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Paukenschlag bei Nordex: Der Kapitän geht von Bord

Der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex sorgte gestern Abend nach Börsenschluss für einen Paukenschlag: Das TecDax-Unternehmen teilte mit, dass der noch amtierende Nordex-Chef, Jürgen Zeschky, zum Monatsende aus dem Unternehmen ausscheiden wird.

Ursache für den Rückzug von Zeschky, der freiwillig seinen Hut nimmt, sollen persönliche Gründe sein. Ein Nachfolger ist mit dem bisherigen Vertriebsvorstand Lars Bondo Krogsgaard auch schon gefunden.

An der Börse sorgte die Meldung des Zeschky-Rücktritts nicht gerade für Begeisterungsstürme. Die Nordex-Aktie verlor heute an Wert und fand sich im unteren Drittel des TecDax wieder.


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Übernahmegerüchte im März diesen Jahres

Für Schlagzeilen sorgten das Unternehmen Nordex und der Noch-Chef Zeschky auch schon vor einigen Wochen – damals allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang. Im März diesen Jahres kamen plötzlich Übernahmegerüchte um Nordex auf.

“Die Übernahmespekulationen begleiten die Firma von Beginn an. Aber wir fühlen uns auch sehr wohl allein”, sagte Nordex-Chef Jürgen Zeschky jedoch einige Zeit später in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag und beendete damit die Übernahmespekulationen.

Allerdings erteilte er den Gerüchten damals auch nur halbherzig eine Absage. Grundsätzlich wolle man nichts ausschließen, wenn es operativ Sinn mache, aber “es ist nicht so, dass wir auf der Suche wären”, sagte Zeschky ebenfalls im Interview mit Euro am Sonntag.

Die Vorgeschichte: Ende März des laufenden Jahres waren entsprechende Gerüchte aufgekommen, nachdem Zeschky sich generell offen für eine Übernahme gezeigt hatte. Die Übernahmegerüchte sorgten dafür, dass die Nordex-Aktie innerhalb kürzester Zeit von rund 18,50 Euro auf etwa 20,50 Euro und damit um knapp 11% nach oben kletterte.

Warum der Zeschky-Weggang schmerzt

Der Weggang des Noch-Chefs Zeschky ist aus verschiedenen Gründen ein herber Schlag für Nordex. Schließlich hatte Zeschky das Ruder 2012 in der Krise übernommen und das Hamburger Unternehmen wieder in die Gewinnzone geführt.

Unter seiner Führung konzentrierte sich Nordex auf das Kerngeschäft mit besonders effizienten Windanlagen. Zu dieser Fokussierung gehörte auch die Maßnahme, dass sich Nordex aus der Installation von sogenannten Offshore-Windparks (Windräder auf hoher See) wegen hohen Kosten und der Unsicherheit bzgl. der Rechtslage zurückzog.

Zudem zog sich Nordex weitgehend aus China und den USA zurück und schloss ganze Werke. Daneben ordnete Zeschky auch die Beziehungen zu Zulieferern und optimierte die Abläufe beim Aufbau der Windanlagen.

Fazit: Es sollte zunächst abgewartet werden, wie es weitergeht

Sie sehen also: Der Mann – also Jürgen Zeschky – ist für das Unternehmen Nordex extrem wichtig. Und jetzt – da er bereits in wenigen Tagen seinen Hut nehmen wird -, sollten potenzielle Interessenten der Nordex-Aktie aus meiner Sicht zunächst einmal abwarten, wie sich das Unternehmen ohne Zeschky weiterentwickeln wird.

21. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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