Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Salesforce: Unbekannter Käufer treibt Kurs nach oben

Laut Insidern hat der US-Konzern Salesforce ein Übernahme-Angebot auf dem Tisch liegen. Bislang wurde das Gerücht noch nicht bestätigt.

Insidern zufolge soll der weltweit größte Cloud-Software-Anbieter jedoch bereits Finanzberater eingeschaltet haben, um die Lage zu sondieren.

Ein Verkauf von Salesforce würde die Branche ordentlich aufmischen. Das Geschäft mit Cloud-Software gilt als einer der größten Wachstumsmärkte.

Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf den Trend zur Software aus dem Internet.

Der Kurs zog von Salesforce zog mit den Gerüchten schon einmal an. Die Bewertung ist inzwischen so hoch, dass ein Deal aber auch kommen muss, um das Niveau halten zu können.

Größte Tech-Übernahme aller Zeiten

Sollte der Deal zustandekommen, würde die Transaktion schon alleine auf Grund ihrer Größe in die Geschichtsbücher eingehen.

Denn bei einem Kaufpreis von annähernd 50 Mrd. Dollar wäre dies die mit Abstand größte Übernahme im Technologiebereich.

Salesforce mit ambitionierter Bewertung

Nach dem jüngsten Kurssprung ist die Aktie des Cloud-Spezialisten wahrlich kein Schnäppchen mehr:


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Die Bewertung entspricht ungefähr dem 90-fachen des zukünftigen Gewinnes. I. d. R. liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Software-Unternehmen bei Übernahmen eher im Bereich von 20.

Dabei erreichte Salesforce im vergangenen Jahr noch nicht einmal die Gewinnzone. Wiederholt stand ein 3-stelliger Millionenverlust zu Buche.

In den vergangenen 3 Jahren verbrannte das Unternehmen aus San-Francisco immerhin über 750 Mio. Dollar.

Somit scheint es der unbekannte Käufer eher auf das Umsatzwachstum und die Marktstellung von Salesforce abzusehen. Immerhin kletterten die Erlöse in 2014 um 32% auf 5,4 Mrd. Dollar.

Allerdings ist ein Großteil externem Wachstum zuzuschreiben; Durch diverse Zukäufe hat der Cloud-Konzern seinen Marktanteil auf zuletzt 16% ausgebaut.

Hoher Kaufpreis schränkt Käuferkreis ein

Wie wahrscheinlich ein Übernahme-Angebot ist, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Der Markt rechnet fest damit – wir sind da schon skeptischer.

Sicher ist jedoch, dass alleine aufgrund des hohen Kaufpreises nicht viele Interessenten infrage kommen. Die Namen Microsoft, SAP, Hewlett-Packard und IBM fallen immer wieder.

Auch der US-Software-Riese Oracle, der vorherige Arbeitgeber von Salesforce-Chef Marc Benioff, wäre ein möglicher Kandidat.

Seit Jahren liefern sich die beiden ein ambitioniertes Kopf-an-Kopf-Rennen im Zukunftsmarkt für Cloud-Software – und leisten könnte es sich der Tech-Gigant allemal.

Insgesamt schlummerten zuletzt Barreserven von 44 Mrd. Dollar auf der hohen Kante. Zusätzlich spülte eine Anleihe-Emission im April nochmals 10 Mrd. in die Kassen.

Jüngsten Andeutungen aus dem Oracle-Management zufolge, ist das Unternehmen allerdings nicht an Salesforce interessiert. Ein Deal passt zwar, ist aber deswegen nicht die automatische Konsequenz.

Wer einen Einstieg wagen möchte, sollte wissen, dass die Aktie seit einiger Zeit stark gehypt wird. Wer einsteigt, ist also sehr spät „dran“.

Die Strategie des Managements lautete zudem: Kaufe, was da ist, um größer zu werden!

Wir stellen uns hier die Frage: Was ist, wenn es vom Management gewollt war, mit Übernahmen zu wachsen, um das Unternehmen dann weiterzukaufen?

Über die Qualität und die Perspektiven der Zukäufe eine Aussage zu treffen ist sehr schwierig. Der Käufer trägt dafür dann das volle Risiko.

Sicher ist es attraktiv, mit einem Schlag weltgrößter Anbieter im Cloud-Bereich zu werden – doch zu welchem Preis?

4. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Jens Gravenkötter. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt