Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Oracle: Warum gut eben nicht gut genug ist

Manchmal ist gut eben nicht gut genug. Das mussten jetzt die Anleger des Software-Spezialisten Oracle einmal mehr erfahren.

Denn die Papiere des Technologie-Konzerns rutschten nach den jüngsten Quartals-Zahlen mit fast 5% ins Minus.

Damit sind die Kursgewinne der vergangenen 12 Monate wieder auf nur noch 6% zusammengeschmolzen.

Geschäft mit der Wolke boomt

Dabei sahen die Zahlen z. T. sogar richtig gut aus. Denn die Umsätze der Geschäfts-Sparte mit dem Angebot von IT-Diensten und Speicherplatz im Internet (Cloud) explodierten regelrecht um 59% auf immerhin 969 Mio. Dollar

Damit trägt das Geschäft mit der Wolke jetzt über 11% zu den Gesamterlösen von 8,6 Mrd. Dollar bei.

Kerngeschäft mit Software-Lizenzen hinkt hinterher

Warum den Anlegern die Zahlen dennoch nicht wirklich schmeckten, zeigt Ihnen der Blick auf die wichtigste Einnahme-Quelle von Oracle.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Bislang verdient die Technologie-Ikone nämlich mit ihrer Software, die Kunden in ihren eigenen Rechenzentren einsetzen, das meiste Geld.

Hier lagen die Umsätze aber wie schon im Vorjahres-Zeitraum bei 5,822 Mrd. Dollar. In der Sparte mit Hardware musste Oracle sogar einen Umsatzschwund ausweisen – hier gingen die Erlöse um 12% auf 996 Mio. Dollar zurück.

Unter dem Strich nur minimales Wachstum

Wenn Sie alle Sparten zusammenzählen, dann kommt Oracle auf ein schmales Umsatzplus von gerade einmal 1,7% auf 8,6 Mrd. Dollar.

Ein Teil der schwachen Entwicklung geht laut Konzern-Führung auf das Konto der starken Heimat-Währung zurück. Der starke Dollar hat den Umsatz in einigen Bereichen offenbar um bis zu 3% geschmälert.

Beim Netto-Gewinn konnte der Software-Konzern hingegen um 4,6% auf 1,8 Mrd. Dollar zulegen. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,55 Dollar und einer Gewinn-Spanne von knapp 21%.

Damit konnte das Unternehmen dennoch nicht an die Erwartungen der Analysten herankommen. Diese waren im Vorfeld von einem Ergebnis je Anteilsschein von 0,58 Dollar ausgegangen.

Wettbewerb in der Cloud ist groß

Zukünftiges Wachstum erhofft sich Oracle durch mehr Geschäft mit Dienstleistungen in der sogenannten Cloud. Firmengründer Larry Ellison erwartet hier zukünftig einen neuen Wachstumsschub.

Erst im Sommer hat der Software-Spezialist auch mit Zukäufen in dem Bereich zugeschlagen und sich für 9,3 Mrd. Dollar den Cloud-Pionier NetSuite einverleibt.

Dass es sich bei dem Cloud-Geschäft dennoch um keinen Selbstläufer handelt, zeigt Ihnen die Konkurrenz-Situation. Neben dem Marktführer Amazon haben sich auch bereits andere Technologie-Größen wie Microsoft, Google und IBM positioniert.

Traditions-Konzern auf der Suche nach Wachstum

Somit trifft Oracle das gleiche Schicksal wie viele der großen Technologie-Konzerne, die an ihre Wachstums-Größen stoßen. Denn die Zeiten der nahezu unbegrenzten Zuwächse sind vorerst vorbei.

Für Sie zum Vergleich: Alleine von 2002 bis 2014 kletterten die Jahres-Erlöse von 9,6 Mrd. Dollar auf beeindruckende 38,2 Mrd. Dollar. Auch die Gewinn-Marge lag im Jahr 2014 mit 28,62% nahe des bisherigen Rekord-Niveaus.

Doch seither stockt es im Getriebe: Sinkende Erlöse und schwächere Margen sind an der Tagesordnung. Jetzt bleibt es spannend zu sehen, wie schnell Oracle die Transformation gelingt.

Die Analysten sind bislang noch optimistisch und rechnen mit einem Gewinn-Anstieg auf 3 Dollar je Aktie im nächsten Jahr.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)von gerade einmal 13 zeigt Ihnen, dass zumindest die Anleger dem Braten noch nicht recht trauen.

19. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Rene König. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt