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Roche: Warum die Aktie trotz Frankenschock ein Outperformer ist

Der Pharmakonzern Roche macht mit einer aufsehenerregenden Übernahme von sich reden: Die Schweizer werden künftig eine Mehrheit von bis zu 56 Prozent an Foundation Medicine halten und lassen sich den Einstieg etwas mehr als eine Milliarde Dollar oder 50 Dollar je Aktie kosten.

Wozu das Investment? Mit Foundation Medicine beteiligt sich Roche an einer Firma, die sich auf Genanalysen von Krebspatienten spezialisiert hat. Roche selbst zählt zu den weltweiten Marktführern im Bereich der Krebsmedikamente.

Durch den Zusammenschluss dürfte also in erster Linie die Forschungsabteilung profitieren: Durch genauere Informationen über die Krebszellen lassen sich auch Wirkstoffe zu ihrer Bekämpfung gezielter kombinieren. Die eigene Produktpalette kann somit verfeinert und womöglich noch ausgeweitet werden.

Roche festigt seinen Schwerpunktbereich

Roche festigt damit seinen Schwerpunktbereich und ergänzt ihn um ein zukunftsträchtiges Segment. Bislang werden die Genanalysen nur in den USA angeboten. Die Schweizer haben angekündigt, sich für eine internationale Ausweitung einsetzen zu wollen.

Foundation Medicine selbst ist bereits damit befasst, auf staatliche und private Versicherer einzuwirken, sich an den Kosten für die Analysen zu beteiligen.


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Strukturell soll die US-Firma weiterhin unabhängig bestehen und ihre Geschäfte fortführen. Der Verwaltungsrat wird um drei Roche-Vertreter ergänzt. Laufende Kooperationen sollen ebenfalls fortgesetzt werden.

Anleger begeistert, Analysten skeptisch

Anleger begrüßen den Einstieg in das zukunftsträchtige Geschäftsfeld der Genanalysen im Bereich der Krebsforschung. Roche-Genussscheine konnten seit Jahresbeginn kräftig zulegen.

2015-01-16 Roche

Auch Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, zeigten sich aber zum Teil irritiert angesichts des hohen Investitionspreises, den Roche für die Übernahme auf den Tisch gelegt hat.

Immerhin schrieb Foundation Medicine zuletzt Verluste trotz eines Umsatzes von gut 42 Millionen Dollar in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres. Für 2014 liegt der geschätzte Umsatz bei rund 60 Millionen Dollar.

Gezielte Zukäufe sollen Roche stärken

Der Preis, den Roche je Aktie bezahlte, war indes doppelt so hoch wie der Marktwert. Das unterstreicht, welches Zukunftspotenzial die Schweizer in der Kooperation sehen. Ob sich das Investment langfristig auszahlen wird, bleibt abzuwarten.

Der Schritt führt die Unternehmensstrategie von Roche konsequent weiter. In den vergangenen Monaten machten die Schweizer immer wieder durch gezielte Übernahmen von sich reden, wenngleich es sich dabei häufig um etwas geringere Kaufvolumina handelte.

Unter den Zukäufen befinden sich vor allem Biotech- und Analyseunternehmen, die sich auf die Krebsforschung spezialisiert haben. Roche sichert sich damit Zugriff auf modernste Verfahren, technisches Know-how und Input für die eigenen Forschungslabore, die an einer Optimierung der Krebsmedizin arbeiten.

Mit diesem Ansatz ist Roche nicht allein, spielt aber eine weltweit führende Rolle auf diesem Gebiet. Die jüngsten Investitionen sollen dabei helfen, diese Position auch in Zukunft zu sichern.

Frankenschock: Roche kommt glimpflich davon

Für Roche-Anleger ebenfalls nicht uninteressant: Der Pharmakonzern gehört zu den Profiteuren der jüngsten Entscheidung der Schweizer Notenbank, die Koppelung des Franken an den Euro aufzugeben.

Als global agierendes Unternehmen, das zahlreiche Produktionsstätten und Forschungslabore im Ausland unterhält, erwirtschaftet Roche 98 Prozent seines Umsatzes außerhalb der Schweiz und hat dadurch weniger mit der SNB-Entscheidung zu kämpfen als exportorientierte Firmen, die vorwiegend auf Schweizer Boden produzieren.

Einziger Wermutstropfen: Die Bilanzen weist Roche nach wie vor in Franken aus. Im reinen Zahlenwerk wird sich der ungünstige Wechselkurs also durchaus bemerkbar machen.

16. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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