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Shell kommt der BG-Übernahme einen großen Schritt näher

Die größte Übernahme im Energie-Sektor seit über 10 Jahren nimmt zunehmend RoyaGestalt an. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung votierte gestern die Royal Dutch Shell-Anlegerschaft mit überwältigender Mehrheit für die Übernahme des britischen Gasspezialisten BG Group.

83% der anwesenden Aktionäre begrüßen die ursprünglich 47 Mrd. Pfund schwere Übernahme. Wenn heute auch noch planmäßig die BG-Aktionäre dem Angebot zustimmen, steht dem Zusammenschluss quasi nichts mehr im Wege. Das OK der EU-Wettbewerbsbehörden haben die Beiden schon im September erhalten.

Trotz Ölpreis-Absturz: Analysten bescheinigen dem Deal hohe Attraktivität

Als Shell im April 2015 den Übernahme-Plan bekannt gab, war der Deal hoch umstritten. Aktionäre fürchteten, dass der Deal zu teuer werden könnte, wenn der Ölpreis weiter fällt.

Dass die Einschätzung genau richtig war, zeigte sich dann im weiteren Jahresverlauf und zu Beginn dieses Jahres. Der Ölpreis setzte seinen Sinkflug bis unter die 30 Dollar-Marke fort.


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Umso erstaunlicher erscheint im ersten Augenblick die sehr hohe Zustimmung. Doch BG ist nicht irgendein Gas-Förderer. Das Unternehmen ist verschiedenen Analysten zufolge idealer Shell-Partner im Bereich Flüssiggas und verfügt über hochwertiger Technologie bei Tiefsee-Bohrungen.

Nicht außer Acht lassen sollten Sie zudem das hohe Synergie-Potenzial, dass mit 2,5 Mrd. Dollar jährlich angegeben wird.

Shell bezahlt Übernahme-Preis teilweise mit eigenen Aktien: Preis fällt um 25%

Shell sagte im Dezember, dass der Deal sich bezahlt macht, wenn der Brent-Preis oberhalb von 60 Dollar notiert. Einige Analysten sind da deutlich optimistischer als das Shell-Management und nennen tiefere Kurse.

Große Vorteile werden darin gesehen, dass sich Shell die attraktivsten Förderstätten sichert und weniger profitablen Stätten verkauft. Das Timing BG zu übernehmen sei sehr günstig gewesen.

Der Preis ist zudem seit Angebotsankündigung deutlich zurückgegangen. Sie müssen wissen, dass Shell für BG nicht nur Bares bietet, sondern auch eigene Aktien. Da diese deutlich unter Druck kamen, fiel der Wert des Angebots auf 35 Mrd. Pfund zurück.

Öl- und Gas-Branche vor umfassender Branchenkonsolidierung

Es wird erwartet, dass nach diesem Deal in der Öl- und Gas-Branche etliche weitere Übernahmen folgen werden. Der Druck ist aufgrund des Ölpreis-Verfalls gerade unter den amerikanischen Schieferöl-Konzernen enorm groß.

Nicht Wenige brauchen einen Ölpreis von über 60 Dollar je Fass um profitabel zu arbeiten. Da zu guten Zeiten kreditfinanziert expandiert wurde, wird die Luft merklich dünner.

Das zeigt sich auch an den Aktienkursen. Selbst Aktien von Konzernen die weniger als 40 Dollar je Fass brauchen um die Gewinnschwelle zu erreichen, sind um über 50% zurückgekommen.

Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für bilanzstarke Öl-Konzerne mit satten Dollar-Reserven. Die können sich jetzt günstig die Reserven der unter Druck stehenden Unternehmen für bessere Zeiten sichern. Öl bleibt ein endliches Gut und der Preis wird sich mittelfristig sicher wieder erholen.

28. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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