MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

„Short“ auf Banken: db x trackers Idee zu ETF ist gefährlich

Die Schuldenkrise in den USA scheint vorbei. Sie ist es nicht, wie wir heute morgen hier bereits feststellen. Achtung: auch andere Staaten wie die südeuropäischen Sorgenkinder Portugal, Spanien, Italien oder Griechenland stehen weiter im Fokus. Viele Banken haben dort noch Forderungen. Daher werden deren Kurse sinken.

Wer davon profitieren möchte, kann sich „ETF“-Short-Fonds auf Bank-Aktien kaufen. So die Idee, die kürzlich wieder in einem größeren Finanzbeitrag auftauchte. An sich können Sie diese Idee teilen, Banken stehen tatsächlich unter Druck. Trotzdem nehmen wir den „db x Tracker“ „Short“ auf Banken nicht auf der Empfehlungsliste auf.

Fonds hat Vorteile

Immerhin: gegenüber Zertifikaten bietet ein ETF-Fonds Ihnen einige Vorteile. So hängt der Fonds nicht von der Laufzeit ab, wie es Zertifikate Investoren regelmäßig zumuten. Zudem ist die Gebühr solcher „Short“-ETF oft niedriger als bei vergleichbaren Zertifikaten.

Uns stört vor allem die Konstruktion als „Short“-Fonds. Diese Fonds investieren so, dass Sie bei fallenden Kursen profitieren. Steigen die Kurse, verliert der Wert des Fondsanteils, so dass Sie zwischenzeitlich an den Börsen mit der Investition fallende Kurse erleben werden. Sie müssten dann nicht verkaufen. Nur:


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Wie diese Fonds tatsächlich funktionieren, wird sich Ihnen kaum erschließen, da zu viele Daten in die tägliche Wertentwicklung einfließen.Der Fonds investiert unter anderem in einen Zinsanteil, der sich wiederum am Inter-Banken-Zinssatz „Eonia“ orientiert. Dies ist der Nachteil solcher „Short“-Konstruktionen: negative Aktien können Sie nicht im Fondsvermögen aufnehmen.

Reine Wetten – kaum Sicherheit

Damit aber werden die Fonds zu reinen Wetten. Inhaltlich unterscheidet sich ein „Short“-Fonds nicht von Zertifikaten oder Optionsscheinen, die von fallenden Kursen profitieren sollen. Achtung:

Bei Optionsscheinen oder Zertifikaten stellten wir in früheren Jahren oft fest, dass deren Wertentwicklung kaum so verlief, wie die Märkte es an sich vorgaben. Auch „Put“-Investitionen gewannen häufig nicht, selbst wenn der zugrundeliegende Basis-Kurs fiel. Weil Puts und „Shorts“ wesentlich weniger Konkurrenz haben, ist die Ausstattung oft ungünstiger als bei „Long“- oder „Call“-Konstruktionen.

Daher schleichen sich in die Konstruktion negative Komponenten ein, die Ihre Rendite selbst bei einer „richtigen“ Wette belasten würden. Dazu haben wir weitere Bedenken:

  • Put- und Short-Wetten verlieren öfter als der Markt es erlauben würde.
  • Langfristig gehen wir von steigenden Kursen aus – sonst wären „Unternehmen“ sinnlos.
  • Bankaktien lassen sich auch kurzfristig kaum einschätzen. Noch immer weiß kaum jemand, wer wie viel tatsächlich in Südeuropa noch abschreiben muss.

GeVestor meint: Vorsicht vor Bank-Investitionen. Dies ist zur Zeit ein Minenfeld – oder Casino. Auch ein Short ETF als börsengehandelter Fonds hilft nicht. Selbst wenn die DB x Tracker-Fonds oft „gut“ sind, empfehlen wir hier kein Investment. Wir bleiben bei der positiven Meinung zur Deutschen Bank.

2. August 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.