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Schwächelndes China-Wirtschaftswachstum: Spiegel für Übernahme-Markt

Chinas staatliches Statistikamt hat Mitte Juli bekanntgegeben, dass sich das Bruttoinlandprodukt für die ersten beiden Quartale 2013 um 7,6 % und 7,5 % erhöht hat. Was sich stark anhört, ist das zweitniedrigste Ergebnis seit 2010.

In den vergangenen beiden Jahren ist das Wirtschaftswachstum in China schlechter ausgefallen, als zunächst erwartet wurde.

Das hat auch der chinesische Übernahme-Markt zu spüren bekommen. Im ersten Halbjahr 2013 gab es die wenigsten Übernahmen auf dem innerchinesischen Markt seit 4 Jahren.

Nur 2,277 Transaktionen fanden auf dem chinesischen Markt statt. Seit 2010 ist die Zahl der Deals rückläufig.

Auch das Deal-Volumen ist rund 60 Mrd. US-$ niedriger als im Vorjahres-Zeitraum. Das Gesamt-Volumen beläuft sich auf 92 Mrd. US-$ – 40% weniger als 2012.

Minderheitsbeteiligungen waren Top-Deals

Nur sieben der 20 größten Transaktionen in der ersten Jahreshälfte 2013 hatten ein Übernahme-Volumen über einer Milliarde US-$.

Davon waren 4 der Aufbau von Minderheitsbeteiligungen an den jeweiligen Unternehmen – also streng genommen keine „echten Deals“.

Der größte Deal hatte ein Übernahme-Volumen von 3,1 Mrd. US-$. Es handelte sich dabei um die  Kapitalerhöhung des Öl-Riesen China Petroleum & Chemical Corporation, bei dem ein Investor 3% des Milliarden-Konzerns erwarb.


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Der zweitgrößte Deal war eine Mehrheitsübernahme. Shanghai Yuyuan Tourist Mart erwarb für 2,8 Mrd. US-$ 49% der Aktien von China Securities Finance Corporation.

Erst der drittgrößte Deal war eine echte Übernahme. Für 2,43 Mrd. US-$ kaufte Guangxi das Unternehmen Guiguan Electric Power 85% vom Großaktionär Longtan Hydropower Development.

Die meisten Transaktionen fanden wie auch schon 2012 im Sektor Maschinenbau, Möbelfertigung und Recycling statt. Insgesamt fanden 681 Deals im zweiten Halbjahr 2013 statt.

Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2012 gab es fast doppelt so viel Deals. Trotzdem war das Übernahme-Volumen in diesen 681 Deals nur um 7 Mrd. US-$ geringer als im gleichen Zeitraum 2012.

Der Trend zu größeren Übernahmen setzt sich also fort. Weniger wollen kaufen – doch wer kauft, der steigt auch richtig ein.

Dies zeigt, dass der Markt gespalten ist. Das skeptische Lager ist vorsichtiger geworden und das zuversichtliche Lager noch optimistischer.

Private Equity-Deals weiter rückläufig

Finanzinvestoren scheinen im innerchinesischen Markt passiver zu werden.

Die Zahl der Deals durch Private Equity-Gesellschaften sinkt schon das fünfte Halbjahr hintereinander. Während es im ersten Halbjahr 2011 noch zu 188 Übernahmen gekommen ist, gab es im ersten Halbjahr 2013 nur 43.

Auch das Übernahme-Volumen viel schwach aus. Mit insgesamt 1 Mrd. US-$ ist das Deal-Volumen um ein 5-faches geringer als im zweiten Halbjahr 2012.

Nicht einmal der größte Deal schaffte die Milliarden-Grenze. Kingdom Holdings hat Aktien der Firma 360buy Jingdong für rund 400 Mio. US-$ gekauft.

China darf dennoch nicht abgeschrieben werden

Trotz des schwachen Wirtschaftswachstums ist mit China am Übernahme-Markt weiterhin zu rechnen.

Die Volksrepublik versucht durch verschiedene Reformen unabhängiger von Auslands-Investitionen zu werden und treibt den Schuldenabbau voran. Positiv zu sehen ist, dass das Wachstum weiterhin stabil über 7% liegt, für westliche Länder ein Traum-Wert.

Der chinesische Übernahme-Markt ist im Vergleich zum US-Markt zwar noch ein kleiner Fisch, gewinnt aber von Jahr zu Jahr an Bedeutung.

Damit ist nicht nur der chinesische Markt für sich genommen gemeint, sondern auch die Übernahme-Lust chinesischer Konzerne im Ausland.

Weltweit gab es in der ersten Jahreshälfte 2013 weniger Deals als im Vorjahr. Insbesondere schwächelnde Wirtschaftsdaten haben zum Volumen-Rückgang beigetragen.

Doch dürfte die aktuelle Schwäche nur eine kurze Delle sein, bevor das Land der Mitte wieder erstarkt. Dann wird es auch wieder mehr Deals geben.

30. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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