Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Pfizer-Aktie: Pharma-Riese zieht Schlussstrich und legt Aufspaltungs-Pläne ad acta

Manchmal ziehen sich Entscheidungs-Prozesse bei Großkonzernen über Jahre hin; so auch bei dem Pharma-Giganten Pfizer:

Seit 2011 prüfte das Unternehmen seine Aufspaltung in die beiden Geschäftsbereiche neuartige Arzneimittel und Generika.

Jetzt hat sich Pfizer überraschend gegen diesen Schritt entschieden und die Aufspaltungs-Pläne in der Schublade begraben.

Die Aktie nahm die Nachrichten mit einem spürbaren Kursverlust auf.

Kein Wunder, hatten doch gerade die Analysten dem Konzern immer wieder nahegelegt, sich auf das profitable Geschäft mit patentgeschützten Mitteln zu fokussieren.

Was das für den Konzern bedeutet und wie die weitere strategische Stoßrichtung aussieht, erfahren Sie jetzt.

Pfizer zieht Schlussstrich

Die Aufspaltungs-Pläne verschwinden vorerst in der Schublade, aber Firmenchef Ian Read behält sich ein Hintertürchen offen.

Denn die Finanz-Berichterstattung soll weiterhin so erstellt werden, dass die Option für eine Aufspaltung der Geschäftsbereiche erhalten bleibt. Warum das Ganze hin und her?

In der Summe mehr Wert als alleine

Die ursprüngliche Intention der Aufspaltung war, dass die beiden Geschäftsbereiche getrennt mehr wert sein könnten als zusammen. Diese Theorie lesen Sie öfter und die Begründung leuchtet sogar ein.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Je fokussierter ein Geschäftsmodell ist, desto höher fallen in der Regel die Bewertungen aus, da sich die Investoren leichter mit diesen Firmen tun.

Bei stark diversifizierten Konzernen finden Sie häufig einen sogenannten Konglomerat-Aabschlag, da die Summe der Geschäftsbereiche schwierig zu bewerten ist und die zukünftige Geschäfts-Entwicklung schwer zu prognostizieren ist.

Jetzt argumentiert Read, dass sich die Bewertungs-Lücke geschlossen hat.

Die Vorteile einer Aufspaltung seien bereits jetzt erzielt, indem die beiden Segmente mit einem eigenständigen Management separat gesteuert werden. Zugleich ist die operative Stärke größer im Gesamt-Konzern.

Wachstum durch Zukäufe

An der zukünftigen Strategie des Pharma-Giganten wird dies aber ohnehin nicht viel ändern. Denn Pfizer wird weiter an seiner strammen Einkaufs-Politik festhalten.

Gerade erst hat sich der Pharma-Konzern im Bieter-Wettstreit um den US-Krebs-Spezialisten Medivation durchgesetzt und legte dafür immerhin 14 Mrd. Dollar auf den Tisch.

Zugleich schluckt das Unternehmen die Antibiotika-Sparte der britischen AstraZeneca für mehr als 1,5 Mrd. Dollar.

Darüber hinaus versucht sich Pfizer, wie die Wettbewerber Bristol-Myers Squibb und Celgene, im Bereich der Gen-Therapien zu verstärken. Diese haben zum Ziel, korrigierende Gene in die gestörten Zellen einzusetzen.

Während die US-Gesundheits-Behörde noch keine solche Gen-Therapie genehmigt hat, gab es in Europa bereits 2x grünes Licht:

  • einmal für die Behandlung einer seltenen Immun-Krankheit bei Babys, die von GlaxoSmithKline entwickelt wurde.
  • Die 2. Zulassung erhielt uniQure zur Behandlung einer Blut-Erkrankung.

Seit 78 Jahren fließt die Dividende

Während die abgesagte Aufspaltung die Anleger wenig erfreut hat, so dürfte doch die Dividenden-Politik des Konzerns die Investoren besänftigen.

Denn mit einer Quartals-Dividende von 30 Cent je Aktie schüttet Pfizer seine 312. Quartals-Dividende in Folge aus.

Auf das Jahr hochgerechnet fließen den Investoren damit 1,2 Dollar je Anteilsschein zu – auf dem aktuellen Kursniveau entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,56%.

Gewinn-Rückgang von 23% – Prognose bestätigt

Die Erlöse kletterten im 2. Quartal um 11% auf 13,01 Mrd. Dollar.

Ohne den 16 Mrd. Dollar schweren Zukauf von Hospira, den Pfizer im vergangenen Herbst abgeschlossen hatte, wäre der Umsatz nur 4% gewachsen.

Unter dem Strich musste Pfizer einen deftigen Gewinn-Rückgang von 23% auf 2,02 Mrd. Dollar hinnehmen.

Grund waren Restrukturierungs-Kosten und Aufwendungen für Übernahmen.

An der Prognose hielt der Konzern allerdings fest: Bei einem Jahres-Umsatz von 51 – 53 Mrd. Dollar soll der bereinigte Gewinn je Aktie 2,38 – 2,48 Dollar betragen.

28. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Richard Mühlhoff. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt