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Procter & Gamble-Aktie: Traditionskonzern sortiert sich neu

Auch wenn Sie vielleicht den US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble noch nicht kennen. Mit den Produkten der Gesellschaft sind Sie bestimmt bestens vertraut. Mit Marken wie Gilette, Wella, Blendax, Ariel oder Pampers mischt der Konzern überall mit.

Mit einem Jahresumsatz von 83 Mrd. US-Dollar und einem Börsenwert von über 225 Mrd. US-Dollar gehört Procter & Gamble zu den ganz Großen der Branche.

An der Börse hinkt der Konzern dem Gesamtmarkt in letzter Zeit allerdings hinterher. Mit einem Kursplus von 30% auf Sicht der vergangenen fünf Jahre lag die Entwicklung deutlich unter den großen Indizes (S&P 500: +77%; Dow Jones Index: +67%).

Jetzt plant der Mischkonzern die Bereinigung seines Produktportfolios und hat einen Stellenabbau angekündigt.

Was sind die Hintergründe der Maßnahmen? Könnte die langjährige Schwächephase am Aktienmarkt damit ein Ende haben?


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Produktportfolio wird zusammengestutzt

Diese Zielrichtung des Managements ist nicht ganz neu. Bereits im August letzten Jahres wurde eine Bereinigung des extrem breiten Produktportfolios (über 100 einzelne Marken) mit Sicht auf die nächsten zwei Jahre angekündigt. Als Kernmarken definiert der Konsumgüterriese 70-80 Marken, die zusammen für knapp 90% der Erlöse stehen.

Doch jetzt wird es konkreter. Gerüchten zufolge steht Procter & Gamble vor einem Börsengang seiner Kosmetikmarken oder eventuell sogar einem Komplettverkauf.

Der Konzern erzielte im vergangenen Jahr knapp 23% der Gesamtumsätze (19,5 Mrd. US-Dollar) mit Schönheitsprodukten wie Pantene, Head & Shoulders oder Olaz. Bislang ist allerdings nicht ganz klar, von welchen Marken genau sich die Gesellschaft trennen möchte.

Früheren Medienberichten zufolge steht auf jeden Fall auch der Verkauf der Haarpflegemarke Wella auf dem Programm. Im Jahr 2003 hatte der US-Konzern das Traditionsunternehmen aus Darmstadt übernommen. Der Verkauf könnte rund 7 Mrd. US-Dollar in die Kassen spülen.

Bereits im letzten Jahr hat der Mischkonzern seine Batterietochter Duracell an den US-Investor Warren Buffett veräußert.

Dividende wird weiter erhöht

Procter & Gamble ist ein wahres amerikanisches Traditionsunternehmen. Der Konzern wurde 1837 von den Auswanderern William Procter und seinem Schwager James Gamble gegründet.

Das Unternehmen zeichnet sich durch eine extrem hohe Dividendenstabilität aus. In den letzten 124 Jahren wurde die Ausschüttung nicht ein einziges Mal ausgesetzt. Aber damit nicht genug. Seit nunmehr 58 Jahren hat der Mischkonzern seine Dividende sogar erhöht.

Für 2014 erhalten die Anleger eine Dividende von 2,45 US-Dollar pro Aktie und damit 7% mehr als im Vorjahr. Auf dem aktuellen Kursniveau von 83,56 US-Dollar entspricht dies einer Dividendenrendite (Dividende im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs) von 2,93%.

Starker US-Dollar belastet Geschäft

Im letzten Quartal hatte Procter & Gamble mit massiven Währungsabwertungen zu kämpfen. Der Konzern macht etwa zwei Drittel seines Geschäfts außerhalb der USA. Dementsprechend ging der Umsatz um 4% auf 20,2 Mrd. US-Dollar zurück.

Der Gewinn brach regelrecht um fast ein Drittel auf 2,4 Mrd. US-Dollar ein. Hier waren allerdings auch Einmalfaktoren für den Portfolioumbau inbegriffen.

Auch im laufenden Jahr rechnet die Konzernführung auf Grund der Währungseffekte mit weniger Umsatz und Gewinn. Ob vor diesem Hintergrund die Aktie den breiten Aktienmarkt schlagen wird,  ist aktuell eher fraglich.

18. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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