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Schon wieder ein Schicksals-Termin für die Aktienmärkte?

Ist es an der Zeit, sich Sorgen um die weitere Tendenz  an der Wall Street zu machen? Ich meine: „Nein“! – Und das aus einem guten Grund.

Fakt ist indes: Vom Zwischenhoch bei 2.151,33 am 24. Oktober aus hat der S&P 500 gestern zum 6. Mal in Folge niedriger geschlossen.

Wie Sie im nachfolgenden Chart sehen, ist der Aufwärtstrend seit Februar dieses Jahres deutlich gebrochen:

sp-500_02-11-2016

S&P 500: Aufwärts-Trend gebrochen – droht jetzt ein Crash?

Schon wieder ein Schicksals-Termin für die Aktienmärkte

Bekanntlich steht uns in wenigen Tagen die US-Präsidentschaftswahl ins Haus:

Am kommenden Dienstag, den 8. November, befinden die amerikanischen Bürger darüber, ob das nächste Staatsoberhaupt Hillary Clinton oder Donald Trump heißt.

Also ein wichtiger Termin, der über die weitere Tendenz an den Aktienmärkten entscheidet? – Da war doch was!? Genau:

Wie die BrExit-Entscheidung, so die US-Wahl

Am 23. Juni dieses Jahres entschieden die britischen Bürger über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU).

Wochenlang – wenn nicht monatelang – fachsimpelten Experten und solche, die sich dafür hielten, über die Auswirkung eines möglichen Brexits auf den Aktienmarkt.

Die meisten Analysten waren sich einig: Im Falle einer BrExit-Befürwortung erwarte uns eine langanhaltende Baisse der Aktienkurse. Sie erinnern sich gewiss noch, was dann geschah:


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Im Vorfeld des BrExit-Votums deuteten zunächst sämtliche Umfragen und Wettquoten auf ein „Nein“ zum britischen Austritt aus der EU.

Der S&P 500 kletterte in der Woche vor dem 23. Juni in der Spitze um +3,1%, der DAX sogar um +8,8%.

Dann trat das nicht für möglich gehaltene Horror-Szenario ein: Die Briten stimmten völlig überraschendfür einen Austritt.

An den beiden darauffolgenden Handelstagen fielen der S&P 500 um -5,8% und der DAX um -10,8% zurück.

„Das passiert uns kein 2. Mal!“

Damals wurden nahezu alle Marktteilnehmer auf dem „falschen Fuß erwischt“:

Keiner wollte die sich im Vorfeld abzeichnende Rallye nach der – ja praktisch schon feststehenden – BrExit-Ablehnung verpassen und stieg daher in Aktien ein. – Und dann dieser Rückschlag nach dem Entscheidungs-Termin!

Nur gut, dass wir Börsianer so ein gutes Gedächtnis haben! Daher WISSEN wir diesmal ja bereits, was uns erwartet – logisch:

Wer auch immer der Nachfolger von Barrack Obama wird, die Aktienkurse werden nach dem Wahltag – genau wie am 24. / 25. Juni – erst einmal kräftig zurückschlagen. Was ist also zu tun?

Genau: Wir verkaufen unsere Aktien diesmal schon vorher. Dann kann uns der erwartete Rücksetzer schließlich nicht mehr treffen, richtig!?

Börse wiederholt sich nicht und „liebt“ Überraschungen

Falsch!

Am 24. Juni hatte sich die Mehrheit der Investoren auf steigende Kurse eingerichtet. Daher war kaum noch jemand da, der die erwartete Aufwärts-Bewegung auch in Gang setzen konnte – es trat exakt das Gegenteil ein.

Diesmal verkauft die Mehrheit schon VOR der Wahl-Entscheidung, da sie sich ja auf fallende Notierungen eingestellt hat.

Damit sind jedoch nach dem 8. November nicht mehr genügend Baissiers übrig, die dann mit ihren Verkäufen auch die erwartete Abwärts-Bewegung einleiten können.

Wir Menschen haben einen Hang dazu, die Finanzmärkte nach unserer eigenen Logik einzuschätzen. Doch Börse funktioniert so nicht!

Kostolany: An der Börse sind 2 x 2 niemals 4, sondern 5 minus 1

Vom „Börsen-Altmeister“, wie André Kostolany gerne genannt wurde, stammen zahlreiche Zitate rund um den Aktienmarkt.

Diese haben vielen Investoren zu einem besseren Verständnis der Abläufe an den Finanzmärkten verholfen. Aber offensichtlich nicht allen!

Die aktuelle Kursentwicklung an der Wall Street erinnert mich nämlich an eine ganz spezielle Kostolany-Weisheit:

„An der Börse sind 2 x 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.“

Kostolany wollte uns damit sagen, dass die Logik des „normalen“ Lebens eine völlig andere ist, als die Börsen-Logik. Die wird nämlich einzig und allein von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Das bedeutet: Wenn im Vorfeld eines so wichtigen Entscheidungs-Termins die Kurse sinken, dann ist das Angebot höher als die Nachfrage.

Und wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer – wie zurzeit – mit einem (Mini-)Crash ab dem 9. November rechnet, dann ist kaum noch Angebot parat.

Folglich wird es zu nicht zum Crash, sondern zu einer völlig unerwarteten Rallye kommen!

Morgen werde ich Ihnen noch einen anderen Grund zeigen, warum die meisten Anleger – wie schon beim BrExit-Votum – auch diesmal wieder falsch liegen.

2. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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