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Russland und das Gold

Gold in Russland? Bei diesem Thema denkt man unwillkürlich an die goldenen Kuppeln der orthodoxen Kirchen, an atemberaubende Kunstschätze, aber auch an Tod und Elend im fernen Sibirien.

In der sibirischen Region Krasnojarsk und im autonomen Bezirk Tschuktschen im äußersten Nordosten Russlands wird Gold gefördert. Und die Goldproduktion steigt.

Gold in Russland: Glänzende Perspektiven und historischer Schatten

Auf etwa 2.600 Tonnen wird die weltweite Goldproduktion in diesem Jahr taxiert. Der russische Anteil daran ist steigend, denn die Förderung im russischen Einzuggebiet des Kolyma Flusses im Gebiet Magadan (Ostsibirien) soll in diesem Jahr deutlich zunehmen.

 

Magadan steht nicht nur für 520 Kg Gold, die dort bereits in diesem Jahr gefördert wurden, 41 Kg mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Magadan steht auch für ein äußerst rauhes und hartes Klima und es kann als Sinnbild für ein besonders grausames Phänomen gelten, für das Alexander Solschenizyn dem Begriff Archipel GULAG prägt.

Während der sowjetischen Zeit errichtete und betrieb man zwischen 1932 und 1954 entlang der Kolyma jene Arbeitslager, die zum Sinnbild des sowjetischen Strafsystems und der stalinistischen Diktatur wurden.


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Arbeitslager wurden überall im Land errichtet, doch jene in Magadan galten als die mit den härtesten Lebensbedingungen. Für die Häftlinge bedeutete dies unter menschenverachtenden Bedingungen und bei einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von minus drei Grad, angetrieben von Wärtern und weiteren Strafandrohungen nach Gold und Silber suchen zu müssen.

Die Goldproduktion steigt deutlich an

Heute sind die Arbeitslager zum Glück Geschichte, doch die harten äußeren Bedingungen sind noch immer die gleichen. In Magadan nach Gold und Silber zu suchen ist für die Kumpel vor Ort nach wie vor eine Knochenarbeit.

Eine Förderung von 10,6 Tonnen Gold sieht der Plan für dieses Jahr vor. Diese wird man vermutlich auch erreichen, denn dank der guten Vorbereitung auf die neue Saison und dank der stabilen Goldpreise wird die Produktion vermutlich noch etwas höher ausfallen, sodass mindestens 11 Tonnen Gold gefördert werden sollen.

 

Einen wesentlichen Beitrag zur erhöhten Goldgewinnung in Ostsibirien leisten neue Techniken und die in den letzten Jahren durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen.

Ein gutes Beispiel für die erzielten Fortschritte ist die Omsuktschanskaja Mine, die zum Silber-von-Magadan-Konzern gehört. In ihrer Mühle wurden bislang maximal 950.000 Tonnen Gestein pro Jahr verarbeitet.

Nach dem derzeit noch nicht ganz abgeschlossenen Um- und Ausbau der Mine, wird die neue Verarbeitungskapazität bei 1,5 Mio. Tonnen Erz pro Jahr liegen.

 

Auf der Lagerstätte Golzowoje wurde die Goldproduktion aufgenommen, während die Rekonstruktion der Wetrenskoje Mine in 2009 abgeschlossen werden konnte.

Der Abbau der Erze in Wetrenskoje steht unter der Leitung von Elektrum Plus und jährlich sollen hier fortan bis zu 1.000 Kg Gold gewonnen werden. Das laufende Jahr ist noch ein Jahr des Übergangs.

Bislang wurden 240 Kg Gold mehr gewonnen als im Vorjahr und die gesamte Produktion der Mine soll um 500 Kg anwachsen.

 

Einen Abnehmer wird das sibirische Gold ganz sicher finden. Möglicherweise verlässt das Gold nicht einmal das Land, denn die russische Nationalbank hat angekündigt ihre Devisenbestände ab- und ihren Goldbestand weiter aufbauen zu wollen.

9. Juli 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.