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Ryanair bläst nach Aer Lingus-Übernahme zum Preiskampf

Der mehrjährige Übernahme-Krimi um Aer Lingus ist vor wenigen Tagen dann doch erwartungsgemäß zu Ende gegangen. Nachdem Ryanair sich bereit erklärte, die IAG-Offerte in Höhe von 2,50 Euro je Aktie anzunehmen, war der Weg für die Übernahme endlich frei.

Was fehlte, war neben dem 30%-Aktienpaket des irischen Rivalen noch das OK der Wettbewerbsbehörden. Das kam unter einigen Auflagen am Wochenende, sodass der Deal nun endgültig durch ist.

Übernahme spült Irland 350 Mio. Euro in die Kasse

Für die Freigabe des Deals war nicht nur die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörden notwendig sondern auch die Zustimmung der nationalen Wettbewerbsbehörden und des irischen Parlaments.

Nachdem IAG eine Reihe von Zusagen wie etwa Arbeitsplatzgarantien oder Erhalt der Marke „Aer Lingus“ gab, stimmte die Politik zu. Ein wichtiger Grund für die Zustimmung dürfte aber auch der 350 Mio. Euro Verkaufserlös gewesen sein, die der Bieter für den 25%-Staatsanteil jetzt überweisen muss.


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Langfrist-Aktionäre kassieren dank Übernahme bis zu 300% Gewinn

Auch die Aktionäre haben mit der Übernahme ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Heute schloss die Aktie in London bei 2,50 Euro – also exakt auf Angebotshöhe. In den vergangenen 6 Jahren notierte das Papier nicht einmal Ansatzweise in diesen Regionen.

Vor 4 Jahren wechselte die Aktie für 0,60 Euro den Besitzer. Vor 3 Jahren für 1,00 Euro und selbst im Winter 2014 noch für „nur“ 1,30 Euro. Danach ging die Post ab. Kurze Zeit nach Bekanntwerden der Übernahme-Pläne stieg das Papier Richtung Angebotspreis.

Wer rechtzeitig investierte, konnte dank der Übernahme seinen Einsatz in weniger als einem Jahr fast verdoppeln.

Nur Ryanair mit Übernahme nicht ganz zufrieden

Ryanair ist die Zustimmung der Übernahme mit Sicherheit nicht leicht gefallen. Der direkte Konkurrent hielt ein 30%-Paket, dass er jetzt nur abgibt, weil man quasi dazu gezwungen wurde.

Vor einigen Monaten entschied die Wettbewerbsaufsicht, dass Ryanair zu viel Einfluss auf Aer Lingus ausübt und seinen Anteil auf 5% verringern muss. Die Angebots-Annahme ist also nur eine einfache Lösung, um dem Verlangen der Wettbewerbsbehörden nachzukommen.

Ryanair schon im Winter mit 9 weiteren Flugzeugen am Flughafen Dublin?

Es ist absehbar, dass der Konkurrenzdruck auf nach der Übernahme durch IAG für Ryanair auf einigen Strecken zunehmen wird. Deswegen hätte Ryanair wohl die großzügige Offerte auch abgelehnt, wenn man den Anteil hätte behalten dürfen. So entsteht ein strategischer Nachteil.

Doch Ryanair nimmt den Kampf frühzeitig auf. Der schillernde Chef Michael O´Leary („Ryanair sollte mehr wie die Sex Pistols sein“) sagte, dass niemand erwarten sollte, dass Ryanair sich zurücklehnt und einfach Veränderungen hinnimmt.

Spekuliert wird, dass schon in diesem Winter statt mit 4 weiteren Flugzeugen nun mit bis zu 9 Flugzeugen die Frequenz nach Zielen wie etwa Madrid, Manchester oder Berlin erhöht werden könnte.

Das bedeutet, dass ich in früheren Ausgaben zum Übernahme-Krimi immer einen Gewinner des Deals vergessen habe: Die Passagiere! Neben Übernahme-Kandidat Aer Lingus, Aer Lingus-Mitarbeiter und Aktionäre, der irischen Regierung sowie IAG, freuen die sich über noch günstigere Ticketpreise.

20. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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