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SAB Miller, Heineken und AB InBev: Es schäumt in der Bierbranche

In der Bierbranche scheint es zeitnah zu einer weiteren Branchenkonsolidierung zu kommen. Diverse Szenarien sind dabei denkbar, welche sowohl die Branchenspitze, als auch deren Beteiligungen und eine Reihe von kleineren Brauereien betreffen.

Den Stein des Anstoßes gab dabei offenbar die weltweite Nummer 1 AnheuserBusch InBev. Insidern zufolge will der Marktführer die Nummer 2, SAB Miller schlucken. SAB Miller scheint jedoch von dem Plan wenig begeistert zu sein und will die Nummer 3, Heineken schlucken, um die Pläne zu durchkreuzen.

Doch genauso wenig wie SAB Miller übernommen werden will, hat Heineken kein Interesse daran, übernommen zu werden. Die Niederländer kündigten heute Morgen an, dass sie alleine weiter machen wollen.

Abwehrmaßnahme gegen AB InBev: SAB Miller will Heineken

Vor wenigen Monaten sickerten die ersten Gerüchte durch, dass AB InBev eine Übernahme von SAB Miller prüft.

Der Brauerei-Riese hat zuletzt schwächere Wachstumsraten präsentiert und würde sich mit einer SAB-Übernahme zweifelsfrei stärken, da SAB gute Marken in Ländern hat, in denen der Markt noch nicht gesättigt ist.


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Zudem ist AB InBev für seine aggressive Gangart bekannt und das Gerücht, dass bereits mit Banken über eine Deal-Finanzierung gesprochen wird, macht das Börsengeflüster glaubhaft.

Offenbar glaubt auch SAB Miller, dass es sich nicht nur um Gerüchte handelt. Denn der größte AB InBev-Konkurrent will mit Zukäufen wieder weg vom Übernahme-Radar des Rivalen.

Logischer Partner ist Heineken. Eine Kombination der beiden Bierbrauer würde AB InBev nicht mehr übernehmen können. Leider scheint der Abwehrplan nicht aufzugehen.

Heineken hat berichtet, dass SAB Miller an das Unternehmen herangetreten ist, doch dass sich die Gründerfamilie und andere Aktionäre dazu entschlossen hätten, alleine weiter zu machen.

SAB Miller hat der ersten Korb offenbar nicht vom Plan abbringen können. Insider berichten, dass der Bierkonzern weiter an einer Übernahme festhalten will.

SABs Heineken-Interesse: Aus Mangel an Alternativen

Das hartnäckige Interesse an Heineken ist darauf zurückzuführen, dass SAB die Wahrscheinlichkeit selbst übernommen zu werden, vermutlich als hoch erachtet. Wenn Heineken nicht will, ist die Anzahl an Übernahme-Kandidaten, die das Interesse von AB InBev schwinden lässt, gering.

Mögliche Ziele wären noch da (z.B. Carlsberg), doch bei den anderen nennenswerten Brauereien sitzen auch Gründerfamilien oder Stiftungen im Boot, sodass eine Übernahme dieser Ziele nicht unbedingt leichter ist.

Ziele die etwas Abseits des Biergeschäfts stehen, wie etwa Spirituosen-Hersteller, würden nicht das notwendige Synergie-Potenzial mitbringen.

Bier-Aktien im Aufwind

In der Summe kann festgehalten werden, dass etwas passieren wird. Es wird zeitnah Übernahmen geben. Sollte AB InBev die Finanzierung einer SAB-Miller-Übernahme schnell sichern können, dürfte dass die nächste Neuigkeit sein.

Parallel dazu wird SAB Miller versuchen, Heineken zu übernehmen oder einen anderen geeigneten Übernahme-Kandidaten zu finden. Viel Zeit bleibt dabei nicht, denn AB drückt aufs Tempo und einigen SAB-Großaktionären wird Deal-Bereitschaft nachgesagt.

Die Konsolidierung vor Augen, klettern die Bier-Aktien. SAB Miller-Aktien steigen um 5,6%. Heineken-Aktien, die bereits nach starken Zahlen um über 10% zulegen konnten, steigen heute ebenfalls weiter. Die Nummer 4, Carlsberg legt um 2% zu und die Nummer 7, Molson Coors steigt um 7%.  Es bleibt spannend.

15. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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