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Shell Aktie: Q3 besser als erwartet

Die gute Nachricht zuerst:

Trotz der anhaltend niedrigen Ölpreise konnte der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell im abgelaufenen 3. Quartal bessere Zahlen verbuchen als erwartet.

Womöglich müsste der Satz aber auch eher heißen: Nicht trotz, sondern gerade wegen der niedrigen Ölpreise waren auch die Erwartungen an den Märkten nicht allzu hoch geschraubt worden.

Im Gegenteil, zahlreiche Analysten hatten sich in den vergangenen Monaten eher pessimistisch geäußert über die Perspektiven der Ölkonzerne.

Ölpreisverfall macht Konzernen zu schaffen

Seit Sommer 2014 ist der Ölpreis dramatisch gefallen von über 110 US-Dollar je Barrel auf unter 30 Dollar im Januar 2016.

Seither ging es wieder leicht aufwärts, doch ein großer Durchbruch nach oben lässt nach wie vor auf sich warten.

Seit einigen Monaten hat sich das Ölpreisniveau bei etwa 45 bis 50 Dollar je Barrel stabilisiert – aus Sicht vieler Akteure in der Branche ist das aber noch zu wenig.


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So arbeiten etwa die Opec-Staaten daran, ihre Fördermengen zu begrenzen.

Ein grundsätzlicher Kompromiss, auf den man sich vor wenigen Wochen verständigt hatte, schien zuletzt jedoch zu platzen, da sich Vertreter der beteiligten Länder nicht auf Details einigen konnten.

Die Ölkonzerne ihrerseits haben bereits vor einiger Zeit damit begonnen, Investitionen zurückzufahren, Projekte auf Eis zu legen und Kosten-Einsparungen durchzudrücken, um den Ölpreis-Verfall intern abzufedern.

Durch die hinten angestellten Investitionen könnte es mittelfristig ebenfalls zu einer Angebots-Verknappung kommen, die wiederum für steigende Ölpreise sorgt, doch diese Effekte sind bislang noch nicht spürbar.

Vergleichs-Zeitraum sehr schwach

Spürbar ist stattdessen, dass beispielsweise Shell im 3. Quartal des Vorjahres immense Abschreibungen tätigen musste.

So verliert die diesjährige Bilanz ein wenig ihren Glanz, wenn man bedenkt, wie schlecht die Referenzzahlen damals aussahen.

Unterm Strich verbuchte Shell ein Plus von 1,45 Mrd. US-Dollar, nachdem im Vorjahres-Quartal ein Verlust von mehr als 6 Mrd. Dollar in den Büchern stand.

Deutlich verbessert hat sich mit Blick auf die einzelnen Sparten v. a. das Upstream-Geschäft, das erstmals seit 2014 einen Gewinn einfahren konnte.

Die übrigen Geschäfts-Segmente entwickelten sich einigermaßen stabil.

Shell-Aktie im Seitwärtsgang

Aus Sicht von Analysten und Anlegern ebenfalls interessant ist, wie sich die Übernahme der BG Group auszahlt, die im vergangenen Februar abgeschlossen worden war.

Shell und BG scheinen sich gut zu ergänzen, die Synergie-Effekte dürften in den kommenden Jahren zu positiven Auswirkungen führen, so die Einschätzung von Branchen-Kennern.

Die Shell-Aktie hat auf die Zahlen mit einem kurzfristigen Plus reagiert. Insgesamt befindet sie sich jedoch seit mehreren Wochen in einer Seitwärts-Bewegung und pendelt um die Marke von 23 €.

Analysten zeigten sich zuletzt optimistisch und sprachen mehrheitlich Kaufempfehlungen für das Papier aus.

2016-11-07-shell

11. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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