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DAX: September und Oktober können 2016 golden werden

Es gibt zahlreiche Statistiken zur Börsen-Entwicklung.

Einige davon besagen, dass uns mit dem heute begonnenen September und dem darauf folgenden Oktober die beiden übelsten Monate für Investoren ins Haus stehen.

Vom weltberühmten Buchautor Mark Twain ist dazu folgendes Zitat überliefert:

„Der Oktober ist einer der besonders gefährlichen Monate, um mit Wertpapieren zu spekulieren. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar.“

Ein Blick in meine Datenbank

Wenn Sie meine Arbeit hier bei Chartanalyse-Trends schon etwas länger verfolgen, dann kennen Sie bereits mein Faible für Daten, Auswertungen und Statistiken.

In einer meiner Datenbanken werte ich die Monats-Schlusskurse des Performance-DAX seit dem Jahrgang 1960 aus.

Falls Sie nun einwenden, dass der deutsche Leitindex erst zum 1. Juli 1988 eingeführt wurde, dann haben Sie absolut recht: Für die Zeit davor nutze ich zurückgerechnete Daten.

1 schlechte und 2 gute Nachrichten

An diesem Punkt habe ich gleich einmal 1 schlechte und 2 gute Nachrichten für Sie:


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  • Die schlechte Nachricht: Der September ist laut meiner Auswertung tatsächlich der übelste Börsenmonat im Kalenderjahr! In 78 Jahren schloss der 9. Monat des Jahres 56x im Minus und nur 22x im Plus. Im Schnitt fiel der DAX im September um -1,90% zurück.
  • Gute Nachricht Nr. 1: Der Oktober ist besser als sein Ruf. Tatsächlich ist er auch weder der zweitschlechteste Börsenmonat, noch einer der erfolgreichsten. Mit einem Durchschnittswert von +0,99% rangiert der Oktober im „gesicherten Mittelfeld“ auf Platz 7.
  • Gute Nachricht Nr. 2: Zweitschlechtester Monat für den DAX ist der August! Den haben wir gestern aber ja hinter uns gebracht haben. Mit einem Zuwachs von +2,46% wich er in 2016 übrigens deutlich von seinem langjährigen Durchschnitt von -0,19% ab.

Wie wird das Börsenjahr nach einem schlechten Start?

Vor vielen Jahren interessierte mich, wie denn die nächsten 6 Monate nach einem gründlich verpatzten Start ins neue Börsenjahr ausfielen, gemäß dem Motto: Dann haben wir das Schlimmste je vielleicht schon hinter uns!

2016 fällt in diese Kategorie: Im Januar ging es -8,80% bergab, im Februar weitere -3,09%.

Entsprechend habe ich einmal die Jahrgänge herausgesucht, in denen der DAX im Januar UND im Februar mit einem Minus startete. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, wie sich die Jahre in der Folge gestaltet haben:

dax-jahre mit minus-start im januar und februar-01-09-2016

Börsenmonate September / Oktober: 4x besonders übel, aber auch stark beeinflusst

In den zurückliegenden 78 Jahren ist es ganze 11x vorgekommen, dass Januar UND Februar für den DAX im Minus endeten. In 8 von diesen 11 Fällen gab es in den 6 Monaten danach, also bis Ende August, ein Happy-End.

So auch in diesem Jahr: Das Minus der beiden Monate wurde bis gestern nahezu kompensiert.

Nach schlechtem Start werden September / Oktober meist auch gut

Diese Auswertung zeigt Ihnen aber noch etwas anderes: Nämlich das DAX-Verhalten in diesen Jahrgängen während der Monate September und Oktober (gelb unterlegt).

Hier ragen die Jahre 1962, 1987, 2002 und 2008 mit teils exorbitanten Rückschlägen in diesen Monaten für den deutschen Leitindex heraus. Auch das Endergebnis für diese 4 Jahre fiel „horrormäßig“ aus.

Wenn wir indes einmal genauer hinschauen, dann stellen wir fest, dass diese 4 Jahrgänge Besonderheiten aufweisen, die das Börsen-Geschehen maßgeblich beeinflussten.

  • Im Oktober 1962 erreichte die Kuba-Krise ihren Höhepunkt. Die Ängste der Investoren zogen sich indes durch das gesamte Börsenjahr.
  • Am 19. Oktober, dem berühmten „Schwarzen Montag“ brachen die Aktienmärkte um rund -20% ein.
  • Im September 2002, dem 2. Jahr nach der geplatzten Internet-Blase, begann der DAX seinen finalen Abstieg, der im März 2003 bei 2.188 Punkten endete.
  • Das Jahr 2008 war von der im Vorjahr begonnenen Finanzkrise gezeichnet. Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers war der Startschuss zum finalen Abstieg der im Januar desselben Jahres ausgelösten Baisse: Der DAX endete im März 2009 bei 3.588 Punkten.

Fazit

Sie sehen: Die 4 wirklich schlechten Börsenjahre mit üblen DAX-Rückschlägen im September / Oktober hatten besondere Einfluss-Faktoren. Die anderen 7 Jahre waren – im Börsensinne – halbwegs „normale“ Aktien-Jahre.

Wenn Sie diese 4 Jahrgänge ausklammern, bleiben per Saldo nur exzellente Börsenjahre. Einzige Ausnahme ist das Jahr 1994 mit einem leichten Minus von -6,00%.

Das Jahr 2016 würde ich, im Sinne von externen Einfluss-Faktoren, als „normal“ bezeichnen. Bleibt die Möglichkeit einer Wiederholung des Jahres 1987 mit dem für viele wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“ anmutenden Börsen-Crash. Allerdings:

Dieser Crash kam – zumindest was das reine Ereignis betrifft, nicht das Ausmaß – nicht wirklich überraschend: In den Monaten zuvor hatte der US-Dollar aufgrund seiner massiven Abwertung einen immensen Vertrauens-Verlust erlitten.

Am Freitag vor dem Crash sackte der US-Dollar erneut abrupt ab. Der damalige US-Finanzminister, James Baker, sprach sich am Sonntag darauf gegen eine weitere Stützung der Währung aus und drohte gar mit weitergehenden Abwertungen.

Mein Rat: Halten Sie es in puncto „schlechte Börsenmonate September und Oktober“ mit Mark Twain!

1. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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