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Salesforce-Aktie: Gerüchte um Milliarden-Übernahme schicken Aktienkurs in den Keller

Jahrelang kannte die Salesforce-Aktie nur eine Richtung; von August 2004 bis zum Mai dieses Jahres legte die Aktie um mehr als 3.300% zu. Doch seither befinden sich die Papiere im Rückwärtsgang.

Von dem Allzeithoch bei 83,77 Dollar hat sich die Aktie mit einem aktuellen Kurs von 68,42 Dollar mittlerweile spürbar entfernt.

Dazu haben auch die Gerüchte um die mögliche Milliarden-Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter beigetragen.

Was steckt hinter den Übernahme-Spekulationen? Was bedeutet ein möglicher Deal für die Aktionäre?

Salesforce alleine auf weiter Flur

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Gerüchte um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Jetzt scheinen sich die Gerüchte aber zu konkretisieren.

Ursprünglich waren Insider von einem möglichen Wettbieten ausgegangen. Immer wieder fielen Namen möglicher Interessenten wie Google, Disney und Apple.

Mittlerweile haben die drei Großkonzerne aber abgewunken. Damit scheint Salesforce-Chef Mark Benioff aktuell der einzig wirklich ernsthafte Interessent für den Social-Media-Dienst zu sein.

Darum will Salesforce Twitter unbedingt haben

Dass Twitter-Chef Benioff sich nicht mit kleinen Dingen zufrieden gibt ist schon länger klar.


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Jetzt aber will er mit Twitter eine richtig große Nummer durchziehen. Immerhin beträgt der aktuelle Börsenwert von Twitter mehr als 17 Mrd. Dollar.

Aus Insider-Kreisen ist zu hören, dass sich der Aufsichtsrat einen Übernahmepreis von mindestens 30 Mrd. Dollar vorstellt.

Das ist schon ein dicker Brocken, denn Salesforce bringt es nach dem Kursrückgang selbst gerade einmal auf 46 Mrd. Dollar Marktwert.

Der Hintergrund des Deals wird wie folgt begründet:

Mit Einstein, der von Salesforce entwickelten Künstlichen Intelligenz, will Bernioff nichts weniger als die Vertriebs-Organisationen weltweit revolutionieren.

Die Erwartungen sind hoch. Einstein ist ein integrierter Bestandteil der neuen Cloud-Plattform für das Management von Kunden-Beziehungen, der sämtliche  gesammelte Daten einer Firma durchsucht.

Neben Datenbanken und Adressbüchern könnten das eben auch Social-Media-Plattformen wie Twitter sein.

Mit der selbstlernenden Software wird jeder Kontakt bewertet und kann vom Vertrieb wesentlich effizienter bearbeitet werden.

Twitter statt Linked-In

Mit dem Deal versucht Salesforce die Lücke zur Konkurrenz zu schließen. Denn Microsoft hat sich mit LinkedIn gerade 450 Mio. Kontaktdaten von Geschäftsleuten eingekauft.

Den Deal hätte der Cloud-Dienstleister auch gerne gemacht, kam jedoch bei dem Karriere-Netzwerk nicht zum Zug.

Neben dem Erzrivalen Oracle ist der Software-Riese Microsoft der bedeutendste Wettbewerber für Salesforce.

Starkes Wachstum, aber hohe Verluste

Mit Twitter bekäme Salesforce Zugang zu riesigen Daten-Mengen, aber der Preis ist hoch.

Denn obwohl die Erlöse von Twitter seit 2010 von 28 Mio. Dollar auf zuletzt 2,21 Mrd. Dollar explodierten, operiert das Unternehmen weiterhin in der Verlustzone.

Alleine im vergangenen Geschäftsjahr fielen 521 Mio. Dollar an Verlusten an. Eine Besserung ist nicht in Sicht, denn die Möglichkeiten der Monetarisierung der Kunden-Kontakte sind bislang überschaubar.

Anleger lehnen Deal ab

Die Anleger haben mit dem Abverkauf der Aktie schon einmal gezeigt, was sie von dem Deal halten.

Das Problem an der Sache: Auch Salesforce schrieb in den letzten 5 Jahren keine Gewinne. Der hohe Börsenwert von Twitter macht den Kauf schwierig.

Auch Analysten zeigten sich skeptisch: Die Experten sehen keinerlei Umsatz- und Kosten-Synergien – einige rechnen damit, dass es 2 – 3 Jahre dauern wird, bis sich der Aktienkurs von der Übernahme erholen wird.

7. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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