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Schlechte Konjunkturprognose – DAX gewinnt

Der ZEW-Index ist überflüssig. Die ZEW-Prognose hat auch keine Auswirkung auf die Finanzmärkte. Geradezu lustig empfinde ich die Nachricht, die gestern in der Internetausgabe von „Die Welt“ (steht stellvertretend für ähnlich lautende Nachrichten in anderen Medien) so lautete:

„Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag aus Mannheim mitteilte, fiel der Index, der die Erwartungen von Investoren und Analysten sechs Monate im Voraus abbilden will, von 31,5 im Juni auf 29,7. Das ist der niedrigste Wert seit November. Volkswirte hatten in einer Umfrage von Bloomberg im Median mit einem Rückgang auf 29 gerechnet.“

Gegenüberstellung der „Prognose der Prognose“ zur Prognose

Im oben zitierten Artikel wird die Prognose der Prognose der Prognose gegenüber gestellt.

Verwirrend? Im Klartext:

Im ZEW-Index geht es um die Prognose, die befragte Analysten den Finanzmärkten geben. Und bevor die Prognose der Analysten veröffentlicht wird, prognostizieren Volkswirte, wie die Prognose der Analysten wohl ausfallen wird. Und das auf einen zehntel Indexpunkt genau. Wenn der ZEW- Index dann auf 29,7 Punkte anstatt auf die erwarteten 29 Punkte fällt, ist das gut beziehungsweise weniger schlecht als erwartet.


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Sie lächeln schon? Dann sehen Sie es wie ich: Der ZEW-Index ist Unsinn und dessen Vorhersage auf einen Zehntel-Punkt ist doppelter Unsinn.

Das ist der ZEW-Index: Finanzmarkt-Analysten sagen, wie es uns geht

Der ZEW-Index wird monatlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Um diesen ZEW-Index festzustellen, werden Analysten der Finanzmärkte befragt. Aus diesem Kaffeesatz, sorry, aus dieser Umfrage wird dann die Konjunktur-Erwartung errechnet, auf den Zehntel-Punkt genau natürlich.

ZEW fällt – DAX 30 Index legt zu

Der aktuelle ZEW-Index hat wieder einmal aufgezeigt, wie unwichtig er ist. Wie Sie eingangs lesen konnten, notiert er auf den Werten von November 2014.

Im November notierte der DAX 30 Index im Mittel mit etwa 9.500 Punkten. Zum gestrigen Zeitpunkt der Veröffentlichung der Kristallkugel (sorry, des ZEW-Indexes) notierte der DAX 30 Index mit gut 11.400 Punkten. Das sind glatte +20% mehr als im November 2014.

Natürlich laufen ZEW-Index und DAX 30 Index nicht parallel, aber diese Notierungen zeigen, ZEW-Index und DAX 30 Index haben nichts miteinander zu tun.

Ignorieren Sie den ZEW-Index

Gestern gab es eine eher schlechte Konjunkturprognose, der DAX 30 Index legte zu und schloss sogar mit rund 11.500 Punkten. Es war so wie immer. Der ZEW-Index fand erneut keine Beachtung an den Märkten. Gut so. Ich empfehle Ihnen, den ZEW-Index zu ignorieren.

Dass ich dem ZEW-Index hier so breiten Raum einräume und einen ganzen Kommentar dazu verfasse, dient nicht dem ZEW-Index selbst. Es geht mir nur darum, dessen Sinnlosigkeit aufzuzeigen.

Zum guten Schluss: Am15.07.1890, also heute vor 125 Jahren, verließ der Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller diese Welt. Er schrieb:

„Wer nicht Meister sein will, muss eben Geselle bleiben und Vorgesetzte haben, sein Leben lang.“

Hoffentlich Meister meines Fachs, schon lange nicht mehr Geselle und keine Vorgesetzten habend, sende ich Ihnen beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

15. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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