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Schufa-Meldung bei Forderungen der Bank

Die Forderung einer Bank nicht in der vereinbarten Frist zu begleichen, kann einen unliebsamen Schufa-Eintrag nach sich ziehen.

Der Sinn und Zweck der Schufa ist es, in erster Linie, ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen. Darüber hinaus trägt sie auch zum Schutz der Verbraucher vor Überschuldung vor. Aber: Nicht jeder Eintrag ist berechtigt und viele Meldungen können verhindert werden.

Diese Erfahrung musste jetzt ein Bankkunde machen, der sein Konto um 10.000 Euro überzogen hatte und den die Bank zur Rückzahlung aufforderte. Der Kunde zahlte nicht innerhalb der vertraglichen Frist, weil er die Zinsen auf den Überziehungsbetrag für überhöht hielt.

Dies teilte er seiner Bank auch mit. Prompt meldete die Bank ihn der Schufa als säumigen Zahler. Dagegen ging der Kunde gerichtlich vor, bekam aber mit seinem Anliegen, der Bank die Meldung zu untersagen, nicht Recht.


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Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied, dass die Schufa-Meldung der Bank völlig in Ordnung sei (OLG Frankfurt, Az.: 23 U 155/03).

Schufa-Meldung: Banken dürfen in bestimmten Fällen Kundendaten an die Schufa weitergeben

Die Richter begründeten ihre Entscheidung so: Banken dürfen Kundendaten dann an die Schufa weitergeben, wenn der größte Teil ihrer Forderung unbestritten besteht und der geschuldete Betrag nicht vernachlässigbar gering ist.

Im verhandelten Fall hatte der Kunde ja nicht die Forderung an sich bestritten, sondern eingeräumt, sein Konto um den Betrag von 10.000 Euro überzogen zu haben – keine unerhebliche Summe.

Er hatte lediglich die Höhe eines kleinen Teils der Forderung bezweifelt, nämlich des Zinsbetrags, die die Bank für die Überziehung verlangte. Das sei zu wenig, so das Gericht, um der Bank eine Schufa-Mitteilung zu untersagen.

Schufa-Meldung: Negative Folgen eines Eintrages

Eine Negativ-Meldung an die Schufa kann für den Betroffenen unliebsame Folgen haben: Bei der Schufa fragen auch andere Unternehmen der Kreditwirtschaft nach der Zahlungskraft potenzieller Kunden, bevor sie ihnen einen Kredit gewähren oder auf Kredit liefern oder leisten.

Wenn ein Kunde also beispielsweise keine Kreditkarte von einer Kreditkartengesellschaft bekommt, wenn ihm eine Bank die Eröffnung eines neuen Girokontos verweigert oder wenn ein Mobilfunkanbieter den Antrag auf einen Handy-Vertrag überraschend ablehnt, liegt das nicht selten an einem negativen Schufa-Eintrag.

Das Risiko, dass es so weit kommt, sollten Sie also auf alle Fälle vermeiden.

Schufa-Meldung: So handeln sie richtig bei Angelegenheiten mit der Bank

Falls Ihnen eine Forderung Ihrer Bank überzogen vorkommt, gehen Sie folgendermaßen vor: Begleichen Sie den unbestrittenen Teil der Forderung innerhalb der vertraglichen Frist. Nur den Teil, an dem Sie berechtigte Zweifel haben, behalten Sie ein.

Gleichzeitig müssen Sie diesem Teil der Forderung gegenüber der Bank widersprechen. Nur so verhindern Sie, dass die Bank Sie sofort wegen fehlender Zahlungsmoral an die Schufa meldet.

17. Juni 2005

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.