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Risikoanleihen: Spanien und seine Provinzen mit Rekordrenditen

Wer möchte, kann dieser Tage mit etwas Risikobereitschaft viel Geld verdienen.

So jedenfalls meint es ein Rentenhändler der Fondsgesellschaft DWS.

Denn: Danach können Sie davon ausgehen, dass Spanien seine Schulden in Zukunft begleichen wird.

Sollte dies der Fall sein, werden viele skeptische Investoren wegen ihrer Angst Chancen eingebüßt haben.

Denn zurzeit erhalten Sie an den Märkten zwischen 5% und sogar 15% für Anleihen aus Spanien.


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Die einzige Voraussetzung: Die Iberer zahlen das Geld, das Sie verleihen, tatsächlich zurück. Dies ist der Pferdefuß der Kalkulation.

Denn die Vorstellung, dass Spanien „sicher“ zurückzahlt, ist mit einer begrenzten Laufzeit versehen. Sobald Italien – neben Griechenland – zum Problemfall wird, ist es gefährlich.

Anleihe-Rückzahlung hängt an EU

Stellen Sie sich vor, die EU oder die Eurozone brechen (teils) auseinander, wenn der gefährlichste der Euro-Staaten, Italien, nicht mehr zahlen kann. Dann wird auch Spanien plötzlich nicht mehr vollständig zahlen können.

Das heißt: Auch Regional-Provinzen, wie die jetzt von der DWS gefeierten Katalonien oder Valencia, sind dann plötzlich teils insolvent. Und dieser Fall ist nicht besonders fern:

  • Die Länder Italien und Spanien brauchen jetzt schon – zusammen mit den kleineren Irland sowie Portugal – 1,2 Bio. €, um die kommenden 3 Jahre zu überstehen.
  • Hedge-Fonds-Manager wie John Paulson wetten inzwischen mit größeren Beträgen gegen den Fortbestand der Euro-Region.
  • Spanien muss aktuell bereits höhere Renditen akzeptieren: 5,74% zahlten die Iberer vor 4 Tagen für neue Anleihen – gestützt von der Europäischen Zentralbank (EZB), wie wir hier bereits spekuliert hatten.
  • Die spanischen Banken sind jetzt schon überwiegend am Rande der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit. 176 Mrd. € Kredite gelten als notleidend, wie wir hier ebenfalls bereits berichtet hatten.

Domino-Effekt vermeiden

Das alles kann schnell zu einem Domino-Effekt führen, wenn es an einer Stelle – beispielsweise im Finanzsystem mit den Banken – zu Problemen kommen sollte.

Damit aber sind die bis dato 486 CDS-Punkte („Credit Default Swaps“) Versicherungs-Prämie nicht nur Rekordstand, sondern nur Zwischenergebnis.

Wer als großer institutioneller Investor Spanien Geld leiht, wird daher noch mehr als 48.600 € für 1 Mio. € Kredit zahlen müssen, um sich gegen einen Zahlungsausfall zu versichern.

GeVestor meint

Deshalb kann es für risikobereite Investoren sinnvoll sein, spanische Anleihen zu kaufen. Dies jedoch ist nur dann empfehlenswert, wenn Sie sich auf Papiere mit überschaubarer Restlaufzeit konzentrieren.

Das heißt: Etwa knapp 1 Jahr sollte Spanien und damit auch die Anleihen noch kalkulierbar sein, alle längeren Laufzeiten sind reine Risiko-Spekulationen.

Provinzanleihen, wie für Katalonien oder Valencia, sind daher auch bei hohen Zinsen keine Alternative, auch wenn die DWS diese empfiehlt.

Wer hohe Zinsen kassieren möchte, muss sich mit Genussscheinen, wie dem von Bertelsmann, zufrieden geben.

23. April 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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