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Praktiker-Aktie: Mit Langfristcharts wäre das nicht passiert

Vor knapp 2 Wochen analysierte ich hier auf Chartanalyse-Trends für Sie die Aktie der Baumarktkette Praktiker: Nach einer Gewinnwarnung war der Kurs innerhalb weniger Tage um mehr als ein Drittel abgestürzt.

In meinem Beitrag Praktiker Aktie: Diese Gewinnspiele sollten Sie meiden lautete meine Empfehlung an Sie allerdings – trotz des starken Kursrückgangs:

„Falls Sie also mit dem Gedanken gespielt hatten, günstig Praktiker-Aktien zu kaufen, dann lautet mein Rat an Sie: Vergessen Sie das ganz schnell wieder! Derzeit ist die Aktie nur etwas für Zocker. Und für die großen Investoren, die stets auf solche „Gewinnspiele“ warten.“

Diese Empfehlung hatte ich unter anderem damit begründet, dass die extrem hohen Umsätze dafür sprachen, dass die Aktie zum Spielball für die großen Investoren, die sogenannten institutionellen Investoren geworden war. Als institutionelle Investoren bezeichnen wir Fonds, Versicherungen, Vermögensverwaltungen und so weiter.

Eine weitere Einschätzung meiner Chartanalyse war, dass diese Investoren, die ja die riesigen Stückzahlen verkaufter Praktiker-Aktien in der Erwartung eines „schnellen Kursgewinns“ aufgenommen hatten, „bei einer Kurserholung in den kommenden Tagen … langsam damit beginnen, Ihre Position wieder abzubauen …“. Nun: Zu einer Erholung kam es gar nicht…


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Doch schauen Sie selbst:

Keine Erholung, sondern weiterer Absturz

Als ich an jenem Mittwochmorgen (dem 6. Juli) den oben angeführten Beitrag verfasste, notierte die Praktiker-Aktie knapp über 4,00 Euro. Gestern schloss sie mit 2,76 Euro nahe einem neuen Jahrestief (2,73 Euro). Damit hat die Aktie seither weitere -32% verloren.

Empfehlung war goldrichtig!

Meine Empfehlung war also goldrichtig! Ganz offensichtlich haben nun in den letzten beiden Tagen auch die auf „den schnellen Euro“ aus gewesenen Groß-Investoren „die Reißleine gezogen“. Sie erkennen das an den urplötzlich wieder massiv gestiegenen Umsätzen (4 und 5). Allerdings haben sich diese Groß-Investoren statt des erhofften schnellen Gewinns einen hübschen Verlust „eingefangen“.

Ups, was ist denn das…?

Doch aufgepasst: Jetzt zeige ich Ihnen den Praktiker-Chart noch einmal. Diesmal jedoch aus einer längerfristigen Perspektive.

Charttechnik Praktiker-Aktie: c

Und was sehen wir da? Der Kursverfall stoppte gestern exakt 5 Cents über dem bisherigen Allzeittief bei 2,68 Euro! Damit nicht genug, ist das 50-Tage-Momentum auf ein Niveau zurückgefallen, das in der jüngeren Vergangenheit je einmal als Widerstand und dann als Unterstützung gedient hat.

Während ich Ihnen diese Zeilen schreibe, notiert der Praktiker-Kurs bei 2,84 Euro. Glauben Sie da noch an Zufälle?

Dumm gelaufen…

Ich glaube vielmehr, dass die Praktiker-Verkäufer der letzten beiden Tage offensichtlich keine längerfristigen Charts anschauen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Praktiker-Kurs auf diesem Niveau seinen Absturz zumindest bremst, war bei dieser Chart-Konstellation recht hoch. Zumal der Kurs der Aktie an jedem der letzten 12 Handelstage niedriger geschlossen hat. Übrigens auch in jeder der letzten 11 Wochen…!

Und mal ehrlich: Ein Stop-Loss, mit etwas Abstand unter dem Allzeittief platziert, hätte den „Kohl“ (sprich: Verlust) für die Verkäufer „auch nicht mehr fetter gemacht“, wie man im Volksmund zu sagen pflegt.

19. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.