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Schalten Sie Ihr Ego ab!

Als wir im September 2012 im Familienkreis an der Kaffeetafel beisammen saßen, war die Meinung meiner Börsen-interessierten Gesprächspartner einhellig: „Der DAX wird nicht mehr bis 8.100 Punkte steigen. Und selbst wenn, wird er von dort aus wieder abstürzen.“

Angesichts der herrschenden Euro- und Schuldenkrise vermochte keiner meiner Gesprächspartner zu sehen, was die Kurse derart antreiben könnte. Ich übrigens auch nicht. Allerdings hatte ich eine andere Idee …

Ausgangspunkt dieser Debatte war die Prognose, die ich am 26. August 2012 den Lesern meines Börsendienstes Momentum-Trader gemacht hatte:

„Ich erwarte, dass die Aktienkurse in den vor uns liegenden Jahren sogar geradezu explodieren können. Halten Sie sich fest: Bis Ende 2015 – also im Laufe der nächsten gut drei Jahre – halte ich einen DAX von bis zu 14.000 Punkten für möglich!“

Nun: Im September 2012 notierte der deutsche Leitindex bei 7.450 Punkten und die Entwicklung seither ist Ihnen bekannt.

Meine damalige Einschätzung hatte ich auf die Charttechnik begründet: Die Prognose basierte auf der Voraussetzung, dass der DAX 30 seine bis dahin gültige Bestmarke bei 8.152 Punkten nachhaltig überbieten kann.

Das eingangs genannte Beispiel zeigt: Wenn Sie mit Aktieninvestments auf Dauer erfolgreich Geld verdienen möchten, dann sollten Sie Ihr Ego abschalten! Denn:


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Es ist völlig irrelevant, was Sie oder ich glauben, wie sich der Aktienmarkt entwickeln wird. Deshalb:

Schauen Sie nicht auf das, was Ihnen die Medien vermitteln, sondern auf die Reaktionen des Aktienmarktes. Die aktuellen Nachrichten um Griechenland sind dafür ein prima Beispiel. Denn:

Was hat sich geändert? NICHTS!

Vor einer Woche waren die Marktteilnehmer noch „zu Tode betrübt“ – nun sind sie geradezu „himmelhoch jauchzend“! Doch was hat sich gegenüber der Lage vor einer Woche geändert?

Absolut nichts! Eine Lösung des „Grexit“-Problems ist weiterhin offen.

Die griechische Regierung hat am Wochenende lediglich einen Katalog mit zusätzlichen neuen Maßnahmen vorgelegt, die mehr den Vorstellungen der Entscheidungsträger entgegen kommen. Doch gibt es dazu – Stand heute, Dienstag, den 23. Juni 2015, 12:40 Uhr – noch keine entsprechende Zustimmung der Verhandlungspartner zu den Vorschlägen. Außerdem:

Die vorgeschlagenen Maßnahmen, wie beispielsweise der Wegfall der Frühverrentung, müssen auch noch vom griechischen Parlament abgesegnet werden. Der Punkt ist indes:

Die Meinung der Marktteilnehmer bezüglich eines möglichen Endes der Verhandlungen und eines für beide Seiten befriedigenden Ergebnisses hat sich gewandelt. Und das drückt sich in den Kursavancen des DAX 30 gestern und heute aus:

dax 30 -23-06-2015

DAX 30: Trotz Euphorie ist eine Trend-Entscheidung noch völlig offen

Trotz Euphorie: Trend-Entscheidung noch völlig offen

Seit dem Schlussstand vom vergangenen Freitag (11.040) hat der deutsche Leitindex mehr als 500 Punkte oder knapp +5% zugelegt. Das ist gewiss beeindruckend. Indes:

Nicht nur bei den Griechen und der EU ist eine Entscheidung noch offen: Wie Sie sehen, hat sich der DAX 30 bis gestern Abend lediglich an den im Februar dieses Jahres etablierten Abwärtstrend heran gearbeitet.

Die pinkfarbene Linie markiert das am heutigen Vormittag erreichte DAX-Niveau bei 11.580 Punkten. Doch wie Sie sehen, wäre damit die Abwärtstrend-Linie auch nur marginal überboten. Ein DAX-Schlussstand von 11.650 wäre da also schon ein etwas deutlicheres Signal.

Gleichwie: Wir müssen auf jeden Fall noch mindestens den heutigen Schlussstand abwarten. Denn noch können die zurzeit erzielten DAX-Gewinne ja auch wieder verloren gehen.

Fazit

So wenig es richtig war, sich vor Wochenfrist von der miesen Marktstimmung beeinflussen zu lassen, so falsch wäre es, nun voreilig der von den Medien initiierten allgemeinen Euphorie zu folgen. Deshalb:

Schalten Sie Ihr Ego ab und versuchen Sie nicht zu antizipieren, wie sich der Aktienmarkt Ihrer Meinung nach entwickeln wird. Lassen Sie sich vielmehr vom Aktienmarkt zeigen, wohin die Reise geht, indem Sie die notwendigen Signale abwarten, die Ihnen die Charttechnik liefert.

Denken Sie stets daran: Es ist für Ihren persönlichen Börsenerfolg nicht entscheidend, so früh wie möglich dabei zu sein: Verzichten Sie zugunsten einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit lieber auf einen Teil der Anfangsgewinne.

23. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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