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Rewalk Robotics-Aktie: Spezialist für Exoskelette auf Achterbahnfahrt

Der Kurs der Rewalk Robotics-Aktie hat gewisse Ähnlichkeit mit einer Achterbahnfahrt im Vergnügungspark.

Im Frühjahr 2014 wagte die israelische Robotik-Firma den Sprung aufs Parkett an der Technologiebörse Nasdaq in den USA.

Mit dem Börsengang sammelte das junge Technologieunternehmen 36 Mio. Dollar bei den Anlegern ein.

Was dann folgte, war ein beispielloser Hype: Die Aktie sprang innerhalb kürzester Zeit vom Ausgabekurs (12 Dollar) bis auf 37 Dollar in der Spitze.

Umso erstaunlicher war der Kurssprung, da im Rahmen des Börsengangs die Gesellschaft noch die Kurspanne von 13 – 14 Dollar reduzieren musste und zugleich die Anzahl der ausgegebenen Aktien verringerte.

Anschließend taumelten die Papiere aber bis auf 5 Dollar in den Keller, bevor positive Nachrichten den Kurs wieder bis auf 16 Dollar in die Höhe katapultierten.

3-mal dürfen Sie raten, was danach passierte? Klar: Der Kurs korrigierte wieder, so dass die Anteilsscheine im Moment wieder für unter 9 Dollar zu haben sind.

Innovative Technologie mit großem Marktpotenzial

Da das kleine Unternehmen bislang nur Insidern ein Begriff sein dürfte, möchte ich Ihnen zunächst das Geschäftsmodell vorstellen:


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Die Israelis entwickeln und vertreiben sogenannte Exoskelette, mit deren Hilfe Rollstuhlfahrer wieder eigenhändig aufstehen und laufen können.

Rewalk Robotics hat hierfür von der US-Gesundheits-Behörde FDA die Zulassung für den USA-Markt erhalten. Somit ist das Exoskelett der Firma derzeit das einzige am Markt zugelassene Produkt.

Gründer ist selbst an den Rollstuhl gebunden

Rewalk wurde bereits vor 14 Jahren von Dr. Amit Goffer gegründet. Der Gründer, der selbst noch im Unternehmen aktiv ist, ist aufgrund eines schweren Autounfalls selbst an einen Rollstuhl gebunden.

Bereits 1997 gründete Goffer schon einmal eine Firma (Odin), die er später an den Pharma-Riesen Medtronic verkaufte.

Bislang nur Mini-Umsätze

Die Israelis haben zweifellos ein hochinteressantes Produkt, das vielen Menschen eine deutlich höhere Lebensqualität ermöglichen könnte. Die Umsätze waren bislang aber gering.

In 2013 wurde mit Produktverkäufen an Krankenhäuser gerade einmal 1,6 Mio. Dollar eingenommen – der Verlust lag mit 12,2 Mio. Dollar um ein Vielfaches höher.

In 2014 stiegen die Umsätze zwar auf 3,95 Mio. Dollar stark an, aber die Verluste weiteten sich noch deutlicher aus (-21,67 Mio. Dollar).

Das Problem an der ganzen Sache war, dass die teuren Exoskelette mit Preisen von 60.000 bis 70.000 Dollar von den wenigsten Versicherungen übernommen wurden.

US-Verordnung könnte Milliardenmarkt eröffnen

Jetzt scheint sich bei den Israelis das Blatt zum Positiven zu wenden, denn das US-Department für Kriegsveterane hat bekanntgegeben, dass sie die Kosten für die Exoskelette getragen werden.

Die potentielle Kundengruppe ist immens: In den USA gibt es 42.000 querschnittsgelähmte Veteranen.

Die Israelis gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Veteranen für das hauseigene Produkt infrage kommen könnten. Damit errechnet sich ein theoretisches Absatz-Potential von knapp 2 Mrd. Dollar.

Hinzu kommen jährlich 10.000 neue Fälle in den 24 landesweiten Zentren für Querschnitts-Lähmungen. Das entspricht einem zusätzlichen Umsatz-Potential von 100 Mio. Dollar jährlich.

Der Weg in die Gewinnzone ist noch weit

Auch wenn die Meldung sehr positiv und das Produkt extrem vielversprechend ist, dürfte es noch lange dauern, bis die Firma die Gewinnzone erreichen wird.

Zum Ende des 3. Quartals hatten die Israelis noch 25 Mio. Dollar an Barmitteln. Das dürfte aber für maximal 3 – 4 Quartale reichen.

Die Analysten gehen davon aus, dass die Umsätze nur langsam ansteigen. Bis 2017 könnten zwar Erlöse von über 20 Mio. Dollar drin sein, aber ein Erreichen der Gewinnzone bis dahin ist unrealistisch.

Daher ist damit zu rechnen, dass die Israelis nochmals den Kapitalmarkt anzapfen, um mit den Finanzen über die Runden zu kommen. Hierfür ist aber ein gutes Marktumfeld nötig.

Daher ist bei Rewalk Robotics auch weiterhin mit extremen Kursschwankungen zu rechnen. Aktuell liegt der Börsenwert bei knapp über 100 Mio. Dollar.

16. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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