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Perrigo nimmt Mylan-Offerte gelassen und kauft weiter zu

Am vergangenen Freitag hat Ihnen der Übernahme-Sensor vom spannenden Übernahme-Kampf um den irischen Generika-Hersteller Perrigo geschrieben. Der Übernahme-Kandidat wird vom US-amerikanischen Rivalen Mylan umworben, der sich mit einer Milliarden-Offerte direkt an die Perrigo-Aktionäre wenden wird.

Perrigo nimmt den ungewollten Vorstoß allerdings gelassen und geht seinerseits einer Übernahme-Strategie nach. Seitdem Mylan Mitte April den ersten ungewollten Vorstoß wagte, übernahm Perrigo bereits die Geschäftsaktivitäten von Pantheon in Mexiko, Teile eines GlaxoSmithKline-/Novartis-Joint Venture und – wie heute bekannt gegeben wurde, den amerikanischen Anbieter für rezeptfreie Arzneimittel „ScarAway“.

Zukäufe mindern die Attraktivität des Übernahme-Kandidaten

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Übernahme-Kandidaten auch selbst zukaufen. Gerade wenn es sich um eine feindliche Offerte handelt, ist es sehr sinnvoll, die Kasse für Zukäufe einzusetzen.


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Größere Zukäufe mindern die Attraktivität von Übernahme-Kandidaten. Denn dann erhält der unliebsame Käufer weniger Bargeld und mehr Integrationsrisiken.

Unter Umständen passt der vom Übernahme-Kandidaten getätigte Zukauf gar nicht zum Geschäft und muss wieder verkauft werden. Sehr große Zukäufe zur Abwehr eines ungewollten Bieters bezeichnet man im Übernahme-Geschäft als „Giftpille“.

Signal an die Perrigo-Aktionäre: Es geht auch ohne Mylan

Es ist also verständlich, dass das Perrigo-Management ausgerechnet jetzt gleich mehrfach zukauft. Auf der einen Seite macht sich das Unternehmen aufgrund der vielen Zukäufe – auch wenn sie nur kleiner sind – weniger attraktiv und auf der anderen Seite wird den Aktionären gezeigt, dass man sehr gut alleine zurecht kommt und Mylan nicht braucht.

Zudem muss berücksichtigt werden, dass es auch nicht hilfreich ist, jetzt das operative Geschäft zu vernachlässigen. Wie ich Ihnen am Freitag geschrieben habe, ist der Ausgang der feindlichen Offerte völlig offen. Wenn sich dann herausstellt, dass die Iren unabhängig bleiben, sind die Chancen von heute und der vergangenen Monate vielleicht weg.

Perrigo will weiter zukaufen

Mit der heutigen Übernahme will Perrigo im wichtigen US-Markt wachsen. Der Übernahme-Kandidat erwirtschaftet zwar nur einen Jahresumsatz von 10 Mio. Dollar (Perrigo erwirtschaftet pro Quartal gut 1 Mrd. Dollar) , sei aber ein weiterer Mosaik-Stein auf dem Weg zu beschleunigtem Wachstum.

Die Übernahme soll sich bereits in diesem Jahr positiv auf das Geschäftsergebnis auswirken. Unternehmenschef Joseph Papa kündigte an, dass es weitere wertsteigernde Übernahmen geben wird, um den Aktionären einen echten Mehrwert zu liefern.

Bereits in der Vorwoche sagte Papa, dass weitere Zukäufe im Bereich von 100 Mio. Dollar bis 1 Mrd. Dollar sehr wahrscheinlich sind. Auch noch größere Zukäufe seien nicht ausgeschlossen.

An der Börse sorgte die nächste Übernahme zunächst für keine nennenswerte Kursreaktion. Perrigo-Aktien verlieren am Nachmittag in einem schwachen Marktumfeld weniger als 1%.

31. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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