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Schweiz: Reaktionen auf die Franken-Aufwertung

Mit der Freigabe der Schweizer Währung, die vorher an den Euro gekoppelt war, hat die Schweizer Nationalbank ein kleines Erdbeben am Finanzmarkt ausgelöst. Der Franken hat in der Spitze um rund 20% zugelegt, die Aktienkurse sind – in Franken gerechnet – stark eingebrochen (Angst vor sinkenden Export-Chancen).

Grund genug für mich, um heute eine kleine Schweiz-Reise zu starten. In unserem Nachbarland werde ich mich in den kommenden Tagen mit Analysten und Managern austauschen.

Im Fokus der Gespräche wird die Franken-Entkoppelung stehen. Ich möchte Ihnen heute vorab an dieser Stelle bereits einige neue Einblicke in diese Thematik geben.

Die Entscheidung der Schweizer Nationalbank, die Bindung an den Euro aufzugeben, war bisher der größte Paukenschlag im neuen Börsenjahr. Und aus meiner Sicht war es kein Zufall, dass dies wenige Tage vor der Bekanntgabe des gigantischen Anleihenkaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) stattfand.

Denn gerade diese Aktivitäten dürften einer der Hauptgründe dafür gewesen sein, warum die Schweizer Notenbank diese Entscheidung genau zu diesem Zeitpunkt getroffen hat.

Die drohenden Risiken wurden zu groß

Angesichts des kommenden Anleihenkaufprogramms der EZB dürfte den Schweizer Währungshütern klar geworden sein, dass die Koppelung an den Euro zu einem massiven Anstieg der Fremdwährungspositionen innerhalb der Notenbank-Bilanz geführt hätte.

Zum Hintergrund: Um den Frankenkurs bei 1,20 Franken je Euro zu halten, hat die Notenbank Euro gekauft und Franken verkauft. So wurde die weitere Frankenaufwertung verhindert.


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Die negative Folge: In der Notenbankbilanz schwoll die Position Fremdwährungen immer weiter an und erreichte Ende 2014 den Wert von umgerechnet 500 Mrd. Franken. Tendenz stark steigend.

Ohne den Strategiewechsel Mitte Januar wären die Bilanz-Risiken der Schweizer Notenbank weiter gestiegen. Ein berechenbares Ende mit Schrecken schien daher aus Sicht der Notenbank besser als ein unberechenbarer Schrecken ohne Ende.

Unterm Strich hat die Schweizer Notenbank richtig gehandelt. Nur über die Art und Weise kann man kontrovers diskutieren.

Kritik an der Schweizer Notenbank emotional nachvollziehbar

Die Kritik an der Schweizer Notenbank – vor allem an der Kommunikation des Instituts – ist aus den genannten Gründen emotional nachvollziehbar.

Für die Schweizer Exportwirtschaft war die zweistellige Frankenaufwertung ein Schock und die wichtige Tourismus-Branche muss über Nacht damit fertig werden, dass die Kosten für einen Schweiz-Urlaub plötzlich stark steigen und daher Reisen gestrichen oder erst gar nicht gebucht werden.

Die Marktteilnehmer wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Doch dieser Überraschungseffekt war wahrscheinlich notwendig.

Denn: Die Erfahrung zeigt, dass bei Aussagen von Notenbankern teilweise jedes Wort auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt wird. Ein Ankündigen der Überlegungen hätte daher sofort zu Spekulationen und einer Marktreaktion geführt.


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Eine Option wäre vielleicht noch der Versuch gewesen, die Kursgrenze in mehreren Schritten aufzulösen. Wahrscheinlich hätte es aber massive Spekulationen gegen diese Grenzen gegeben und die Schweizer Notenbank hätte wieder viel Geld in die Hand nehmen müssen, um diese Grenzen zu verteidigen.

Deshalb hatte die Schweizer Notenbank – wenn man den ersten Schock verdaut hat – keine andere Möglichkeit, ihr Vorhaben umzusetzen.

Ein schwieriger Anpassungsprozess steht bevor

Der Anpassungsprozess der Schweizer Wirtschaft wird schmerzvoll sein. Aber gerade hier ist aufgrund der hohen Internationalisierung der globale Blick wichtig:

Der Schweizer Franken hat zwar zuletzt innerhalb kürzester Zeit um rund 15% im Verhältnis zum Euro aufgewertet, doch wenn Sie das Verhältnis von Schweizer Franken und US-Dollar vergleichen, wird deutlich, dass sich dieses Verhältnis auf Sicht von zwei Jahren nicht geändert hat.

Denn: Der US-Dollar hat im Vergleich zum Euro zuletzt ebenfalls stark aufgewertet. Daher hat sich die Wettbewerbssituation zwischen einem US-Unternehmen und einem Schweizer Unternehmen auf Sicht von zwei Jahren kaum verändert.

Fazit: Emotionslos betrachtet ist der Schweizer Weg nachvollziehbar. Die Fehler wurden vorher gemacht. Kurzfristige Währungsprognosen sind aktuell wertlos. Die Schweizer Wirtschaft wird nach der Schockstarre Wege finden, mit der starken Währung zu leben.

Das hat früher auch sehr erfolgreich funktioniert. Qualitätsunternehmen wie Nestle, Novartis, Roche & Co werden auch diesen Stresstest überstehen.

4. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.