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Pharma-Branche: Endo findet nach Salix-Niederlage neues Übernahme-Ziel

Gerade einmal 2 Monate ist es her, dass der amerikanische Pharma-Konzern Endo den Bieterkampf um den irischen Übernahme-Kandidaten Salix verlor und schon hat der Konzern ein Ersatz-Ziel gefunden.

Par Pharmaceuticals geht für rund 8 Mrd. US-Dollar an Endo. Der Bieter muss nicht befürchten, dass noch jemand anders eine überlegene Offerte abgibt. Par ist nicht mehr börsennotiert sondern wird seit einigen Jahren vom Finanzinvestor TPG Capital gehalten.

Zweite Milliarden-Übernahme binnen eines Jahres

Wenn Sie den Übernahme-Sensor häufiger lesen, wird ihnen die Übernahme-Welle im Pharma-Geschäft aufgefallen sein.

Etliche Milliarden-Deals wurden bereits im ersten Quartal 2015 abgeschlossen. Im Zeitraum April 2014 bis April 2015 betrug das Übernahme-Volumen nur in der Pharma-Branche 460 Mrd. (!) Dollar.


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Endo hat im Rennen um kleinere Biotech-Unternehmen bereits mit einen Milliarden-Deal mitgemischt. Nachdem eine Erstofferte von Auxilium Pharmaceuticals abgelehnt wurde, einigten sich die beiden Parteien auf einen 2,2 Mrd. $ schweren Deal.

Generika-Sparte soll gestärkt werden

Neben der Milliarden-Offerte kaufte Endo für mehrere hundert Millionen im Vorjahr auch noch 2 Unternehmen zur Stärkung des Generikageschäfts. In diesen Bereich fällt auch der Zukauf von Par Pharmaceuticals.

Endo teilte mit, dass der Konzern nach dem Deal zum fünftgrößten Anbieter im US-Markt aufsteigt. Selbstverständlich bringt die Übernahme auch Synergien mit. Das jährliche Einspar-Potenzial beziffert Endo mit 175 Mio. Euro.

Die für Endo sehr große Übernahme sorgte gestern zunächst für Verluste, die jedoch heute schon zum Großteil ausgebügelt werden können. Das ist kein Votum der Anleger gegen den Deal, sondern hängt damit zusammen, dass neue Aktien im Umfang von 1,5 Mrd. $ zur Dealfinanzierung an TPG gehen.

Preise für Pharma-Übernahme-Kandidaten fast dreimal so hoch wie 2012

Nach dem starken Jahresauftakt könnte in der Pharma-Branche das Übernahme-Karussell in der zweiten Jahreshälfte an Schwung verlieren. Die Übernahme-Multiplikatoren haben inzwischen ein sehr hohes Niveau erreicht und etliche Übernahme-Kandidaten sind schon verschwunden.

Während 2012 für einen Deal in der Pharma-/Biotech-Branche ein durchschnittlicher Ergebnis-Multiplikator von 10 gezahlt wurde, liegt dieser Wert jetzt bei durchschnittlich 26. Kein Wunder also, dass einige Konzern-Chefs inzwischen nicht mehr bereit sind, für die verbliebenen US-Kandidaten so tief in die Tasche zu greifen.

Die Erfahrung macht´s: Hoher Übernahme-Preis lässt Endo-Aktionäre kalt

Der jetzige Deal zeigt sehr schön wie sich die Preise in der Branche entwickelt haben. TPG hat Par erst 2012 für 1,9 Mrd. $ übernommen und verkauft das Unternehmen für den vierfachen Wert weiter.

Dass die Aktionäre dennoch den Kurs des Managements unterstützen und nicht befürchten, dass Endo zu viel bezahlt hat, ist nicht unbedingt verwunderlich. Endo ist über Jahre hinweg durch den Zukauf von mehreren Dutzend Unternehmen gewachsen.

Das Unternehmen weiß, was sich lohnt und welche Stellschrauben für eine erfolgreiche Integration verdreht werden müssen.

19. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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