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Schulden nach einer Insolvenz: Wie es 2012 weiter gehen kann

Auch 2011 haben wieder viele private Schuldner Insolvenz anmelden müssen. Beachten Sie:

Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland sollen aktuell überschuldet sein. Das bedeutet:

Dieser Personenkreis kann die Schulden in der Weise nicht mehr zahlen, dass sogar die Zinszahlungen kaum noch möglich sind. Während in früheren Jahren damit für alle Beteiligten Stillstand herrschte, geht es nach dem neuen „Verbraucherinsolvenzverfahren“ seit einiger Zeit in Deutschland weiter.

Auch 2012, falls Sie auf die eine oder andere Weise betroffen sein sollten.

Neues Recht hat sich bewährt

Bei dem Verbraucherinsolvenzverfahren mit so genannter Restschuldbefreiung geht es darum, der „Schuldenfalle“ zu entgehen.

Diese bestand darin, dass Schuldner sich weder vor noch zurück bewegen konnten und auch Gläubiger damit in aller Regel leer ausgegangen sind. Dies hat sich seit Jahren geändert. Kurz zum Verfahren:


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1. Wer ein Verbraucherinsolvenzverfahren „eröffnen“ möchte, wie es heißt, muss von Zahlungsunfähigkeit bedroht sein oder schon zahlungsunfähig sein. Wichtig: Nur „Private“ sind von dieser Regelung begünstigt: Arbeitnehmer oder die Bezieher staatlicher Sozialleistungen sowie Renter und Pensionäre.

Wer „ehemals“ Selbstständig ist oder ein Kleingewerbe betreibt, darf für die Zulassung nicht mehr als 18 Gläubiger haben.

2. Dann geht es um eine außergerichtliche Einigung: Experten raten, dass sich Betroffene mit Anwälten, Schudlnerberatern oder Steuerberater auseinandersetzen sollten.

Ganz wichtig: Antragsteller müssen versuchen, sich mit den Gläubigern im Vorwege zu einigen.

3. Formal wichtig: Listen Sie alle Forderungen sowie die zugehörenden Gläubiger auf, damit a) die Beteiligten sich an alle Stellen wenden können und b) Sie nachweisen würden, mit allen Gläubigern die Einigung versucht zu haben.

4. Ein sogenannter Schuldenbereinigungsplan hilft dann, mit den Gläubigern zu verhandeln.

5. Der nächste Schritt ist der „gerichtliche Schuldenbereinigungsplan“. Hier legen Sie den bisherigen Plan vor sowie ein Vermögensverzeichnis, die Daten zu allen Gläubigern, Stundungsanträge für Kosten.

6. Das Gericht nimmt sodann Kontakt zu den Gläubigern auf und versucht eine gütliche Einigung. Wenn mehr als 50% der Gläubiger den Vorschlägen zustimmen, ist der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan angenommen.

Das heißt: wer dann gemäß Plan zahlt, ist am Ende schuldenfrei.

7. Alternativ dazu käme es zu einem „vereinfachten gerichtlichen Insolvenzverfahren“. Dabei wird die Insolvenzmasse – das Vermögen – verwertet und nach festgelegten Quoten an die Gläubiger ausgeschüttet.

Am Ende des Verfahrens steht die so genannte „Restschuldbefreiung“.

GeVestor meint: Sowohl für Schuldner als auch für Gläubiger ist das vergleichsweise neue Insolvenzrecht vorteilhaft.

Falls Sie Gläubiger sein sollten, können Sie durch die versuchte gütliche Einigung und die dadurch entstehende Motivation des Schuldners auf höhere Zahlungen hoffen.

Schuldner hingegen haben inzwischen eine deutlich bessere Perspektive auf „Restschuldbefreiung“ und damit die erhoffte „zweite Chance“.

30. Dezember 2011

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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