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RWE Aktie: Quartalszahlen erwartungsgemäß enttäuschend

Der Strom- und Gasversorger RWE (WKN 703712) hat vor wenigen Tagen schwache Zahlen für das Auftaktquartal 2012 vorgelegt.

Da ein Gewinnrückgang jedoch zuvor prognostiziert und erwarten worden war, reagierten die Anleger relativ gelassen auf die enttäuschenden Zahlen des Essener Unternehmens.

Die RWE Aktie konnte sich nach wie vor nicht nachhaltig aus ihrem Tief befreien. Bei der letzten Analyse des Titels Anfang Dezember 2011 lag der Kurs von RWE auf einem ähnlichen Niveau.

Doch trotz der für den Versorger problematischen Energiewende und der momentanen Probleme im Gassegment ist der Titel weiterhin recht günstig und neben der (gekürzten) Dividendenrendite überzeugen auch die Langfristaussichten.

RWE-Zahlen zum Auftaktquartal durchwachsen

Die in 2011 entstandenen Probleme setzten sich für die RWE AG zunächst auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres fort. Neben einem nahezu stagnierenden Umsatz ist das EBITDA im Vergleich zur Vorjahresperiode um knapp neun Prozent und das operative Ergebnis um 13,8 Prozent auf rund 2,44 Milliarden Euro zurückgegangen.


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Für das durchwachsene Auftaktquartal waren einerseits die leichten Verluste im Gassegment, vor allem aber die Einbußen aus dem Atomausstieg und den abgeschalteten Kraftwerken verantwortlich. Für das laufende Jahr rechnet die Konzernspitze dennoch mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Titel insgesamt günstig bewertet

Insgesamt zeigen die fundamentalen Kennzahlen der RWE Aktie weiterhin, dass der Titel günstig bewertet ist. Das 8er KGV und das Kurs-Umsatz-Verhältnis (0,4) sprechen für diese These. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis (1,5) ist sehr ordentlich, das PEG ist mit 3,0 dagegen schwächer.

Während die Eigenkapitalquote bei RWE unterdurchschnittliche 15 Prozent beträgt, ist die Dividendenrendite – trotz drastischer Kürzung – ein Prunkstück der RWE Aktie. Diese wurde zuletzt auf zwei Euro je Anteilsschein reduziert, liegt aber noch immer bei momentan rund 5,6 Prozent.

RWE: Trotz Krise interessant

Die sinkende Ertragskraft durch die Energiewende und preisgebundene Gasverträge machen dem Versorger-Riesen auch in 2012 zu schaffen, wie die Zahlen zum Auftaktquartal belegen. Zudem ist die Nettoverschuldung von RWE mit rund 30,8 Milliarden Euro sehr hoch. Im letzten Quartal ist diese sogar nochmals um knapp drei Prozent gestiegen.

Dass die langfristigen Aussichten für den Konzern dennoch ordentlich sind, liegt an mehreren Faktoren. Zum einen sind die fundamentalen Kennzahlen der Aktie weiterhin recht überzeugend. Der Titel ist günstig und die Dividende hoch.

Darüber hinaus ist sich die Unternehmensspitze sicher, spätestens nach 2012 wieder ein Gewinnwachstum verbuchen zu können. Mit einem schrittweisen aber deutlichen Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien ist auch die Zukunftsperspektive klar. Die Nettoverschuldung muss allerdings im Blick behalten werden.

Zahl des Tages: 20 Prozent soll der konzerninterne Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 betragen.

Aktueller Kurs der RWE Aktie

Fundamentalanalyse der RWE Aktie

RWE Aktie

* Bewertung nach Schulnotensystem

Die Kennzahlen und Auswertungen richten sich im Kern nach Benjamin Grahams Fundamentalanalyse: https://www.gevestor.de/shop/details/intelligent-investieren.html

16. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.