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Pfizer wollte auch Actavis

In dieser Woche hat Ihnen der Übernahme-Sensor gleich zweimal von Deals aus der Pharma-Branche berichtet:

Merck kaufte Sigma-Aldrich und Allergan will Insidern zufolge Salix übernehmen.

Dass ich Ihnen gleich mehrfach aus der Pharma-Branche berichte, ist nicht verwunderlich angesichts der Tatsache, dass im ersten Halbjahr 2014 bereits 87 Mrd. $ für Pharma-Übernahmen ausgegeben wurden.

Auch heute kommt die Top-Nachricht aus der stark übernahme-aktiven Branche. Zwar handelt es sich nicht um eine Milliarden-Übernahme, doch zeigt die Neuigkeit, wie schnell sich das Karussell in der Branche dreht.

Denn Pfizer prüfte Insidern zufolge nach der Abfuhr von AstraZeneca eine Übernahme von Actavis. Es wird spekuliert, dass Pfizer noch einmal an AstraZeneca herantritt.

Wenn sich der Viagra-Hersteller jedoch mit Actavis zusammensetzt, ist das ein Indiz dafür, dass Pfizer das Interesse etwas verloren hat.

AstraZeneca lehnt 120 Mrd. $-Offerte ab

Im Mai dieses Jahres bahnte sich eine Elefanten-Hochzeit in der Pharma-Branche an. Pfizer wollte für 120 Mrd. $ AstraZeneca übernehmen, um in den Genuss niedrigerer Unternehmenssteuern zu kommen.

Dieses Motiv hatten bereits etliche andere (Pharma-)Unternehmen und nach einer Reihe von Deals, ist das Hauptquartier mehrerer US-Unternehmen nach Irland verlagert worden.


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Aus dem Steuersparmodell von Pfizer wurde jedoch nichts: AstraZeneca lehnte die Offerte ab.

Im Zuge der Angebots-Ablehnung wuchs der Druck auf das Management: Investoren verlangten, dass wenigstens verhandelt wird, um einen fairen Deal auszuloten.

Daher wurde (und wird) spekuliert, dass sich die beiden Parteien gegen Ende des Jahres doch noch zusammensetzen, um eine Einigung zu erzielen.

Deal-Chance lebt weiter

Die Neuigkeit, dass Pfizer an Actavis herangetreten ist, steht dem zwar nicht entgegen, zeigt jedoch, dass Pfizer nicht um jeden Preis eine AstraZeneca-Übernahme will.

Hätte Actavis eine Übernahme unterstützt, wäre ein Deal mit AstraZeneca vom Tisch. Pfizer schaut also aktiv nach Alternativen. Dies belastet den AstraZeneca-Aktienkurs, der an den vergangenen beiden Tagen um 4% nachgegeben hat.

Ein Zusammengang von AstraZeneca mit Pfizer ist damit jedoch nicht auszuschließen.

Es bleibt festzuhalten, dass die Verhandlungen geplatzt sind und Pfizer unbedingt den Unternehmenssitz ins Ausland verlagern will. AstraZeneca dürfte die beste Lösung sein.

Actavis könnte das Angebot wegen Verhandlungen mit Allergan abgelehnt haben

Warum der Zusammengang mit Actavis gescheitert ist, wurde nicht bekannt.

Ein Grund könnte gewesen sein, dass die US-Politik steuermotivierte Übernahmen unterbinden will und vielleicht hatte Actavis Sorge, dass es nachträglich zu Komplikationen kommt oder nicht die gewünschten Einsparungen erzielt werden.

Ein anderer Grund könnte gewesen sein, dass Actavis zu dem Zeitpunkt mit Allergan verhandelte, um selber zuzukaufen. (Der Übernahme-Sensor berichtete…)

Zu beiden möglichen Gründen gab es inzwischen Neuigkeiten: So sind die Verhandlungen mit Allergan geplatzt und es herrscht auch mehr Klarheit, wie die US-Politik steuermotivierte Deals unterbinden will.

Daher könnte es sein, dass sich Pfizer und Actavis noch einmal zusammensetzen.

Trotz angekündigter Gesetzesänderungen: Steuermotivierte Deals bleiben attraktiv

Die US-Politik will die steuermotivierte Abwanderung heimischer Unternehmen stoppen.

Erst am Dienstag hat das Finanzministerium Gesetzesänderungen angekündigt, um den Wechsel ins Ausland wirtschaftlich weniger attraktiv zu machen.

Eine Schließung der Gesetzeslücke sei jedoch nicht möglich.

Steuerberater rechnen vor, dass es für US-Unternehmen auch nach den angekündigten Maßnahmen attraktiv bleibt, ins Ausland zu wechseln.

US-Unternehmen halten 2 Billionen $ im Ausland, deren Rückführung eine enorme Steuerbelastung nach sich ziehen würde.

Daher ist davon auszugehen, dass dieses Geld trotz der Änderungen auch für Übernahmen verwendet wird. Der nächste steuermotivierte Deal ist also nur eine Frage der Zeit.

25. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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