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Schulden-Wettkampf: Deutschland versus USA

Vor kurzem senkte die Ratingagentur Moody`s den Ausblick auf die deutsche Kreditwürdigkeit.

Sie bezweifelte, dass Deutschland zukünftig das Spitzenrating »Tripple A« noch halten kann.

Eine willkürliche Entscheidung? Obwohl die USA viel höher verschuldet ist, wird der negative Ausblick ihres Aaa-Ratings von den Ratingagenturen aber nicht weiter herabgestuft. Warum nicht?

Erklärungsversuche von Moody’s

Analyst Dietmar Hornung von Moody’s Deutschland rang im Handelsblatt um Erklärungen: »Die USA sind nicht nur die größte Volkswirtschaft der Welt, sondern ein über einen langen Zeitraum gewachsener Währungsraum mit einem stabilen Finanz- und Notenbanksystem.

Und in dieser Hinsicht haben die USA nicht die Probleme und den Marktstress, unter dem einige Länder in der Euro-Zone leiden.«

Angesichts der relevanten Wirtschaftskennziffern kann dies aber aus guten Gründen bezweifelt werden. Hier der Ländervergleich:

Offizielle Staatsverschuldung:

USA                                                               13,1 Billionen Euro

Deutschland                                                    2,1 Billionen Euro

Gesamtverschuldung (Privat-, Unternehmens- und Staatsschulden):

USA                                                                  47,0 Billionen Euro


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Deutschland                                                      10,5 Billionen Euro

Verschuldung zum Bruttoinlandsprodukt:

USA                                                                    106,6 %

Deutschland                                                    81,2 %

Pro-Kopf-Verschuldung:

USA                                                                  41.852 Euro

Deutschland:                                                   24.707 Euro

Konkurse:

USA                                                                       1.301.355

Deutschland                                                          30.300

Arbeitslosenquoten:

USA                                                                          8,16 %

Deutschland                                                              6,60 %

Winner is: Germany

Wie Sie aus den oben genannten Daten erkennen können, liegt die USA in Sachen Verschuldung und Arbeitslosigkeit klar hinter Deutschland. Es ist deshalb schwer  nachvollziehbar warum Moody’s die USA nicht noch weiter zurückstufen.

US-Ratingagenturen sind politisch abhängig

Das sollten Sie wissen: Die US-Rating-Agenturen sind vom Wohlwollen der amerikanischen Politik abhängig. Als US-Bundesstaaten ein schlechtes Rating erhielten drohte Washington entsprechende Maßnahmen an. Die Folge war, dass die Rating-Agenturen bessere Prognosen stellten.

Vergessen wir auch nicht, dass die USA und Deutschland gut beim Schuldenmachen verdienen. Die zu zahlenden Zinsen liegen nämlich unter der Inflationsrate: Ohne diesen »Zinseffekt« würde das US-Rating längst das Niveau Spaniens erreicht haben!

Moody’s fürchtet sich vor steigenden Problemen bei den Eurokernländern

Dietmar Hornung von Moody’s sieht konkrete strukturelle Probleme vor dem Hintergrund erhöhter Unsicherheit im Euroraum. Etwa die Gefahr, dass Griechenland aus der EU austritt und Spanien und Italien weitere Hilfen für die Refinanzierung brauchen.

»Daraus entstehen für die Kernländer im Euro-Raum wachsende potenzielle Eventualverbindlichkeiten, also Belastungen. Und die lassen sich nicht mit den stabilen Ratingausblicken verbinden, die wir bislang für die ‚Aaa‘-Ratings von Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg vergeben hatten.

Klar ist, dass ein solches Szenario eine Belastung für Deutschlands Kreditwürdigkeit darstellen würde« so Hornung.

Deutschlands Euro-Haftung wird zu noch schlechteren Ratings führen

Deutschland trägt nicht nur die höchsten Kosten sondern auch das größte Risiko. Darauf werden die Märkte negativ reagieren: Weitere Finanzhilfen für marode EU-Staatshaushalte können zu einem höheren Risikoaufschlag für deutsche Staatsanleihen führen.

Schon seit Jahren erkläre ich, dass sich Deutschland durch zu viele Rettungszusagen übernehmen wird. Allmählich kommt diese Botschaft auch bei den Mainstreammedien an.

Mehr zum Thema: Auf einen Blick: Die Schulden Deutschlands

1. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
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Von: Michael Grandt. Über den Autor

Ein Mann, der mit seiner knallharten Recherche und seinem unbestechlichen Gespür schon Tausende von Anlegern vor schweren Verlusten bewahrt hat.