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RWE-Aktie im freien Fall: Kommt jetzt die Notbremse?

Der zweitgrößte Energieversorger in Deutschland, RWE, scheint auf die geplante Energiewende in der Bundesrepublik und den rasanten Einbruch der RWE-Aktie zu reagieren. Der Energiekonzern will sich nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ von drei seiner Tochterunternehmen trennen.

Tiefer Einschnitt in das Angebot des RWE

Betroffen seien dabei der Versorger VSE aus Saarbrücken, die Koblenzer Elektrizitätswerke sowie die Frankfurter Süwag-Gruppe. Sollte sich der Bericht bewahrheiten, würde dies einen tiefen Einschnitt in das Angebot der RWE AG in den Bereichen Strom und Gas bedeuten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten die drei Tochtergesellschaften einen Umsatz von rund 3,2 Milliarden Euro, einem Sechstel des Gesamtumsatzes des Konzerns in Deutschland. An den betroffenen Unternehmen ist RWE mit bis zu 78 Prozent beteiligt, der restliche Anteil verteilt sich laut der „FTD“ auf die jeweiligen Kommunen.


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RWE-Aktie: Fall mit Verkäufen stoppen?

Bereits vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Konzernspitze unter Leitung von Jürgen Großmann plant, Beteiligungen von mindestens acht Milliarden Euro zu verkaufen und so neues Geld in die Kassen des Energieanbieters zu spülen. Der Bericht geht nun davon aus, dass alleine der Verkauf der Frankfurter Süwag einen dreistelligen Millionenbetrag einbringen könnte.

Großmann besorgt um RWE-Aktie

Bereits im Juni hatte Konzernchef Großmann in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ den Atomausstieg als „willkürlich“ und „rechtlich nicht begründbar“ dargelegt. Der Konzern wolle deshalb  in Zukunft verstärkt im Ausland investieren, da es dort wesentlich größere Wachstumschancen als auf dem heimischen Markt gebe.

Schon damals zeigte sich Großmann besorgt um den Kursverfall der RWE-Aktie. Ein niedriger Preis würde die Gefahr einer „feindlichen Übernahme“ bestärken. Er sei jedoch zuversichtlich, dass der Konzern stark genug sei, um die Krise zu überstehen.

Mit Spannung wird nun die kommende Woche erwartet. Dann legt RWE die Gewinnprognose für das kommende Halbjahr vor – mit bislang düsteren Aussichten.

Gelingt RWE der Wechsel vom Atom- zum Ökostrom?

Ein Hoffnungsschimmer könnte der verstärkte Einstieg des Unternehmens in den rasant wachsenden Ökostrom-Bereich darstellen. Erst Ende Juli konnte der Konzern einen neuen Vertrag mit der Deutschen Bahn vermelden.

Dieser sieht vor, dass das RWE das Transportunternehmen von 2014 bis 2028 mit Ökostrom aus Wasser- und Windkraft versorgen wird. Die Höhe des Vertrags wird im Milliardenbereich beziffert, was die Verluste aus dem Atomgeschäft zumindest leicht abfangen könnte.

Atomausstieg als Fallbeil für RWE-Aktie

Die deutschen Stromkonzerne waren durch das Atom-Moratorium im Frühling sowie die geplante Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke bis 2022 unter finanziellen Druck geraten. Mit fünf von deutschlandweit insgesamt 17 Atomkraftwerken ist die RWE AG nach e.On der zweitgrößte Atomstromlieferant in der Bundesrepublik.

Die RWE-Aktie ist aufgrund der ungewissen Versorgungslage seit Jahresbeginn um rund 29 Prozent gefallen und notiert aktuell nur noch bei 35,50 Euro – Tendenz weiter fallend. Zum Vergleich: Im Juni 2010 notierte die RWE-Aktie noch bei mehr als 58 Euro.

2. August 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.