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Schlecht für WincorNixdorf: NCR-Übernahme offenbar vorerst gescheitert

In der Geldautomaten-Branche gehen inzwischen mehrere Branchenbeobachter von einer Konsolidierungswelle aus. Grund dafür sind eine schleppende Nachfrage und eine scharfe Konkurrenz-Situation.

Bei vielen Unternehmen stehen deshalb die Gewinnspannen unter Druck. In der Branchenspitze wird nach strategischen Alternativen wie etwa dem weniger kostenintensiven Service-Geschäft gesucht.

Eine Marktbereinigung ist daher nicht unwahrscheinlich. Doch könnte es sein, dass diese nicht so nah ist, wie manch einer glauben möchte.

Wincor-Chef will alleine weiter machen – schließt Übernahme nicht aus

Um den deutschen Geldautomaten-Hersteller WincorNixdorf ranken sich bereits seit mehreren Wochen Übernahme-Gerüchte. Nachdem ein erstes Gerücht sich jedoch bislang nicht bewahrheitete und das Unternehmen eine Gewinnwarnung aussprach, legte die Aktie den Rückwärtsgang ein.

Es kam dann zu einem zweiten Übernahme-Gerücht. Angeblich wolle der amerikanische Konkurrent Diebold die Paderborner übernehmen. Der Firmenchef Eckard Heidloff winkte jedoch ab. Es gebe keine Gespräche mit Diebold, sage Heidloff.


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Offen bekannte sich der Manager zu einer Stand Alone-Strategie. Eine feindliche Übernahme durch Diebold halte er für unwahrscheinlich, da die Unternehmen nicht wirklich zusammen passen. Ausschließen könne er einen Deal jedoch nicht.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Trotz des klaren Dementis des Diebold-Gerüchts, ist es der Wincor-Aktie gut gelungen, die Kursgewinne zu verteidigen. Auch heute kann sich die Aktie bis zum Mittag gegen den Markttrend stemmen.

Anleger hoffen gerne – und nachdem das Diebold-Gerücht sich nicht bestätigte, wurde ein anderer Deal zur Stützung der Übernahme-Hoffnung herangezogen.

Der amerikanische Branchenkollege NCR hat gerüchteweise ein Übernahme-Angebot von den Finanzinvestoren Carlyle und Blackstone erhalten. Die Überlegung ist, dass der zustande kommt und dann der Konsolidierungsdruck in der Branche größer ist.

Das soll dann dazu führen, dass die strategisch nicht zusammen passenden Unternehmen doch zusammen passen und die Aktionäre in den Genuss einer hohen Übernahme-Prämie kommen. Denkbar ist das (es gab schon weitaus unpassendere Zusammenschlüsse), wie wahrscheinlich das ist, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Bloomberg: Übernahme-Verhandlungen an unterschiedlicher Preisvorstellung gescheitert

Zunächst die gute Nachricht: Verschiedene Quellen haben für gewöhnlich sehr gut informierten Nachrichteninformationsdiensten gesteckt, dass es Übernahme-Angebote gibt. Auch die Marktreaktion der NCR-Aktie (vorgestern +10%) zeigt, dass die Gerüchte durchaus glaubhaft sind.

Leider haben die gleichen stets gut informierten Medien gestern mitgeteilt, dass die Verhandlungen vorerst geplatzt sind. Offenbar wollte das Bieterduo Blackstone/Carlyle nicht den verlangten Mindestpreis zahlen.

Übernahme-Erfolg ergibt sich durch Auswahl – nicht durch Masse

Wenn dieser Deal ausbleibt, bricht eine wichtige argumentative Stütze für die Wincor-Aktie weg. Denn dann ist die zeitnahe Konsolidierungs-Chance deutlich geringer. Das wiederum könnte dem Titel zusetzen.

Die Chance auf eine Übernahme-Prämie ist bei WincorNixdorf an sehr viele Unwägbarkeiten geknüpft – gleichzeitig steht das Unternehmen vor einem langwierigen Umstrukturierungsprozess, der Risiken trägt.

Man muss als Übernahme-Spekulant nicht bei jedem Deal dabei sein, um erfolgreich zu sein. Vielleicht ist es besser, in diesem Fall an der Seitenlinie zu bleiben und denen viel Glück zu wünschen, die eine Investition positiver beurteilen.

18. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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