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Platin: Das bedeutet der kommende Engpass für Sie

Platin steht vor einem massiven Engpass beim Angebot. Das erwarten zumindest die Rohstoff-Experten von HSBC. Dennoch senken die Experten das Preisziel für Platin.

Wie passt denn dieser Widerspruch zusammen? Eigentlich gehört es zu den oft gehörten Argumenten im Rohstoff-Sektor: Wenn es Engpässe beim Angebot gibt und sich sogar ein Defizit ergibt, steigen die Preise.

Laut HSBC kann sich dieser Effekt mittelfristig einstellen. Doch kurzfristig hängt der Platinpreis eben stärker am Goldpreis.

Und daher ist es auch gut möglich, dass der Preis im weiteren Jahresverlauf schwächer notieren wird. Klar ist aber: Für die Produzenten wird auch 2013 wieder ein schwieriges Jahr.

Das gilt vor allem für Südafrika als globale Nummer eins. Dort steht erneut eine heiße Tarifrunde an.


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So wollen einige Gewerkschaften zweistellige Lohnzuwächse durchsetzen. Doch das wird von den Minenbetreibern nicht erfüllt werden können. Dafür stehen die Produzenten in Südafrika schon jetzt stark unter Kostendruck.

Laut HSBC ist es schon jetzt so, dass viele Minen nicht mehr profitable arbeiten können bei einem aktuellen Marktpreis von 1.450 Dollar/Unze. Vor allem in Südafrika sind die Kosten durch den aufwändigen Abbau in extremem Tiefen hoch.

Einige Platinminen gehen dort schon mehr als 3.000m in die Erde. Da ist es nur klar, dass dort produziertes Platin teurer ist, als in einfach zugänglicheren Vorkommen in Russland.

Doch Russland hat eben nur einen Anteil von 14% am Weltmarkt. Daher hängt der Platinmarkt vom Angebot her extrem stark an der Entwicklung in Südafrika. Das ist beim global sehr viel stärker aufgeteilten Goldmarkt ganz anders.

Insgesamt rechnet HSBC in diesem Jahr nun mit einer Minenproduktion von 5,64 Mio. Unzen. Das entspräche einem Rückgang um 6,3%. Gleichzeitig sehen die Experten aber auch wenig Anhaltspunkte für eine deutliche Steigerung im kommenden Jahr.

Wegen des niedrigen Preises werden wohl auch keine weiteren Kapazitätssteigerungen bei den Platinminen vorgenommen. Das lohnt sich derzeit nicht und verschlingt nur viel Geld, was die großen Produzenten aber eher für die laufende Produktion einsetzen.

Neuer Platin-ETF treibt die Nachfrage an

Doch gleichzeitig taucht auf der Nachfrageseite bei Platin ein neuer Faktor auf: Die ETFs. Erst im Mai wurde in Südafrika ein neuer Platin ETF aufgelegt. Bis jetzt hat dieser neue Platin-Fonds schon mehr als 370.000 Unzen Platin als Bestand aufgebaut.

Und das Interesse der Investoren ist ungebrochen. Wie groß der Marktreinfluss ist, zeigt auch der Vergleich zu den anderen schon bestehenden ETFs. Diese haben in diesem Jahr zusammen nur Zuflüsse von 144.000 Unzen vorzuweisen.

Und bei dieser Marktlage ist das Rohstoff-Team von HSBC auch zuversichtlich für die weitere Preisentwicklung:

Die angehobene Preisprognose für 2014 liegt nun bei 1.800 Dollar/Unze nach zuletzt 1.710 Dollar/Unze. Das bietet ausgehend vom aktuellen Niveau schon ein Potenzial von knapp 25% auf Jahressicht.

Sie können sicher sein, dass ich die Marktlage beim Platin weiterhin intensiv verfolgen werde, denn dieser kleine Markt bietet gute Chancen und zusätzlich auch viele Anlagemöglichkeiten.

17. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.