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Serbien: Viele Rohstoffe, interessanter Markt

Bergbau in Europa? Wenn dieses Stichwort aufkommt, dann denken viele unwillkürlich an die nordischen Länder, an die großen Eisenerzminen in Schweden oder Finnland

Sie sollten aber unbedingt auch einen Rohstoffmarkt nicht vergessen, der sich politisch zunächst ins Abseits manövriert hat, in den letzten Jahren aber den langen Weg zurück aus der selbstgewählten Isolation angetreten hat:

Serbien. Hier boomt der Handel mit Rohstoffen.

Serbien: Geologie spricht für Bergbau

Für Bergbau-Aktivitäten ist Serbiens Geologie sehr interessant, denn das Land durchzieht der gleiche Metallgürtel, der auch Rumänien und Bulgarien durchzieht.

Auch das benachbarte Albanien und der inzwischen selbständige Kosovo sind sehr rohstoffreich.

Es ist dieser Rohstoff-Reichtum, der nicht nur das Interesse ausländischer Minen-Gesellschaften auf sich zieht, sondern auf der anderen Seite auch dazu beiträgt, die bestehenden politischen und ethnischen Konflikte zu verstärken.

Vordergründig geht es dabei um Selbstbestimmung und Freiheit, doch die wahren und deshalb auch zumeist nicht explizit genannten Motive liegen auch im Rohstoff-Reichtum jener Gegend begründet.

Es geht, wie so oft, um viel Geld. Und wo so hohe Gewinne locken, da werden auch leicht schon einmal die Menschenrechte instrumentalisiert.


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Serbien bald größter Nickel-Produzent?

Dass es keineswegs um die berühmten Peanuts geht, zeigt allein schon die Feststellung, dass Serbien das Potential hat, zum größten europäischen Nickel-Produzenten aufzusteigen.

So hat z. B. European Nickel Plc. allein bis 2007 750.000 US Dollar in ein großes Nickel-Projekt gesteckt.

Die gefundenen Nickelerze sind jedoch sogenannte Laterite. Sie sind schwerer aufzuschließen als etwa die in Finnland und Kanada anzutreffenden Sulfide, was höhere Produktionskosten verursacht.

Außer Nickel werden in Serbien Gold, Silber, Magnesium, Zink, Chrom und Eisenerz gefördert. Die Struktur der Erze ist jener der im benachbarten Bulgarien geförderten sehr ähnlich.

Das macht es einem Unternehmen wie Dundee Precious Metals, das in beiden Ländern tätig ist, einfacher in Serbien zu arbeiten.

Denn Dundees Geologen finden in Serbien die gleichen Erze vor wie im bulgarischen Chelapesh, in dem das Unternehmen eine Goldmine betreibt.

Mit 18 Explorations-Lizenzen ist Dundee besonders stark in Serbien vertreten. Trotzdem beteiligte man sich in 2007 nicht an der Ausschreibung für die Minen-Privatisierung im Kupferbereich, weil diese zu intransparent erschien.

Rohstoffe in Serbien: Nichts für schwache Nerven

Kopfzerbrechen bereitet den Minen in Serbien v. a. die allgegenwärtige Korruption. Wer ihr entgehen will, arbeitet am besten gar nicht erst im Land.

Zwar verbessern sich derzeit die Dinge, da das Land auf dem Weg zu einem möglichen EU-Beitritt die gröbsten Makel möglichst schnell abstellen muss.

Doch die Beispiele Rumänien und Bulgarien zeigen, dass auch ein EU-Beitritt die Korruption nicht über Nacht aus dem Land vertreibt.

Ein anderes, nicht zu unterschätzendes, Problem ist die schwach entwickelte Infrastruktur. Sie leidet zudem immer noch unter den Spätfolgen der 1999 von der NATO im Rahmen des Kosovokrieges geflogenen Luftangriffen.

Viel von dem Wenigen, was an Infrastruktur vorhanden war, wurde damals zerschlagen und muss nun erst wieder mühsam aufgebaut werden.

Sehr undurchsichtig gestaltet sich auch der Kohle-Bergbau. Exportiert wird die Kohle nich. Sie dient allein der Stromerzeugung.

Die in Kolubara und Kostolac geförderte Kohle erzeugt 65% der im Land produzierten elektrischen Energie.

Und wenn man diese Zahlen kennt, dann wird schnell klar, warum der Kohle-Bergbau schon immer das Rückgrat der Bergbau-Aktivitäten im Land bildete.

Fazit

Für den Bergbau bietet Serbien damit durchaus interessante Chancen. Ihnen stehen aber auf der anderen Seite ebensogroße Risiken gegenüber.

Und Unternehmen wie Dundee Precious Metals, die sich dazu entschieden haben im Land zu arbeiten, müssen damit leben, dass die Börse ihre Bereitschaft zum Risiko derzeit nicht nur nicht belohnt, sondern sogar noch abstraft.

Denn Risiko ist bei den verängstigten Investoren derzeit alles andere als bliebt.

7. Juli 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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