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Deutsche Bank legt Zahlen vor: Was ist da los?

Die Deutsche Bank schüttet zwar seit über 60 Jahren ununterbrochen Dividenden aus, ist aber beim Dividendenzuwachs bei den sieben deutschen Dividenden-Dauerläufern das Schlusslicht.

Die höchste Dividende mit 4,50 € wurde im Geschäftsjahr 2007 gezahlt. Mit der erwarteten Dividende für das Geschäftsjahr 2014 von 72 Cent bedeutet das ein Rückgang von 84%.

Bei dem stark gefallenen Kurs beträgt die Dividendenrendite dennoch 2,7%. Zahltag ist der 22. Mai. Kursgewinne sind auch nicht mehr ausgeschlossen.

Zu viele Rechtsstreitigkeiten

Die vielen Rechtsstreitigkeiten haben der Deutschen Bank die Bilanz verhagelt. Dadurch rutschte der Finanzkonzern im 3. Quartal erneut in die Verlustzone. Mittlerweile hat das Geldinstitut für mögliche Strafen und Bußgelder und juristische Kosten 3 Mrd. € beiseitegelegt.

Allein im 3. Quartal noch einmal 894 Mio. €, was zu einem Verlust von 92 Mio. € führte. Obwohl noch gar kein Geld geflossen ist, kommt der Streit mit der Familie des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch die Deutsche Bank immer teurer zu stehen.


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Alleine die Wiederholung der Hauptversammlung kostete gut 5 Mio. €. Die Kirch-Erben hatten die Beschlüsse der letztjährigen Hauptversammlung erfolgreich angefochten. Für die Vorstandsspitze bedeutet es viel Arbeit, um die Deutsche Bank wieder auf Vordermann zu bringen.

Operativ läuft es nicht schlecht

Dabei läuft es derzeit im operativen Geschäft nicht schlecht. Die wichtige Sparte Investmentbank profitiert von der Belebung des Anleihehandels. Im Privatkundengeschäft zog der Vorsteuergewinn deutlich an.

Und auch in der Vermögensverwaltung erhöhte die Bank ihren Überschuss. Sogar den Stresstest der EZB hat die Deutsche Bank Probleme bestanden. Selbst ohne die Kapitalerhöhung hätte sie die Mindestanforderungen erfüllt. Die Deutsche Bank möchte das Geschäft in China in den nächsten Jahren kräftig expandieren.

Bisher existieren dort nur 6 Filialen. Das Netz soll kräftig ausgebaut werden, um in allen wichtigen chinesischen Zentren vertreten zu sein. Zudem will die Bank von der Internationalisierung der chinesischen Währung profitieren.

Der Plan, die Position in China auszubauen, ist zwar sinnvoll, sollte aber in den nächsten Jahren noch keinen größeren Einfluss auf die Entwicklung der Ergebnisse haben.

Gemischtes Zahlenwerk

Die Chefs der Deutschen Bank haben Zahlen für 2014 vorgelegt, die viel besser sind als erwartet. 2014 haben sie 1,7 Mrd. € Gewinn gemacht: 1 Mrd. mehr als vor einem Jahr. Allerdings täuschen diese Zahlen über die eigentlichen Probleme hinweg.

So ist der Gewinn im Privatkundengeschäft um 14% eingebrochen, die Tochter Postbank schreibt Verluste.

Kompensieren kann der Konzern das nur mit dem guten Ergebnis im Investmentbanking, dem Geschäft zum Teil hochspekulativen Finanzprodukten. Diese Quersubventionierung funktioniert nur kurzfristig – eine nachhaltige Strategie sieht anders aus.

Neue Konzernsparte braucht Zeit

Die relativ neue Konzernsparte Asset and Wealth Management (AWM) ist dabei, viele verschiedene Bereiche zu einer Plattform zusammenzubauen. Dies ist eine schwierige Aufgabe für AWM-Chef Michele Faissola, der immer noch dabei ist, Sal.

Oppenheim zu integrieren. Deshalb sind Zukäufe in der Vermögensverwaltung bis auf weiteres kein Thema. Die Bank will sich auf das organische Wachstum fokussieren.

Nach den Worten von Jain hat die Deutsche Bank zwar alle Voraussetzungen, um einer der weltweiten Branchenführer in der Vermögensverwaltung zu werden. Auch wenn die ersten Erfolge vielversprechend sind, braucht AWM noch Zeit.

16. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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