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Paypal meldet kurz vor Börsengang Milliarden-Offerte

Der amerikanische Online-Bezahldienst Paypal hat gestern nach Börsenschluss die Übernahme des kleineren Konkurrenten Xoom bekannt gegeben. Für 1,1 Mrd. Dollar (890 Mio. Dollar ohne Xooms-Kassenbestand) wechselt der Übernahme-Kandidat voraussichtlich den Besitzer.

Xoom und Paypal sind zwar Konkurrenten, haben aber gemeinsame Wurzeln. Xoom-Mitgründer Kevin Hartz, Manager Keith Rabois und andere Manager starteten ihre Karrieren bei dem größeren Konkurrenten.

Die Übernahme wird daher auch ein Stück weit als „Wiedervereinigung“ erachtet.

Neues Wachstum in den Schwellenländern angepeilt

Paypals Griff nach dem Konkurrenten kommt nur wenige Wochen vor dem Gang an die Börse. Am 17.Juli soll die Abspaltung von eBay perfekt sein.


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Das Online-Bezahl-Unternehmen mit seinen 68 Mio. Kunden hat bereits im Vorfeld eine Expansionsstrategie in Aussicht gestellt. Besonderes Augenmerk galt dabei den Schwellenländern, die dank der guten Langfristperspektive als große Chance erachtet werden.

Xoom passt da genau herein. Zwar ist der Übernahme-Kandidat nur ein Bruchteil so groß wie Paypal, doch hat er eine starke Stellung in den Märkten Indien, China, Brasilien und Mexico.

Expansionsstrategie könnte weitergehen – oder Paypal selbst zum Ziel werden

Für Paypal war Xoom nicht die erste Übernahme dieses Jahres. Erst Anfang April wurde die Übernahme von Paydiant abgeschlossen. Für das Start up, dass sich auf mobiles zahlen konzentriert, legte Paypal 280 Mio. $ auf den Tisch.

Es ist anzunehmen, dass dieser Deal nicht die letzte Paypal-Übernahme ist. Externes Wachstum dürfte auch weiterhin die Expansionsstrategie des Unternehmens begleiten.

Vorausgesetzt paypal wird nicht selbst zum Ziel einer Übernahme. Unter Umständen wird es nur ein kurzes Gastspiel an der Börse – oder ein Börsengang wird sogar noch kurzfristig abgesagt. Spekuliert wird, dass Amazon oder die chinesische Alibaba sich paypal schnappen könnten.

Kurzfrist-Investoren mit hohem Gewinn – Langfrist-Investoren zumindest wieder nahe Null

Der Deal ist für kurzfristige amerikanische Übernahme-Spekulanten sehr lukrativ. Paypal zahlt eine Prämie von rund 22% auf den gestrigen Schlusskurs. Kurz nach Ankündigung des Deals schoss das Papier sogar leicht über den Angebotspreis von 25 $ je Aktie.

Dies signalisiert, dass einige Marktteilnehmer sogar eine Konkurrenz-Offerte wittern. Gut möglich, dass Amazon oder Alibaba etwas gegen die Übernahme haben und selbst zugreifen wollen. Die 1,3 Mio. aktiven US-Kunden sind besonders für Alibaba interessant.

So hoch der Gewinn für kurzfristige Übernahme-Spekulanten ist, so enttäuschend ist das Resultat für mittelfristige Investoren. Wer Ende 2013 über die Xoom-Aktie auf das grundsätzlich sehr attraktive Feld „Online-Bezahlung“ setzte, der hat trotz des Deals noch ein kleines Minus. Die hohen Erwartungen an das Unternehmen wurden nicht erfüllt.

2. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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