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Seltene Erden: Die Nachfrage wird steigen

Warum wird dann an allen Ecken der Welt nach Gold gegraben und nur an so wenigen Stellen nach Seltenen Erden gesucht?

Die Antwort ist ganz einfach: Diese Elemente kommen nur sehr selten in Konzentrationen vor, die einen wirtschaftlich sinnvollen Abbau überhaupt ermöglichen.

Seltene Erden: Die Bedeutung für unseren Alltag

Die Wichtigkeit der Seltenen Erden wird offensichtlich, wenn wir uns die verschiedenen Einsatzgebiete der einzelnen Elemente einmal genauer anschauen.

Grundsätzlich gilt: der Anteil der Seltenen Erden in den jeweiligen Anwendungen ist oft nur gering.

Doch ohne Tantal oder Niob könnten Handys oder Laptops nicht funktionieren. Zusätzlich ist es bei den meisten Seltenen Erden nicht möglich, diese zu substituieren.

Sollte sich also die Angebotslage verschlechtern, ist daher mit sehr heftigen Preissprüngen zu rechnen.

Die Einsatzgebiete sind nun wirklich breit gestreut. Sie umfasst einfache Anwendungen im Alltag wie beispielsweise wiederaufladbaren Handyakkus.


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Auf der anderen Seite gibt es hochtechnologische Anwendungen in komplexen Legierungen für den Einsatz in der Raumfahrtindustrie.

Allerdings variieren die Einsatzgebiete sehr stark auf Grund der unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Elemente.

Treibstoff- und Automobil Sektor: traditioneller Einsatzbereich

Historisch betrachtet ging mehr als die Hälfte der Produktion an Seltenen Erden in den Treibstoff- und Automotive Sektor. So ist beispielsweise Cer, das häufigste Seltene Erden Metall, sowohl im Benzin als auch in den aktuellen Diesepartikelfiltern enthalten.

Dort dient es dazu, dass Platin in den Katalysatoren vor der Oxidation zu bewahren. Aber insgesamt ist der Anteil des Verbrauchs von Seltenen Erden in Katalysatoren seit 2005 auf rund ein Fünftel zusammengeschrumpft. Das liegt vor allem an den vielen neuen Anwendungen für diese Elemente.

Seltene Erden: Magnete und Akkus können nicht ohne

Ganz besonders stark hat der Einsatz in Magneten zugenommen. Die mit Seltenen Erden angereicherten Magnete sind die stärksten Magnete der Welt.

Neodym Magneten sind ein ganz wichtiger Baustein bei Elektromotoren und den regenerativen Bremssystemen, wie sie in Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen.

Die gleichen Magnete kommen aber auch zum Einsatz in der Herstellung von Computerfestplatten, CD-ROMs, DVDs, Mobiltelefonen und iPods.

Akkus sind ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet. So bestehen die Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus, die vor allem heute noch in den Hybridfahrzeugen eingesetzt werden, hauptsächlich aus Cer und Lathan.

Die Nachfrage nach diesen Akkus wird in den nächsten Jahren deutlich ansteigen, da die weltweite Produktion der Hybridfahrzeuge deutlich steigen wird.

Dies liegt nicht nur an den größeren Mengen, die von den schon jetzt aktiven Anbietern auf den Markt gebracht werden. So rechnet Toyota aktuell mit einem weltweiten Absatz von 1 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2011 und einer Steigerung auf 5,3 Mio. Fahrzeuge bis zum Jahr 2015.

Nachfrage nach Seltenen Erden wird steigen

Vielmehr streben auch neue Anbieter wie die großen deutschen Autokonzerne Daimler, Audi und Volkswagen auf diesen Markt. Und noch ist es so, dass die dort eingesetzten Akkus sehr stark auf Seltenen Erden beruhen.

Zwar gibt es schon jetzt fortgeschrittene Forschungen die NIMH Akkus durch die leistungsfähigere Lithium Ionen Akkus zu ersetzen. Doch das wird noch einige Jahre dauern

Das Europium, Yttrium und Terbium sind in Phosphorverbindungen enthalten, die in neuen Flachbildschirmen zum Einsatz kommen. Das liegt vor allem an den speziellen Lichtwellenlängen. In der Chipindustrie kommt noch Cer als Poliermittel zum Einsatz.

Welche Wachstumstreiber es in diesem speziellen Segment gibt, erfahren Sie in der nächsten Folge dieser Serie.

31. März 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.