MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Sell in Summer – Strategie: So geht’s

Saisonalitäten nutzen

Bei „Sell in Summer“ steigen Anleger Ende Juli aus dem Markt aus und halten für zwei Monate Cash, um am 1. Oktober wieder einzusteigen und für 10 Monate investiert zu bleiben. Damit machen sie sich die Saisonalitäten an der Börse zunutze.

Statistische Auswertungen der Entwicklung seit 1988 haben ergeben, dass sich der DAX nur in zwei Kalendermonaten nach unten bewegt.

Der September brachte im Schnitt ein Minus von über 3%, im August ging es mit den Kursen um durchschnittlich knapp 2% nach unten. Diese Tendenz der Kurse, im Sommer vorübergehend abzutauchen, lässt sich übrigens an fast allen Aktienmärkten beobachten.

Deutlich besser als der DAX

Anleger fahren auf lange Sicht also besser, wenn Sie im August und September der Börse fernbleiben und erst am 1. Oktober wieder einsteigen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


In Zahlen: Während der DAX seit 1988 im Schnitt um 8,4%  pro Jahr kletterte, brachte die „Sell in Summer“-Strategie im gleichen Zeitraum eine jährliche Rendite von 14,9%. Dabei beendete der DAX 7 von 22 Jahren im Minus, während „Sell in Summer“ nur 4 Mal ein negatives Ergebnis brachte.

„Sell in Summer“ über ein Zertifikat nachbilden

Neben den guten Ergebnissen besticht die Methode auch durch den geringen Aufwand. Anleger müssen pro Jahr lediglich zwei Orders platzieren. Am 31. Juli werden die DAX-Investments – beispielsweise ein ETF oder Index-Zertifikat – glattgestellt, am 1. Oktober zurückgekauft.

Und selbst diesen geringen Aufwand und die anfallenden Gebühren können Sie sich noch sparen. Die Deutsche Börse hat einen Index auf die Strategie aufgelegt, den DAXplus Seasonal Strategy.

Über ein Zertifikat der Royal Bank of Scotland, das die Entwicklung des DAXplus Seasonal Strategy eins zu eins abbildet, können Sie die „Sell in Summer“-Strategie verfolgen, ohne selbst aktiv werden zu müssen. Allerdings müssen Sie in diesem Fall das Emittentenrisiko in Kauf nehmen.

Raus aus dem Markt?

Jetzt also alle Aktien verkaufen und in den Urlaub fahren? So einfach ist es leider nicht. Im vergangenen Jahr beispielsweise legte der DAX im August und September jeweils zu und kletterte in diesem Zeitraum um 6,4%. Wer diese beiden Monate verpasst hat, dessen Jahresrendite hat empfindlich gelitten.

Für Anleger, die wenig Zeit haben, sich mit der Börse zu beschäftigen, ist „Sell in Summer“ ein einfacher und effektiver Ansatz. Allerdings macht er nur dann Sinn, wenn er langfristig konsequent befolgt wird.

Anleger sollten dann auch in der Lage sein, einigen verpassten Prozentpunkten an Rendite – wie im vergangenen Jahr – nicht nachzutrauern.

Bullenmarkt vor der Fortsetzung

Mir persönlich wäre das Risiko zu groß, mich jetzt komplett aus dem Markt zu verabschieden. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass der Sägezahnmarkt zunächst noch andauert.

Ich sehe jedoch gute Chancen, dass innerhalb der nächsten Wochen der Ausbruch nach oben gelingt und der Bullenmarkt sich fortsetzt. Und dann kann es mit den Kursen sehr schnell weiter nach oben gehen.

2. August 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.