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SAP bleibt 2016 erste Wahl

Die jüngste Schwäche des Konkurrenten Oracle hatte Analysten und Investoren aufgeschreckt, doch die Sorgen erwiesen sich als unbegründet: SAP hat im vergangenen Jahr nicht nur besser abgeschnitten als erwartet, sondern kann sich sogar über Rekordzahlen freuen.

Nach vorläufigen Zahlen, die vor wenigen Tagen vorgestellt wurden, beläuft sich das bereinigte Betriebsergebnis für 2015 auf 5,9 Milliarden Euro und liegt damit am oberen Ende der eigenen Zielspanne.

Cloud erfolgreich etabliert

Für Verunsicherung hatte in den vergangenen Monaten der Umstieg auf Cloud-basierte Systeme gesorgt. Viele Beobachter befürchteten Gewinneinbrüche, da sich die Einnahmen – anders als im klassischen Lizenzgeschäft – über längere Zeiträume erstrecken, dadurch aber erst einmal niedriger ausfallen.

Doch SAP hat es geschafft, sowohl das Cloud-Geschäft erfolgreich und lukrativ zu etablieren als auch parallel im Lizenzgeschäft weiter zu wachsen. Mit der Cloud wurde im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viel Umsatz generiert wie im Vorjahr, das Geschäft mit traditionellen Lizenzen kletterte um 4 Prozent.


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Während die Konkurrenz an Boden verliert, kann SAP also weiter zulegen. Das spiegelt sich auch im Gesamtumsatz, der um 10 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro stieg. Allein die Cloud-Sparte steuerte hierzu 2,3 Milliarden Euro bei und entwickelte sich damit stärker als gedacht.

Analysten überzeugt

Anleger und Analysten zeigten sich erfreut. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres hat sich die Aktie um mehr als ein Viertel verteuert, zuletzt hatten überraschend gute Zahlen aus dem dritten Quartal den Kurs noch einmal kräftig angeschoben.

Im allgemeinen Sog der Finanzmärkte hat zwar auch SAP in den vergangenen Tagen leicht nachgegeben, doch Analysten sehen den Softwarespezialisten perspektivisch auf Kurs. Mit deutlicher Mehrheit empfehlen aktuelle Studien das Papier zum Kauf. Das Kursziel wird dabei mit bis zu 85 Euro beziffert. Zuletzt wurden SAP-Aktien für rund 70 Euro gehandelt.

2016-01-15 SAP

Ihren Optimismus stützen die Experten dabei vor allem auf ein neues Allround-Paket: Die neue Unternehmenssoftware S/4 Hana ging kürzlich mit der Version für Finanzabteilungen an den Start, es folgten im Herbst Programme für weitere Bereiche wie etwa Personalmanagement, Einkauf oder Marketing.

Zahlreiche Firmen setzen auf SAP, mit S/4 Hana verspricht nun auch das insgesamt sechste Hauptprodukt des Unternehmens ein voller Erfolg zu werden – gelingt dies, dürfte der Dax-Konzern die nächsten Jahre davon zehren. Im Schnitt profitiert SAP rund sieben Jahre von seinen Business-Software-Paketen.

Die größte Herausforderung des neuen Jahres wird es sein, das Cloud-Geschäft weiterhin solide aufzustellen. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Umstellung des Geschäftsmodells hat spätestens die Bilanz des Jahres 2015 gezeigt, dass SAP die Lage inzwischen gut im Griff hat.

Die finalen Zahlen sowie der Geschäftsausblick werden am 22. Januar vorgestellt.

16. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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