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Portugiesische Anleihen: 15% Rendite – der Schrottbeweis

Alarmstimmung in Europa. Wer genau hinsieht, entdeckt, dass die Eurozone fast schon auseinanderbricht.

Viel fehlt nicht mehr, und der gemeinsame Rettungsmechanismus ist schlichtweg überlastet. Denn:

Italien und Spanien wurden jetzt von Fitch zwar abgewertet, Slowien ist um weitere zwei Stufen gefallen, Belgien und Zypern wanken, aber: Portugal als neuer Krisenherd ist noch nicht einmal neu bewertet. Das also wird nach den jüngsten Zahlen auf jeden Fall folgen.

Der Markt senkt bereits den Daumen – oder fordert mehr Geld. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen aus Portugal ist bereits auf 15,22% gestiegen. Soviel muss theoretisch der Verkäufer einer Anleihe jetzt aufwenden: Also Zinsen zahlen und entsprechend auf Kursgewinne verzichten.

Verkäufer bisheriger Anleihe erleiden daher aktuell stärkste Verluste. Der Staat wird künftig kaum Geld leihen können. Zur Zeit muss er es auch nicht…


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Wirtschaft bricht zusammen

Diese gewaltige Rendite – die etwa 12%-Punkte über der für Deutschlands entsprechende Anleihe liegt – bedeutet zweierlei: der Staat beklagt eine immens schwache Wirtschaft, für die das Vertrauen bereits vollkommen zusammengebrochen ist.

Zum zweiten:

Die künftige Wirtschaftsentwicklung wird massiv schlechter werden. Höhe Zinsen für den Staat bedeuten in den meisten Fällen auch hohe Zinsen für Unternehmen.

Das Ganze löst demnach eine Kettenreaktion aus, die bis dato auf den Kapitalmärkten noch gar nicht diskutiert ist. Beachten Sie: der portugiesische Staat muss diese Zinsen zur Zeit noch nicht finanzieren, da er immer noch am Euro-Rettungsschirm hängt.

Dabei kassieren die Portugiesen etwa 78 Milliarden Euro – aber lediglich noch bis 2013. Die geplante Refinanzierungsfähigkeit an den Finanzmärkten wird es kaum geben.

Weitere Rekordrenditen

Die Renditen für zehnjährige sind bereits hoch. Geradezu ein Alptraum sind die Renditen für fünfjährige Anleihen aus Portugal mit 17,177% sowie die zweijährigen, für die mehr als 19% Rendite fällig werden.

Würde sich der Staat also Geld leihen, kostete ihn dies bei kurz laufenden Anleihen fast ein Fünftel. Diese Entwicklung begründet sich durch eine unglaubliche Staatsverschuldung:

  • 110% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) schuldet Portugal seinen Gläubigern. Spätestens bei 90% sehen Experten aus der Volkswirtschaft den berühmtem „Point of no Return“, an dem dieses Rad sich nicht mehr zurückdrehen lässt.
  • In Geld ausgedrückt: 189,70 Milliarden Euro schulden die Portugiesen Dritten. Dabei sinken jetzt schon die nächsten Kennziffern: Die Beschäftigungspolitik ist bei einer steigenden Arbeitsoligkeit wirkungslos. Der Konsum bricht zusammen, die Investitionen werden zurückgefahren:
  • Die so genannten Bruttoanlageinvestitionenn (real, nach Inflation) sind im 12. Quartal hintereinander gesunken. Das heißt übersetzt: die Produktivität wird gegenüber anderen Wirtschaftsregionen sinken.

GeVestor meint: Portugal an sich ist nicht bedeutend. Nur: Zum einen haftet Deutschland mit für die nächste Pleite, zum anderen sinkt das Vertrauen in die Eurozone.

Der Euro wird daher tendenziell schwächer. Planen Sie noch größere Investitionen im Ausland, ziehen Sie diese daher vor – so etwa Immobilien oder reine Grundstücke.

28. Januar 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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