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RWE Aktie: Überraschungs-Vize im Dax

Dass die Adidas-Aktie nach dem Erfolg von 2015 auch im laufenden Jahr der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und der olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro die Dax-Spitze erobern würde, kommt sicherlich wenig überraschend.

Ganz anders jedoch sieht es aus bei der Nr. 2 aus: Im bisherigen Jahresverlauf geht die Vize-Krone an RWE.

Ausgerechnet einer der gebeutelten Energie-Konzerne, die in den Vorjahren so heftige Rückschläge einstecken mussten – und das nicht nur mit Blick auf den Aktien-Verlauf, sondern auch auf die Bilanzen.

Energie-Wende trifft Stromkonzerne hart

Nach der Atom-Katastrophe von Fukushima im Frühjahr 2011 kam es Schlag auf Schlag:

Die Bundesregierung beschloss nun doch den Ausstieg aus der Atomkraft, von den sie sich eigentlich nur wenige Monate zuvor abgewendet hatte. Einige ältere Meiler mussten sofort vom Netz, bei den übrigen wurde die Restlaufzeit eingedampft.

Während in den Nachbarländern Schrottmeiler weiterlaufen – man denke nur an das Kraftwerk Tihange in der Nähe von Aachen, das regelmäßig mit Störfällen in den Schlagzeilen ist – und auch munter neue Atomkraftwerke gebaut werden, wird Deutschland schon in wenigen Jahren auf die Erzeugung von Atomstrom verzichten.


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Stattdessen sind die erneuerbaren Energien auf dem Vormarsch, allen voran Solar- und Windkraft-Anlagen.

RWE und Konkurrent E.on mussten sich also zügig etwas einfallen lassen, um den Anschluss nicht zu verpassen, hatte man die Energie-Wende bis dahin doch eher stiefmütterlich behandelt und sich stattdessen auf politischen Good Will und weiterhin sprudelnde Milliarden-Gewinne verlassen.

RWE und E.on spalten sich auf

Wie stark die Geschäfts-Modelle der im Ruhrgebiet beheimateten Energie-Riesen nun umgeschichtet werden, wurde in den vergangenen Monaten deutlich:

Beide Konzerne verkündeten eine Aufspaltung, wobei E.on das Geschäft mit den konventionellen Kraftwerken in die neu gegründete Tochter Uniper auslagert und das Segment der Erneuerbaren sowie Vertrieb und Netzgeschäft behält.

Uniper soll mittelfristig komplett abgestoßen werden.

RWE geht den umgekehrten Weg: Hier trägt die neue Tochter den Namen Innogy, ihr fallen Netz- und Vertriebs-Geschäft sowie die erneuerbaren Energien zu, während das Geschäft mit den fossilen Energien beim Mutter-Konzern RWE verbleibt.

Innogy soll in absehbarer Zeit – voraussichtlich gegen Jahresende – selbst an die Börse gebracht werden und mit attraktiven Dividenden-Zahlungen Invstoren anlocken.

Anleger begrüßen das Konzept und honorieren den Neustart mit reichlichen Aktien-Zukäufen. Allein in den vergangenen 6 Monaten hat die RWE-Aktie um rund 30% zugelegt und damit einiges an Boden wieder gutgemacht.

RWE Aktie auf Erfolgskurs

Zuletzt übersprang das Papier die 15-€-Marke, eine im Verhältnis zu den letzten Monaten durchaus erfolgreiche Entwicklung – allerdings kostet die RWE Aktie damit immer noch gerade einmal die Hälfte dessen, was sie vor 2 Jahren noch wert war.

Dennoch ist es ein beachtlicher Erfolg, angesichts der Umstände als zweitstärkster Dax-Wert dazustehen. Auch Analysten zeigten sich zuletzt tendenziell zuversichtlich:

Die Zahl der Kaufempfehlungen steigt ebenso wie die ausgegebenen Kursziele, die sich inzwischen auf bis zu 20 € belaufen (Société Générale). Manch einer hält jedoch auch einen Rückschlag auf etwa 10 € für denkbar (Kepler Cheuvreux, Berenberg).

Die Divergenz in den Einschätzungen unterstreicht: Die jüngsten Erfolge für die RWE Aktie sind beachtlich, aber man ist noch nicht ganz übern Berg.

2016-07-20 RWE

22. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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