 12% auf 2,76 Mrd. Dollar zurück. Auch die Erlöse aus dem Verkauf von Hardware sanken um 11% auf 725 Mio. Dollar.

Hohe, aber rückläufige Gewinn-Margen

Unterm Strich erzielte Oracle trotz schwächelndem Kerngeschäft zuletzt einen Jahres-Gewinn von 8,9 Mrd. Dollar. Damit erreichte der Software-Konzern immer noch eine Gewinnspanne von 24%.

Dies liegt zwar unter dem Vorjahres-Niveau von 26% und auch unter den Höchstwerten aus dem Jahr 2013 (29,38%), ist aber immer noch ein äußerst komfortables Niveau für ein Software-Unternehmen.

Für das nächste Geschäftsjahr rechnen die Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 3,02 Dollar. Damit ergibt sich auf dem aktuellen Kursniveau ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,6.

1. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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