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Rentenbescheid 2015: neue Sprache, altes Problem – Vorsorge und Risiko

Jedes Jahr verschickt die Deutsche Rentenversicherung ein Schreiben, das über die voraussichtliche Höhe der gesetzlichen Rente informiert.

Die Botschaft der Rentenversicherungsanstalt: die Informationen sind nun leichter verständlich. Die Schreiben wurden überarbeitet. Allein: die Worte ändern sich. Die Zahlen bleiben.

Auch 2015 zeigen sie, dass die Vorsorge zum Risiko geworden ist.

„In Ansatz bringen“ heißt „berücksichtigen“

Der Rentenversicherungsbund, so die korrekte Bezeichnung, hat Beschreibungen wie „in Ansatz bringen“ aus den Schreiben verbannen lassen. Es geht dabei um die Anerkennung von Beitragszeiten.

Diese werden nun „berücksichtigt“. 20 Millionen Rentner in Deutschland dürfen sich freuen: alles ist klarer.

Auch die Zwischenüberschriften fordern jetzt auf statt „mitzuteilen“. So heißt es: „Worüber müssen Sie die … rechtzeitig informieren“ statt „Mitteilungspflichten“. Die Sprachexperetn des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung Speyer haben hier geholfen.


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Am Sachverhalt ändert sich jedoch wenig: die Renten steigt kaum. Rentner wissen: selbst die Inflationsrate ist höher als die eigenen Erhöhungen. Auch künftige Rentner werden wenig von den sprachlichen Änderungen haben.

Vorsorge schneller – ohne Staat

Die Renten sind noch nicht einmal auf dem schmaleren Niveau sicher, das sich derzeit schon zeigt. Während das aktuelle Sicherungsniveau bei 50,8 Prozent vor Steuern liegt, reduziert es sich bis zum Jahr 2025 auf nur noch 45,2 Prozent.

Dies sind die offiziellen Rechnungen, die aber eine klare Botschaft noch verschweigen.

Das Rentensystem ist umlagefinanziert und daher von den Zahlungen der jeweils Arbeitenden abhängig. Dies ist bekannt, weniger bekannt oder diskutiert ist jedoch die zusätzliche Nebenbedingung neben der Anzahl der Zahlenden – die stets sinkt:

Die Umlagen sind gekoppelt an das Lohnniveau. Das müsste, um die Renten stabil zu halten, steigen. Es wird jedoch kräftig fallen, wie Volkswirte für alle anderen Bereiche bereits kalkuliert haben.

Der internationale Wettbewerb hat erst begonnen und wird mit den asiatischen Schwellenländern in den kommenden Jahrzehnten die Löhne in Deutschland angreifen.

Doppelhebel nach unten nicht kalkuliert

Dies aber berücksichtigen die Kalkulationen in den Rentenprognosen allesamt nicht. Dort wird von Lohnsteigerungen ausgegangen.

Damit aber wirkt aktuell bereits unabwendbar ein Doppelhebel nach unten. Weniger Beitragszahler leisten künftig noch weniger pro Kopf für das Rentensystem.

Eine Abwärtsspirale, die 2015 längst begonnen hat. Die Löhne steigen – aber nur nominell. Nach Inflation fallen die Löhne in Deutschland – inoffiziell – bereits weiter. Und damit die Kaufkraft im Rentensystem:

  • Künftig wird es weniger Beitragszahler geben.
  • Die Beiträge werden nicht steigen, wie immer angenommen wird, sondern pro Kopf fallen.
  • Die Rentenkassen werden sehr viel schneller leer sein als kalkuliert.
  • Rettung bringt nur die Eigenvorsorge.

GeVestor.de meint: Es gibt keinen rechtlichen Bestandsschutz für künftige Rentenhöhen. Nur für die Rente an sich. Der Rentenbescheid 2015 aber enthält darauf keinen Hinweis.

Die neue Sprache zeigt das Vorsorge-Risiko kaum auf. Sie können dem nur mit privaten Investitionen entgegensteuern – jenseits von Riester und Rürup. Wir empfehlen ETF-Sparpläne auf Aktien.

5. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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