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Short-ETFs auf den Dax: die Anlagealternative bei schwachen Märkten?

Allein am Montag sind die Börsen extrem stark hin und her gesprungen.

Wer Angst hat, wird in vielen Fällen verkauft haben. Denn:

Der Dax ist unter die wichtige Schwelle von 6500 Punkten gefallen und hat damit Alarmstimmung ausgelöst. Die Griechenland- und Frankreich-Wahlen haben viele Investoren – institutionell und privat – verschreckt. Das Ergebnis:

Der Dax fiel und fiel. Wer sich dagegen schützen möchte, kann entweder nur verkaufen – oder Short-Papiere kaufen. Schon kamen die ersten Werbungen schnell wieder auf: Kaufen Sie „Dax-Short-ETFs“. Interessant, aber gefährlich.

Risiko: Berechnung irritiert

Wer diese ETFs für die Börse kauft, wird bei seiner Anlage überraschende Ergebnisse erzielen. Denn die Alternative zu Optionsscheinen lebt faktisch davon, dass die Kurse jeden Tag neu berechnet werden. Das hat Folgen, die Sie gerade jetzt nicht unterschätzen sollten.


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Wir haben darüber einige Male berichtet. Hier noch einmal zum Überblick:

  • Sinkt der Kurs um 10%, wird der Kurs eines Short-ETFs ebenfalls 10% sinken. Nur:
  • Steigt der Kurs, etwa der Dax, um 10%, wird der ETF zunächst auch 10% sinken. Dann wird tagesgleich abgerechnet. Das bedeutet aber:
  • Sie würden direkt 10% hinten liegen und müssten ausgehend von 90% Restvermögen plötzlich 11,1% gewinnen, um wieder auf 0 zu kommen.

Die tägliche Abrechnung bedeutet, dass Gewinne – Kursentwicklungen in die richtige Richtung – zu überproportional hohen Zuwächsen im Vergleich zur Direktinvestition führen. Verluste hingegen bringen schnell überproportional hohe Minuspositionen.

Drastisch wirkt sich dies auch in Seitwärtsmärkten aus. Wenn täglich abgerechnet wird. Durch die unterschiedliche Basis gegenüber den Direktinvestments kann das Ergebnis stark abweichen.

Das heißt effektiv: das Risiko von Verlusten ist vergleichsweise hoch. Denn: steigt der Dax nach dem Kauf eines Short-ETFs, müsste der Index schon überproportional wieder fallen, damit Sie wieder auf „0“ zurückfallen.

Optionsscheine: eine Alternative

Eine Alternative sind einfache Optionsscheine, die nicht täglich abgerechnet werden. Diese haben den Vorteil, dass die Preisentwicklung in etwa 1:1 verläuft und damit für Sie als Investor einfacher nachzuvollziehen ist. Optionsscheine haben allerdings ebenfalls einen Nachteil:

Die implizite Volatilität (erwartete Schwankungsbreite) macht einen Teil des Preises aus, wird aber von den Banken selbst festgelegt. Daher ist die Preisbildung nicht ganz eindeutig nachzuvollziehen und auch noch subjektiv. Trotzdem haben sich die Titel als Alternative über lange Zeit bewährt.

GeVestor meint: kaufen Sie Optionsscheine, möglichst lang laufende, wenn Sie sich gegen einen fallenden Dax absichern möchten. Dies ist die sinnvollste Alternative zu Short-ETFs an den Börsen. Eine weitere Möglichkeit:

Verkaufen Sie einfach einen Teil Ihrer Positionen und legen Sie neue Abstauberlimits mit sehr niedrigen Werten in den Markt. So reduzieren Sie mögliche Verluste und verwandeln diese in Handelsgewinne.

8. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.